BURGKUNSTADT

Burgkunstadte Bernd Weickert präsentiert sein Buch

Burgkunstadt: Bernd Weickert hat ein Buch veröffentlicht
Bernd Weickert liest aus seinem Buch „Bernds Sicht der Dinge“. Foto: red

Am Sonntagabend stellte Bernd Weickert sein Buch „Bernds Sicht der Dinge“ in der Produzentengalerie einem interessierten Publikum vor. Zunächst ging Weickert auf die Entstehungsgeschichte des Buches ein. Das Buch basiere auf seinem gleichnamigen Blog, so der Autor. Die Idee zu seinem Blog sei ihm 2014 gekommen, weil seine Frau es nicht gerne gesehen habe, wenn er Leserbriefe schreibe.

Die Demokratie fuße auf den drei Säulen Legislative, Exekutive und Jurisdiktion. Es gebe aber noch eine vierte Säule, nämlich die Öffentlichkeit, hob Weickert hervor. Gerichtlich gegen Missstände vorzugehen, könne sehr kostspielig sein. Daher habe er sich darauf verlegt, Missstände in Burgkunstadt, aber auch überregionale Probleme, in seinem Blog öffentlich zu machen und zu kommentieren.

Kritik an staatlichen Organen

Sein Blog – und sein Buch – thematisierten die Bereiche „Recht“ und „Vernunft“, fuhr Weickert fort. Moderne Gesellschaften könnten nur existieren, wenn sie sich Regeln in Form einer Rechtsordnung gäben und sie auch einhielten. Leider habe er festgestellt, dass sich staatliche Organe teilweise an die sie betreffenden Gesetze nicht hielten. Als Beispiele nannte der Verfasser das Öffentlichkeitsgebot für Gemeinderatssitzungen und die gesetzlich vorgeschriebene Frist für die Verabschiedung des Gemeindehaushalts.

Es gebe Gemeinden, die ihren Haushalt fristgerecht verabschiedeten, beispielsweise Marktheidenfeld und Weidhausen. Es sei aber nicht seine Aufgabe, sich in diesen Gemeinden zu erkundigen, wie das möglich sei, scherzte Weickert in Anspielung auf einen Zwischenruf in der Bürgerversammlung, sondern Aufgabe der Kämmerin, sich kundig zu machen.

Vernünftiges Handeln sieht Weickert dann vorliegen, wenn Entscheider Argumente und Fakten sachlich beurteilten, Informationen notfalls noch einmal hinterfragten und dann einen Beschluss fassten. Für Bauchentscheidungen sei bei wichtigen Angelegenheiten kein Platz.

Weickert kandidiert auf der Liste des Bürgervereins für den Stadtrat. Er habe sich das lange überlegt, aber wenn er sich mit seinem Blog so weit aus dem Fenster lehne, wolle er den Burgkunstadtern doch die Gelegenheit bieten, zu prüfen, ob er tatsächlich einige Dinge besser könne als manche amtierende Stadträte. Seinen Blog werde er aber weiterbetreiben, unabhängig vom Ausgang der Wahl.

Das Kapitel „Strahlenangst geht um in Altenkunstadt“ führte naturgemäß zu einer längeren Diskussion. Weickert schilderte auf Nachfrage aus dem Publikum aus seiner Sicht kurz die Auswirkungen von Strahlung auf Materie und auf den menschlichen Körper. Mobilfunkstrahlung könne, bei ausreichender Intensität, nur zu einer Erwärmung führen, lautete seine These. Die von vielen Wissenschaftlern wohl anders gesehen wird. Aber selbst für eine Erwärmung sei die Strahlungsleistung von Mobiltelefonen viel zu gering. Gefährlich hingegen sei die ultraviolette Sonnenstrahlung, weil sie Elektronen aus den Molekülen der Haut freisetzen könne. Dadurch werde das Erbgut geschädigt, was zu Hautkrebs führen könne.

„Strahlenangst geht um in Altenkunstadt“

Es gebe seit rund 30 Jahren in Deutschland Mobilfunk. Wenn tatsächlich vom Mobilfunk Gefahren ausgingen, hätten schon vermehrt bestimmte Krankheiten auftreten müssen. Das sei aber nicht der Fall, im Gegenteil: Seit einigen Jahren sei eine bestimmte Art von Gehirntumor in Deutschland auf dem Rückzug. Bisher sei es noch keinem Wissenschaftler gelungen, die Gefährlichkeit von Mobilfunkstrahlung durch wiederholbare Experimente nachzuweisen.

Wenn Hundehaufen neben dem Tütenspender liegen

Zum Abschluss las Weickert noch das Kapitel „Die Auswirkung einer Dog Station auf die Anzahl der Hundehaufen – eine episodische Untersuchung“. Dieses Kapitel verwendet die sprachliche Ausdrucksweise von wissenschaftlichen Arbeiten. Weickert wies aber darauf hin, dass es sich um keine wissenschaftliche Arbeit handle, wie der Zusatz „eine episodische Untersuchung“ schon andeute. Weickert stellte fest, dass sogar ein Meter neben der Dog Station Hundehaufen gelegen hätten, eine Dog Station also keine höhere Sauberkeit in der Stadt bringe.

Die Teilnehmer spendeten dem Autor für den kurzweiligen Abend dankbar Applaus.

 

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