STRÖSSENDORF

Christoph Domes ist Strössendorfer Ortssprecher

Christoph Domes ist Strössendorfer Ortssprecher
Die Einwohner wählten Christoph Domes zum neuen Ortssprecher von Strössendorf. Dazu gratulierte Erster Bürgermeister Robert Hümmer (re.). Foto: Dieter Radziej

Strössendorf hat in Zukunft wieder etwas mehr Gewicht im Altenkunstadter Gemeinderat. Nachdem die Ortschaft seit der Kommunalwahl keinen Gemeinderat mehr stellt, wurde jetzt der Wunsch der Bürger nach einem Ortssprecher erfüllt. Das Vertrauen der Einwohner erhielt Christoph Domes.

Bei den Gemeinderatswahlen im März war der Gemeindeteil Strössendorf leer ausgegangen. Darüber waren die Einwohner nicht glücklich. Daher beantragten sie die Wahl eines Ortssprechers, wie sie Dörfern zusteht, die vor der Gebietsreform selbstständig waren. Mit ausreichend Unterstützungsunterschriften waren die Bedingungen dafür erfüllt worden.

Zwei Kandidaten treten für Strössendorf an

Christoph Domes ist Strössendorfer Ortssprecher
Ein lebhaftes Interesse fand die Ortssprecherwahl in Strössendorf, wozu Erster Bürgermeister Robert Hümmer die Einwohner... Foto: Dieter Radziej

Angesichts der sommerlichen Temperaturen und um den Sicherheitsabstand einzuhalten war Ortsversammlung in den Biergarten der Gastwirtschaft Reichstein verlegt worden. Bürgermeister Robert Hümmer erläuterte, dass auf Antrag eines Drittels der Einwohner eines Ortsteils, von am 18. Januar 1952 noch selbstständigen Gemeinden, die nicht mit einem Mitglied im Gemeinderat vertreten sind, ein Ortssprecher gewählt werden kann. Er erinnerte an den vorherigen Ortssprecher Heinz Groß und die langjährigen Gemeinderäte Ludwig Erhardt, Otto Schuhmann und Jan Riedel.

Ortssprecher seien ehrenamtlich tätige Gemeindebürger mit beratender Funktion, die an allen Sitzungen des Gemeinderates und seiner Ausschüsse teilnehmen und Anträge stellen dürfen. Gewählt sei der Kandidat, der die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt. Als Kandidaten waren Harry Reichstein und Christoph Domes vorgeschlagen worden. Weitere Vorschläge gab es auf Nachfrage nicht.

Bei 60 Stimmberechtigen und vier ungültigen Stimmen, entfielen 36 Stimmen auf Christoph Domes, der damit als Ortssprechergewählt war. Harry Reichstein erhielt 20 Stimmen.

Christoph Domes ist Strössendorfer Ortssprecher
Dringenden Handlungsbedarf sehen die Einwohner im Bereich der Zeublitzer Straße, wobei eine Geschwindigkeitsbeschränkung... Foto: Dieter Radziej

In der folgenden Aussprache regten die Einwohner Pflegearbeiten auf dem Friedhof und das Zurückschneiden von Hecken in der Markgrafenstraße an. Auf die Frage von Leopold Frommelt vom Trimm-Dich-Club nach den Trainingsmöglichkeiten in der Grundschulturnhalle erklärte der Bürgermeister, dass auch nach dem Beginn der Sanierungsarbeiten das Tischtennisspiel in der Kordigasthalle ermöglicht werde.

Warum gab's auf den Antrag für ein Tempolimit keine Antwort?

Breiten Raum nahm die Verkehrssituation ein. Bürger kritisierten, dass vor allem in der Markgrafenstraße von Zeublitz her zu schnell gefahren werde. Das Problem sei bekannt sei und betreffe das Landratsamt, die Polizei und die Gemeinde Altenkunstadt gleichermaßen, erklärte Martin Neundörfer. Dennoch hätten die Bürger auf ihre Forderung nach eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer zumindest eine Antwort aus dem Rathaus erwartet. „Diese Situation erfordert eine Lösung, denn gerade in diesem Bereich von Strössendorf wohnen viele junge Familien mit kleinen Kindern“, betonte Wilfried Sünkel. Auch die Versetzung des Ortsschildes in der Zeublitzer Straße habe nicht den gewünschte Effekt gebracht, war von den Anliegern zu erfahren, die neben der Geschwindigkeitsbeschränkung zusätzlich eine Fahrbahnerhöhung in diesem Abschnitt anregten. Bürgermeister Robert Hümmer sagte zu, sich dieser Angelegenheit anzunehmen. Bei den bald wieder beginnenden Bürgergesprächen in den Gemeindeteilen bestehe ebenfalls die Gelegenheit, sich mit derartigen Anliegen zu befassen.

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„Radfahrer absteigen“: Im Rahmen des Bürgergespräches wurde nach dem Grund dieser Beschilderung gefragt. Foto: Dieter Radziej

Ein Bürger wollte wissen, warum auf halber Höhe des Geh- und Radweges zwischen Altenkunstadt und Strössendorf die Beschilderung „Radfahrer absteigen“ angebracht wurde.

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