ALTENKUNSTADT

Bauausschuss Altenkunstadt: Telefonsäule wird abgebaut

Bauausschuss Altenkunstadt: Telefonsäule wird abgebaut
Der Telefonsäule am Rathaus in Altenkunstadt ergeht es wie allen anderen in Deutschland – sie wird bis Anfang 2025 abgebaut. Foto: Stephan Stöckel

Das Aus für die Telefonsäule am Altenkunstadter Rathaus ist nun endgültig besiegelt. Noch vor zwei Jahren war der Bauausschuss dem Wunsch der Telekom nach einem Abbau des Scheckkartentelefons, das von niemandem mehr benutzt wird, nicht nachgekommen.

Vor allem Stephanie Dittrich (Bündnisgrünen) hatte sich für einen Erhalt stark gemacht. „So wie es eine Notrufsäule an der Autobahn gibt, sollten wir auch die Telefonsäule für die Notversorgung unserer Bürger beibehalten“, hatte sie damals argumentiert.

Inzwischen hat die Telekom beschlossen, bis Anfang 2025 alle öffentlichen Telefonzellen in Deutschland abzubauen. Dem Gremium sind damit die Hände gebunden. Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) zählte die Gründe auf, die das Unternehmen zu einem Rückbau bewogen haben: die fehlende Wirtschaftlichkeit, Probleme bei der Instandhaltung und die Einsparung von Energie.

„Wenn Laster bei ihrer Fahrt durch Burkheim über Schächte und Schieber fahren, dann scheppert es gewaltig. Für die Anwohner ist es unerträglich“, hatte Walburga Kraus (CSU) vor einem Jahr im Ausschuss geklagt. Was hat sich seitdem getan? Astrid Redinger vom Bauamt hatte bereits in der vergangenen Sitzung mitgeteilt, dass man das Straßenbauamt bezüglich einer Mängelbeseitigung angeschrieben habe, aber noch keine Antwort erhalten habe. Nun hakte Kraus bei Redinger erneut nach. Diese teilte mit, dass die Mängel behoben werden sollen. Allerdings sei krankheitsbedingt noch keine Ausführung erfolgt.

„Wie sollen wir unseren Mitbürgern erklären, dass sie einen Bauantrag einzureichen haben, wenn wir uns selbst nicht daran halten?“
Georg Deuerling (FBO) über den fehlenden Bauantrag der Gemeinde

Normalerweise wird erst gebaut, nachdem ein Bauantrag vom Bauausschuss das gemeindliche Einvernehmen erhalten hat. Doch wo gehobelt wird, fallen bekanntlich auch Späne. Im Zuge der Errichtung von Altenkunstadts neuer Mitte wurden 48 Parkplätze in unmittelbarer Nähe zum Altbau der Raiffeisenbank Obermain Nord errichtet – ohne dass von der Gemeinde Altenkunstadt als Bauherr ein Bauantrag eingereicht worden war. Den zuständigen Architekten war erst nach Abschluss der der Bauarbeiten aufgefallen, dass hierfür ein Bauantrag notwendig gewesen wäre. Das gemeindliche Einvernehmen wurde nun nachträglich eingeholt.

Eine Vorgehensweise, die die Kritik von Georg Deuerling (FBO) hervorrief. Er hatte als einziger dagegen gestimmt und die rhetorische Frage aufgeworfen: „Wie sollen wir unseren Mitbürgern erklären, dass sie einen Bauantrag einzureichen haben, wenn wir uns selbst nicht daran halten?“ Der Bürgermeister bat um Entschuldigung.

Im Zuge der Neugestaltung des Areals rund um die Raiffeisenbank wurde die Bushaltestelle unweit der Gerbergasse mit einer neuen Beleuchtung ausgestattet. Karlheinz Hofmann (SPD) wies darauf hin, dass die Straßenlaterne nur sehr schwach leuchte. Hümmer sicherte eine Überprüfung zu.

In nichtöffentlicher Sitzung hatte das Gremium im Oktober mehrere Nachträge genehmigt, die Altenkunstadts Neue Mitte betreffen, und die der Bürgermeister nun öffentlich machte. Es handelt sich um den Einbau von Kabelzugschächten (6108 Euro), Fallschutzbelag (379 Euro) und Granitborde (1292 Euro) durch die Weismainer Baufirma Dechant.

Höhere Kosten bei Rohbauarbeiten zur Grundschulsanierung

Im Rahmen der Generalsanierung der Grundschule kam es bei den Rohbauarbeiten ebenfalls zu Nachträgen, die jeweils die Firma Wolff und Müller aus Nürnberg betreffen: Beim Herstellen einer Sitzstufentreppe in der Pausenhalle fallen Mehrkosten in Höhe von 8839 Euro, bei der Entsorgung der asbesthaltigen Bitumenabdichtung in Höhe von 3134 Euro an. Die Lichtenfelser Firma Fuhrmann wurde damit beauftragt, ein Sektionaltor für den Bauhof zu beschaffen. Kostenpunkt: 5990 Euro.

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