ALTENKUNSTADT

Kita, Krippe und Hort im Haus des Kindes in Altenkunstadt

Kita, Krippe und Hort im Haus des Kindes in Altenkunstadt
Hinter dieser Villa in der Altenkunstadter Theodor-Heuß-Straße baut der BRK sein „Haus des Kindes plus“ mit 24 Krippen-, 25 Kindergarten- und 40 Hortplätzen. Das Nebengebäude (li.) muss einer Zufahrt und Stellplätzen weichen. Foto: Stephan Stöckel

Zehn Parkplätze sind für das Haus des Kindes plus vorgesehen, das der BRK-Kreisverband in der Theodor-Heuß-Straße in Altenkunstadt errichten will. Einige davon befinden sich im Einfahrtsbereich der Einrichtung. Ob die Zahl der Parkplätze ausreicht, bezweifeln Ludwig Winkler (FBO) und Maximilian Deuber (FWG). „Ich kann mir schon das Chaos vorstellen, wenn die Eltern ihre Kinder mit dem Auto anliefern oder abholen“, meinte Deuber am Dienstagabend im Bauausschuss.

Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) erklärte, dass das Personal auf einem benachbarten Grundstück, das dem Versandhaus Baur gehöre, parken werde. „Vage Zusagen helfen uns nicht. Die erforderlichen Stellplätze müssen dinglich gesichert sein“, erwiderte Winkler. Bauamtsleiterin Astrid Redinger betonte mit Blick auf die Baubeschreibung, dass die Anzahl der Stellplätze ausreiche und es in der Theodor-Heuß-Straße jede Menge öffentliche Parkplätze gebe. Gunter Czepera (CSU) verwies auf die Wendemöglichkeit auf dem Gelände.

„Vage Zusagen helfen uns nicht. Die erforderlichen Stellplätze müssen dinglich gesichert sein.“
Ludwig Winkler, Gemeinderat (FBO)

Dem Bauantrag für das drei Millionen Euro teure Vorhaben, stimmten alle zu. Im Juni hatte der Lichtenfelser Architekt Gerd-Peter Lauer im Gemeinderat die Einrichtung vorgestellt, mit der gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Das Erdgeschoss beherbergt eine Kinderkrippe mit 24 Plätzen und eine Kindertagesstätte für 25 Jungen und Mädchen, das Obergeschoss einen Hort für 40 Kinder im Grundschulalter, die dort unter pädagogischer Aufsicht ihre Hausaufgaben erledigen.

„Wohnen im Apfelgarten“ heißt ein gemeinsames Wohnprojekt der Baufirma Raab aus Ebensfeld und des Caritas-Kreisverbandes im Herzen von Altenkunstadt. Im November hatte der Bauausschuss für den ersten Bauabschnitt des Vorhabens das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Nun folgt der zweite Bauabschnitt mit zehn weiteren Wohnungen und fünf Carports, der ebenfalls einhellig begrüßt wurde. Wie schon beim Haus des Kindes wunderte sich Winkler über die geringe Anzahl von Stellplätzen. Sie rührt daher, dass die Eigentumswohnungen an Senioren verkauft werden sollen, von denen die wenigsten über ein Auto verfügen. Allerdings gab Winkler zu bedenken, dass der Begriff barrierefrei dehnbar sei. „Es muss nicht heißen, dass die Wohnung ein Senior bekommt, es kann auch ein jüngeres Ehepaar oder eine Familie sein, die mehr mobilen Bedarf haben.“ Um dies zu verhindern, müsste die Stellplatzordnung geändert werden, sagte Redinger. Eine solche Änderung dürfe man nicht auf die lange Bank schieben, forderte Sebastian Fischer (JB). „Damit habe ich kein Problem“, stimmte ihm der Bürgermeister zu. Das Bauvorhaben wurde einstimmig gebilligt.

Werbetafel in Weismainer Straße kommt, aber ohne Beleuchtung

Die umstrittene Werbeanlage in der Weismainer Straße kann aufgestellt werden. Zunächst hatte der Ausschuss eine Aufstellung abgelehnt, um die Werbeflut in der Durchgangsstraße einzudämmen, wie berichtet. Nachdem das Landratsamt und das Staatliche Bauamt die Ablehnung für rechtswidrig erklärt hatten, sprach sich das Gremium dafür aus, darauf hinzuwirken, dass die Beleuchtung in Sommernächten zum Schutz der Insekten abgeschaltet wird. „Laut Landratsamt ist eine Beschränkung der Beleuchtungszeit baurechtlich nicht möglich“, teilte der Bürgermeister mit. Zugleich hatte er eine erfreuliche Nachricht: „Die Deutsche Plakat-Werbung GmbH hat uns mitgeteilt, auf eine Beleuchtung zu verzichten.“ Mit Ausnahme von Norbert Schnapp (JWU) stimmten alle für eine Aufstellung.

Der Gartenbauverein und die Freiwillige Feuerwehr Prügel wollen den Kulturstadel um einen Abstellraum erweitern. Das wurde gebilligt.

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