ALTENKUNSTADT

Bauausschuss Altenkunstadt zur Sperrung Weismainer Straße

Bauausschuss Altenkunstadt zu Sperrung Weismainer Straße
Die Sperrung der Weismainer Straße erhöht den innerörtlichen Verkehr. Besonders brenzlig ist es beim Abbiegen von der Langheimer in die Rechtsanwalt-Krauß-Straße. Überlegt wird einen Verkehrsspiegel an der Straßenlaterne (rechts im Bild) anzubringen. Foto: Stephan Stöckel

Eine Verkehrslawine rollt derzeit durch den Innenort von Altenkunstadt. Sie stellt Anwohner und Verkehrsteilnehmer auf eine harte Geduldsprobe. Schuld ist die Sperrung der Weismainer Straße, die noch bis Ende Oktober oder Anfang November andauert. Wie kann man die Belastungen minimieren?

„Die Weismainer Straße sollte halbseitig mit einer Ampelablage bis zum Ende der Bauarbeiten geöffnet werden“, schlug Hans-Werner Schuster (CSU) am Dienstagabend im Bauausschuss der Gemeinde Altenkunstadt vor. Einer Forderung, der sich auch Maximilian Deuber von der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) anschloss. Eine Regelung, die sich vor ein paar Jahren bei den Kanal- und Wasserleitungsarbeiten in der Weismainer Straße bewährt hatte.

Zweiter Bürgermeister Marco Weidner von der Jungen Wähler Union (JWU), der den im Urlaub befindlichen Bürgermeister Robert Hümmer vertrat, begrüßte die Idee. Die Gemeinde werde sich damit an das für die gesperrte Staatsstraße zuständige Straßenbauamt werden, versicherte der Redner. Zugleich schilderte er, wie sich der Laster-Verkehr durch das Wohngebiet Weidner schlängele, deren Straßen für solch schwere Fahrzeuge gar nicht ausgelegt seien.

„Es besteht die Gefahr, dass Steinmauern von Anwohnern und Verkehrsinseln beschädigt werden. Wir werden daher eine Tonnagebeschränkung von 7,5 Tonnen erlassen, solange die Weismainer Straße für den Verkehr gesperrt ist“, sagte Weidner.

Zu besonders brenzligen Situationen kommt es immer wieder, wenn Verkehrsteilnehmer von der Langheimer Straße in die Rechtsanwalt-Krauß-Straße abbiegen wollen. Weidner schlug vor, an der Straßenlaterne bei „Lissi?s Laden“ einen Straßenspiegel anzubringen. Davon hielt Georg Deuerling von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) nicht viel. „Am Abend spiegelt sich darin die tiefstehende Sonne und der Abstand der Fahrzeuge, die auf der Rechtsanwalt-Krauß-Straße fahren, ist nur schwer einzuschätzen. Weidner will dennoch an seiner Idee von einem Spiegel festhalten und dies vor Ort prüfen lassen. Karl-Heinz Hofmann (SPD) konnte dem Ganzen etwas Positives abgewinnen: „Es wird vorsichtig gefahren.“

Sanierungsbedürftige Flurdenkmäler

Im Ortsteil Burkheim stehen zwei Bildstöcke. Die Marter in Richtung Isling soll renoviert werden. Die Burkheimer Gemeinderätin Walburga Kraus (CSU) wies darauf hin, dass auch das andere Flurdenkmal unweit der ehemaligen Schule sanierungsbedürftig sei. Zugleich machte sie darauf aufmerksam, dass beide Bildstöcke nicht versetzt werden müssten. Weidner versicherte, sich um die Angelegenheit zu kümmern.

Wegen der Erschließung des Pfaffendorfer Baugebiets musste die Straße zum Kordigast gesperrt werden. Ortssprecher Georg Baier erkundigte sich, wann die Sperrung aufgehoben werde. Nach Aussage von Astrid Redinger von der Bauverwaltung werde die Straße in Kürze wieder für den Verkehr freigegeben. Einen genauen Zeitpunkt vermochte sie nicht zu nennen. „Bei Verkehrsschildern kommt es derzeit zu Lieferengpässen“, begründete der zweite Bürgermeister die Verzögerung.

Bündel an Aufträgen vergeben

Im August hatte das Gremium in nichtöffentlicher Sitzung ein ganzes Bündel an Aufträgen vergeben. Weidner teilte diese nun der Öffentlichkeit mit. Das Gros davon betraf die Generalsanierung der Grundschule. Die Gerüstbauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt durch die BSB GmbH aus Schmölln in Thüringen belaufen sich auf 57 717 Euro. Die Honorarkosten der Ingenieurgruppe Knörnschild & Kollegen aus Coburg, die für die Sicherheits- und Gesundheitsschutzorganisation verantwortlich zeichnete, betragen 28926 Euro. Die Bodenbelagsarbeiten im ersten Bauabschnitt führte die Berlenz Terrazzo GmbH aus dem unterfränkischen Sulzdorf an der Lederhecke zum Preis von 22296 Euro durch.

Experten des Landratsamtes prüften die Statik der Grundschule und stellten dafür Kosten von 11 088 Euro in Rechnung. Treppenpodeste, die als zweiter Rettungsweg dienen, baute die Schreinerei Kraus aus Scheßlitz für 4760 Euro ein. In drei Fällen kam es zu Nachträgen: Die Elektroinstallation und den Blitzschutz, den die Elektro Sonneberg eG durchführte, verteuert sich um 11559 Euro, die Schlosserarbeiten um 1736 Euro und das Treppengeländer um 2217 Euro. Beide Arbeiten verrichtete Dietl Metallbau im thüringischen Neubrunn. Die Entsorgung für den Aushub des Pfaffendorfer Baugebietes durch die Baufirma Raab aus Ebensfeld verteuerten sich um 56034 Euro. Bei den Fliesenarbeiten des Burgkunstadter Unternehmens Fliesengalerie im Feuerwehrhaus Woffendorf kommt es zu Mehrkosten von 13348 Euro.

Die Bayernwerk Netz GmbH mit Sitz in Kulmbach tauscht im Zuge der Erneuerung der Ortsbeleuchtung Lampen zum Preis von 28926 Euro aus. Die Kra-Tec Bausanierungs GmbH aus Weismain saniert die Weitsprunganlage des Schul- und Sportzentrums in Röhrig. Kostenpunkt: 6267 Euro. Sportgeräte Kestler aus Strullendorf liefert ein 6547 Euro teures Fangnetz für den Hartplatz, die Mobilo GmbH aus Wuppertal eine 4740 Euro teure Umlenkrollen für einen Trennvorhang auf dem Schul- und Sportgelände.

Schlagworte