BURGKUNSTADT

Baur eröffnet Impfzentrum in Burgkunstadt

Baur eröffnet Impfzentrum in Burgkunstadt
Das Impfzentrum der Firma Baur hat seinen Betrieb aufgenommen: Petra Bittruf, Mitarbeiterin im BFS-Logistikzentrum in Weismain, und Betriebsarzt Dr. Joachim Müller. Foto: Roland Dietz

Mit Hochdruck arbeitet das Landratsamt daran, allen im Landkreis ein Impfangebot machen zu können. Seit dieser Woche können neben den Hausärzten auch Betriebsärzte eingebunden werden. Dafür hat die Firma Baur in der Burgkunstadter Tennissporthalle mit Lüftungssystem und weitem Platzangebot ein Impfzentrum für ihre Mitarbeiter eingerichtet. Dieses ging nun an den Start.

Seit Anfang April wurde dafür geplant. Vom Grundsatz her wurden die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts Bayern übernommen. So ist ein autarkes Impfzentrum zunächst nur für Mitarbeiter entstanden.

Für die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter

„Wir haben mit 60 Impfwilligen begonnen“, berichtet PR-Referent Stefan Gagel, der auch dem Impfteam angehört. Das Team, das für einen reibungslosen Ablauf sorgen soll, besteht außerdem aus Marc Gutgesell, Michael Kannengießer und Roland Säum. An der Spitze steht Betriebsarzt Dr. Joachim Müller.

Nach dem Corona-Ausbruch sei die Baur-Group eine der ersten Firmen gewesen, die tätig wurde, um der Pandemie etwas entgegenzusetzen. So seien 500 000 Infektionsschutzmasken und 120 000 Schnelltests geordert worden. Als die Maskenpflicht eingeführt wurde, habe jeder Mitarbeiter schon kostenlose Masken erhalten. Es gehe immer um die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeiter, betonte Stefan Gagel.

Erst diejenigen, die mit Kollegen direkten Kontakt halten müssen

Nun ist eine Impfung bei Baur genauso möglich wie in Impfzentren und Hausarztpraxen. Es sei schwer, Impfstoff zu bekommen. Doch auch hier sei die Firma schon tätig geworden. „Wir sind froh, hier etwas anbieten zu können“, bekundete Michael Kannengießer.

Auch bei Baur wird priorisiert. So kämen zuerst die Mitarbeiter dran, die im Arbeitsablauf direkten Kontakt zu weiteren Betriebsangehörigen haben, außerdem Ältere und diejenigen, die durch Vorerkrankung zu einer Risikogruppe gehören, aber auch Mitarbeiter mit besonderen Aufgaben. In der Logistik werde darauf geachtet, dass das Angebot für die Mitarbeiter der Standorte Sonnefeld, Weismain und Altenkunstadt gesplittet wird. Mitarbeiter im Home-Office müssten noch zurückstehen.

In einer Umfrage hätten sich 80 Prozent der Mitarbeiter grundsätzlich für eine Impfung auch durch den

Baur eröffnet Impfzentrum in Burgkunstadt
Der Bereich der Anmeldung mit Fiebermessen und Datenerfassung. Foto: Roland Dietz

Betriebsarzt ausgesprochen. Lediglich nach dem Hersteller wurde gefragt, sagte Marc Gutgesell.

 

„Es wird am Ende das Tages kein Impfstoff übrig sein.“
Marc Gutgesell, Baur-Impfteam

Es gebe unglaublich viele Mitarbeiter, die auch in heimischen Feuerwehren engagiert sind. Diese seien in der Priorisierung schon vorgezogen worden. Die meisten hätten schon

mindestens eine Erstimpfung hinter sich, weiß Michael Kannegießer, der auch als Kreisbrandmeister tätig ist.

Nun werden Impfwillige informiert und

Baur eröffnet Impfzentrum in Burgkunstadt
Das Impfbetreuungsteam vor den Impfkabinen (v. li.): Michael Kannengießer, Roland Säum, PR-Referent der Firma Baur, Stef... Foto: Roland Dietz

bekommen ihre Termine. Sollten eingeplante Impfkandidaten ausfallen, werde der Termin gleich an den nächsten auf der Liste weitergegeben. „Es wird am Ende das Tages kein Impfstoff übrig sein“, versicherte Marc Gutgesell.

Das Baur-Impfzentrum hat also viele Vorteile, sind sich Roland Säum und Stefan Gagel sicher: Die Mitarbeiter fühlen sich sicherer, die Hausärzte werden entlastet, die Inzidenzzahlen sinken im Landkreis, und es tritt wieder mehr Normalität im Leben jedes Einzelnen ein.

 

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