Burgkunstadt pflanzt dankt Spende 6500 neue Bäume fürs Klima

BURGKUNSTADT

Burgkunstadt pflanzt dankt Spende 6500 neue Bäume fürs Klima

Als Beitrag gegen den Klimawandel soll der Burgkunstadter Stadtwald schrittweise in einen Zukunftswald mit klimatoleranten Bäumen umgebaut werden. Mit der Aktion „Jedes Bike ein Baum“ unterstützt die Multicycle Fahrrad-Handels GmbH, die vor allem Räder der Marke CUBE verkauft, das Vorhaben.

Der Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald kümmert sich darum, dass standortangepasste und klimawandeltolerante Baumarten in die heimischen Wälder gepflanzt werden. Zum Auftakt wurden 900 Traubeneichen und Bornmüller-Tannen im November 2019 im Stadtwald Burgkunstadt gepflanzt. Die Idee wurde von der Stadt Burgkunstadt und weiteren Einrichtungen unterstützt. Der Bürgerverein, die Baur-Stiftung und Kämmerin Heike Eber beteiligten sich an diesem Engagement fürs Klima. Weitere 6500 neue Bäumchen für dieses Projekt können jetzt dank einer Spende des Fahrradhändlers gepflanzt werden.

„Der Erfolg liegt bei derartigen Unternehmungen auch bei der Eigenverantwortung der Waldbesitzer wie der Stadt Burgkunstadt.“
Simon Tangeding, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Dies berichtete Geschäftsführer Simon Tangeding von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bei einem Ortstermin mit Bürgermeisterin Christine Frieß.

„Der Erfolg liegt bei derartigen Unternehmungen auch bei der Eigenverantwortung der Waldbesitzer wie der Stadt Burgkunstadt, wo in diesem Bereich vorbildlich gearbeitet wird“, sagte Tangeding. Dabei sei die Zusammenarbeit aller wichtig, betonte Wolfgang Weiß, Förster und Waldpädagoge vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Coburg. Hitze und Borkenkäfer verursachten im Wald und an Forstkulturen schwere Schäden. Dem könne man mit anderen Baumarten entgegenwirken. „Jedoch muss klar sein, dass auch fremdartige und wärmeklimaverträgliche Bäume zunächst gepflegt werden müssen“, gab er zu bedenken.

Ein wegweisendes Projekt zur Klimaneutralität

Bürgermeisterin Christine Frieß dankte allen Beteiligten dafür, dass dieses spannende Experiment weitergeführt wird. „Ob es in 50 bis 60 Jahren dann erfolgreich etwas geworden ist, können wir leider nicht mehr erleben“ meinte sie schmunzelnd. Der Zukunftswald sei für die Stadt ein wegweisendes Projekt zur Klimaneutralität, das auch über die Stadtgrenzen hinaus ausstrahle.