BURGKUNSTADT

Bei Regens Wagner: frische Hühnereier und ein Grillfest

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gruppe Felix in Altenkunstadt hatten im Lockdown die Idee, Hühner bei sich aufzunehmen. Foto: Red

Frische Hühnereier und gemeinsam Feiern – auf den ersten Blick haben diese beiden Sachen nichts miteinander zu tun. Dennoch verbindet sie, dass es Wünsche sind, die in der Pandemiezeit bei Regens Wagner Burgkunstadt entstanden und nun auch erfüllbar sind.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gruppe Felix in Altenkunstadt hatten im Lockdown die Idee, Hühner bei sich aufzunehmen. Und dies wollen sie nicht nur wegen der frischen Eier, sondern weil sie auch sehr tierliebe Menschen sind.

Einige der dort lebenden Frauen waren früher in der Landwirtschaft am Gutshof in Burgkunstadt tätig, wo es auch einen Hühnerstall gab. Sie erinnern sich gerne an die Aufgaben von damals. Die betreffenden Frauen haben noch viele Kenntnisse aus dieser Zeit und sorgen bestimmt für ein angenehmes Zuhause der Tiere.

„Wir haben dann immer frische Eier“ oder „Die Hühner bekommen alle Namen. Damit wir sie nicht verwechseln, bekommt jede Henne einen farbigen Ring und wir wissen, welche Farbe zu welchem Namen passt“, das sind im Moment die Gesprächsthemen bei den Jung-Tierhaltern.

Ein Bild aus der Vor-Coronazeit: das beliebte Sommerfest bei Regens Wagner in Burgkunstadt. Foto: Red

Man bekommt schon beim Zuschauen jede Menge Spaß

Beobachtet man den Umgang mit den Tieren und die Freude an den neuartigen Aufgaben, so ist man als Gast der Gruppe gleich integriert und hat schon beim Zuschauen sehr viel Spaß. Beim Dialog, wo es um die Namensgebung geht, darf man einfach nur zuhören und schmunzeln: „Die braune Henne da vorne nennen wir Marina, weil sie so vorwitzig ist wie sie“ – gemeint ist natürlich eine Mitbewohnerin. Selbst Streicheleinheiten für die Tiere gibt es regelmäßig neben der Grundversorgung.

Die Feststellungen des Tages sind: Glücklichere Hühner gibt es kaum! Schön, wenn die Corona-Krise nicht nur belastend und negativ im Alltag präsent ist und die Floskel, keine Krise ohne Chance, doch einen Funken Wahrheit zeigt.

Zwei mal wurde das jährliche Sommerfest schon abgesagt

Auch im Krisenstab bei Regens Wagner Burgkunstadt ist man mittlerweile etwas müde nach den vielen Corona-Monaten und hat wieder größere und kleine Träume. Die Sehnsucht nach Normalität und dem Aufheben der zahlreichen Regeln ist groß.

Der Krisenstab von Regens Wagner organsiert im Juli ein Grillfest, natürlich mit den höchstmöglichen Hygienschutzmaßnahm... Foto: Red

Gerade bei den ersten Sommertagen hätte das Lied „Wann wird?s mal wieder richtig Sommer, ein Sommer wie er früher einmal war“ gut gepasst. Gemeint sind natürlich nicht die besungenen Temperaturen, sondern die möglichen Unternehmungen im Sommer. Immerhin hat man schon zwei Mal das jährlich stattfindende Sommerfest abgesagt. Ein Fest, bei dem es nicht nur ums Essen und Trinken geht, sondern vielmehr um die Begegnungen, den Spaß und die Freude, dass Besucher kommen. Immer wieder ein besonderer Tag für die Hausgemeinschaft!

So beschloss das Team des Krisenstabs neben den vielen Formalitäten und Anfragen, die es zu regeln gibt, ein Fest unter Corona-Bedingungen zu organisieren. Das Ergebnis schaut wie folgt aus: Als Alternative zum Sommerfest ist in diesem Jahr die gesamte Haus- und Dienstgemeinschaft zu einem internen Sommer-Grillen eingeladen. Als Motto haben die Verantwortlichen gewählt: „Danke an Alle für Alles“.

Das Federvieh sorgt bei den Bewohnern der Gruppe Felix für große Begeisterung. Foto: Regens Wagner

Dankbar für hohe Leistungsbereitschaft

Denn dankbar darf man bei Regens Wagner Burgkunstadt für Vieles sein. Angefangen bei der hohen Leistungsbereitschaft innerhalb der Dienstgemeinschaft bis hin zur vorbildlichen Umsetzung der Schutzmaßmaßnahmen und der Geduld wie auch dem Glück innerhalb der Wohn-, Schul- und Lebensgemeinschaften. Auch wenn regelmäßig Bewohnerinnen und Bewohner fragen „Wann ist den Corona vorbei?“ oder „Wir haben das schon bald geschafft, oder?“, werden die Regelungen vorbildlich eingehalten. Diese bedeuten leider immer noch weniger und veränderte Kontakte zu Angehörigen und Freunden. Und weiterhin veränderte, mittlerweile wohl gelockerte Bedingungen bei den Kontakten innerhalb von Regens Wagner Burgkunstadt.

Dem Krisenstab ist bewusst, dass ein Fest unter Einhaltung der Kontaktregelungen anders ablaufen wird, mit etlichen Mühen und Vorkehrungen. Denn da sind sich alle einig: Eine nochmalige Quarantänesituation wollen alle verhindern und noch mehr verhindern wollen alle eine Infizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Klientinnen und Klienten. Deshalb hat die Sicherheit und die Hygiene Vorrang.

Hohe Impfquote und hohes Verantwortungsbewusstsein

Gesamtleitung Sabine Schubert und ihr Team trauen sich aber genau dies zu. Durch die hohe Impfquote und das hohe Verantwortungsbewusstsein werden im Juli voraussichtlich an drei Tagen Bartwürste gegrillt und mit Abstand gefeiert. Mit diesem Ziel vor Augen schöpfen trotz der notwendigen Schutzmaßnahmen alle bei Regens Wagner Burgkunstadt wieder Hoffnung.

 

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