ALTENKUNSTADT

Robert Hümmer bleibt Altenkunstadter Bürgermeister

Er hat es wieder geschafft: Robert Hümmer, der mit seiner Frau Gabriele im Woffendorfer Sportheim zur Wahl gegangen ist, darf als Bürgermeister in Altenkunstadt sechs weitere Jahre amtieren. Foto: Brigitte Gorille

„Ich habe in der Vergangenheit gezeigt, dass ich das Amt des Ersten Bürgermeisters kann.“ Ziemlich zuversichtlich hatte sich Robert Hümmer im Vorfeld der Altenkunstadter Bürgermeisterwahl gegeben. Eine Zuversicht, die für den CSU-Kandidaten keine trügerische war. Mit 51,3 Prozent setzte er sich bereits im ersten Wahlgang gegen seine beiden Mitbewerber Georg Deuerling und Frank Novotny durch.

Deuerling erreichte für die Freien Wähler und die Freien Bürger der Ortsteile insgesamt 29,2 Prozent, Novotny für die SPD immerhin 19,5. Die Wahlbeteiligung in Altenkunstadt lag bei 62,6 Prozent.

Die Altenkunstadter Wahlhelfer waren mit dem hehren Ziel angetreten, den Endstand bei der Bürgermeisterwahl schon um 18.30 Uhr bekannt geben zu können. Und tatsächlich waren um diese Zeit von ihnen bereits 15 von 16 Wahlbereiche ausgezählt. So schnell war im Landkreis keiner. Allein der 16. Bereich, einer mit Briefwählern, ließ bis 18.48 Uhr auf sich warten. Somit konnte die Gemeinde Altenkunstadt hinter Marktgraitz nur als zweitschnellste ihr Wahlergebnis verkünden.

Dies aber war für Robert Hümmer am Ende lediglich eine Randnotiz. Er durfte sich über seine direkte Wiederwahl freuen. Ein Umstand, der in Anbetracht seiner beiden ambitionierten Mitstreiter nicht unbedingt zu erwarten war.

Ein Dank an die Mitbewerber für den fairen Wahlkampf

Hümmer, der sich bei seinen Mitbewerbern Georg Deuerling und Frank Novotny für den insgesamt fairen Wahlkampf bedankt, beurteilte das Wahlergebnis mit den Worten: „Meine erste Amtszeit war nicht einfach, der Weg war steinig. Weshalb es mich sehr freut, dass mir die Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen geschenkt und damit meine bisherige Arbeit gewürdigt haben.“

„Meine erste Amtszeit war nicht einfach, der Weg war steinig. Weshalb es mich sehr freut, dass mir die Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen geschenkt haben.“
Robert Hümmer, wiedergewählter Bürgermeister

Der Woffendorfer, der den für ihn so erfreulichen Abend mit einer kleinen Feier in der Gastwirtschaft „Zum Preußla“ ausklingen ließ, zieht aus seiner direkten Wiederwahl „viel Motivation, mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, das Beste für die Gemeinde herauszuholen“.

Enttäuschung bei Georg Deuerling hält sich in Grenzen

Und wie beurteilen die beiden anderen Bürgermeisterkandidaten das Resultat? Ist bei Georg Deuerling, der sich doch große Hoffnungen gemacht hatte, die Enttäuschung groß? „Nein!“, antwortet er glaubwürdig. Viel mehr bedrückt ist der Zeublitzer über die seiner Meinung nach enttäuschende Wahlbeteiligung von 62,6 Prozent. „Ich habe mir zwar eine Stichwahl gewünscht, aber der Bürger hat anders entschieden. Dennoch kann ich mit dem Ergebnis gut leben.“ Georg Deuerling bewertet seine 29,2 Prozent letztlich als positiv. Ist es doch bei seinem dritten Versuch, für die Freien Wähler ins Rathaus einzuziehen, nach zuvor 24,32 und 17,36 Prozent sein bisher bestes Abschneiden.

Dabei hatte es für Deuerling anfangs sogar überraschend gut ausgesehen. Denn das bereits nach acht Minuten gemeldete Ergebnis aus Strössendorf hatte ihn mit 41,0 Prozent in Führung gesehen. Nach vier ausgezählten Bereichen indes lag Hümmer schon mit 44,5 zu 37,9 vorne, ehe er seinen Vorsprung bis zur absoluten Mehrheit ausbaute. Der unterlegene Deuerling verspricht, mit seiner Arbeit weiter für die Gemeinde da zu sein und „den Robert wie bisher zu unterstützen“.

Aus der erhofften Stichwahl wird nichts

Eine leichte Enttäuschung ist da eher aus den Worten von Frank Novotny herauszuhören. Der SPD-Kandidat betont: „Wenn ich bedenke, was ich im Vorfeld von den Bürgern an Zuspruch gehört habe, hätte ich ein besseres Ergebnis erwartet.“ Immerhin bedeuten Novotnys 19,5 Prozent gegenüber seinen mäßigen 8,86 vor sechs Jahren eine enorme Verbesserung. Novotny, der den Tag mit einem Teil seiner Familie im „Fränkischen Hof“ in Baiersdorf ausklingen ließ, hatte sich eine Stichwahl gewünscht. „Und das, egal ob mit mir oder dem Georg. Denn ich habe alle drei Bewerber mehr auf Augenhöhe gesehen.“

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