KULMBACH

Bärbel Laufer: Verkäuferin und Zuhörerin

Bärbel Laufer ist seit vielen Jahren ehrenamtlich im Ladentreff der Diakonie Kulmbach tätig und kennt viele Kunden persönlich. Foto: Corinna Tübel

Ehrenamt im Ladentreff: Verkäuferin, Künstlerin und Zuhörerin Bärbel Laufer ist seit vielen Jahren im Ladentreff der Diakonie Kulmbach tätig. Sie liebt es, Menschen glücklich zu machen – mit günstigen Haushaltsgegenstände, so manch seltenem Sammlerstück oder einem herzlichen Gespräch. Jetzt setzt gerade der Lockdown dem Ehrenamt Grenzen. Doch danach geht es wieder los im Kulmacher Ladentreff...

Und so sieht dann der Alltag aus: Ein großer Karton mit Porzellan hat gerade den Besitzer gewechselt. Ein älterer Mann mit einem Rollator freut sich über seine neue Errungenschaft aus dem Ladentreff der Diakonie in der Goethestraße und möchte ihn gerade mühsam auf seine Gehhilfe laden. „Warten Sie, ich fahre ihnen das nach Ladenschluss vorbei“, bietet sich Bärbel Laufer an.

Die Ehrenamtliche kennt viele ihrer Kunden seit langem und bietet das bei Bedarf im Kulmbacher Stadtgebiet gerne an. Doch bevor die Haushaltsgegenstände, Kleinmöbel und Spielsachen über den Ladentisch wandern, hat das Team aus einer Angestellten und vielen ehrenamtlichen Kräften viele Stunden Arbeit für die Warenannahme, Sortierung, Reinigung und Dekoration investiert.

Sie hat ein Auge für Verzierungen, denn man sie getrost selbst als „Künstlerin“ bezeichnen: Ihre selbst gestalteten Adventskränze – und gestecke werden auch im Ladentreff verkauft. Dabei habe sie erst spät zu diesem Handwerk gefunden: Viele Jahre lang hatte sie einst in einem Büro gearbeitet, später hat sie sich mit einem kleinen Laden selbstständig gemacht. Mit 75 Jahren könnte sich die Rentnerin eigentlich „gemütlich zurücklehnen“, doch das befriedigt sie nicht. Auf die Frage wie lange sie schon im Ladentreff arbeitet, antwortet sie nur: „Ach, das weiß ich gar nicht mehr genau. Sieben oder acht Jahre vielleicht.“

Durch eine Bekannte, die hier auch ehrenamtlich tätig war, habe sie von dem Dienst hier überhaupt erst erfahren. Vor ihrer momentanen Tätigkeit hatte sie regelmäßig in einem Seniorenwohnheim mit den Menschen dort Weihnachts- oder Ostergestecke gestaltet und mit ihnen Gesellschaftsspiele gespielt. Auch nun hat sie Freude an den freundlichen und verbindlichen Gesprächen während ihrer Arbeitszeit. „Man trifft hier immer Bekannte und tauscht sich aus. Es entstehen kleine Freundschaften hier.“ Und das macht den Kern des Ladentreffs aus.

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