ARNSTEIN

CSU: Weismain hat viel für die Zukunft investiert

Wahlen
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Bernd Weissbrod (dpa)

Vor großen Herausforderungen stehe die Stadt Weismain in den nächsten Jahren an, sagte Bürgermeister Udo Dauer bei einer Wahlveranstaltung der CSU in Arnstein.

Für diese stünden er und die Stadträte der drei CSU-Verbände Weismain, Jura-Ost und Jura-West bereit. Es werde oft so getan, als sei in den vergangenen sechs Jahren in Weismain nichts geschehen und keine Ziele erreicht worden. Tatsächlich habe die Stadt jedoch rund 38 Millionen Euro investiert. Daher könne man solche Aussagen nur als Populismus werten.„Unterschiedliche Auffassungen gehören zum alltäglich Leben und gerade im Wahlkampf dazu, aber sie sollten schon stimmig sein“, meinte Dauer. So sei in seinen 18 Jahren als Kommunalpolitiker ein sehr gutes Netzwerk geschaffen worden. Dies bestätigen auch Mitstreiter, Ämter und Behörden. Bei seinem Amtsantritt im Jahr 2007 sei die Stadt fast handlungsunfähig gewesen. Im Sinne der kommunalen Zusammenarbeit habe damals die Gemeinde Altenkunstadt unbürokratisch mit Verwaltungspersonal in Weismain ausgeholfen.

Dauer kritisiert „Ammenmärchen über die Verwaltung“

„Was über die Verwaltung unter meiner Führung gesagt wird, sind Ammenmärchen“, kritisierte Dauer. Er lud alle Bürger ins Rathaus ein, um sich vom Gegenteil zu überzeugen. Alle Neustrukturierungen seien in einem hervorragenden Teamwork entstanden. Bedauerlich sei es, dass mit Geschäftsleiter Dietmar Zwillich und Werner Zeis von der Bauverwaltung zwei erfahrene Beamte in den Ruhestand beziehungsweise Altersteilzeit gehen, aber mit Frank Gebhardt und Sybille Suske seien zwei sehr gute Nachfolger gefunden worden.

Mit den geplanten Projekten werde die Verschuldung der Stadt wieder steigen, doch dürfe nicht vergessen werden, dass diese in den vergangenen Jahren um fünf Millionen Euro gesenkt worden sei. „Zuschüsse und Zuwendungen werden auch in Zukunft für die Jurastadt wichtig sein“, betonte Dauer. „Abstimmungen im Stadtrat über Projekte und angestoßenen Tätigkeiten sind fast alle einstimmig erfolgt, daher verstehe ich nicht, warum alles schlecht gewesen sein“, wunderte er sich. Das wichtigste sei es, Sachpolitik für alle Bürger zu machen. Deshalb sei es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen.

Roland Säum: Nachhaltige Stadtentwicklung das Ziel

Mit dem Breitbandausbau sei es dank „Höfebonus“ und Giga-Bit-Richtlinien gelungen, in Weismain Telekommunikation, Home-Office oder Online-Banking gleichzeitig zu ermöglichen. „Das Ziel ist, dass alle Glasfaseranschluss bis zum Haus haben“, sagte Dauer. Dazu würden alle möglichen Förderprogramme genutzt. Dauer ging auf weitere Großprojekte wie die Rathaussanierung und die Kanalsanierung in der Innenstadt ein.

Bei der Vorstellung der Stadtratskandidaten versicherte Johannes Ruß, dass bei Entscheidungsfindungen die Meinung der Bürger gehört werden solle. Er als Arbeiter im Ehrenamt werde sich dabei engagieren: „Wir müssen so arbeiten, dass auch die nächsten Generationen in Weismain und seinen Ortsteilen zufrieden leben können.“ Die Ziele für die nächsten Jahre müssten Klarheit, Transparenz und Nachhaltigkeit sein, forderte Roland Säum. Kreistagskandidat Niklas Stadelmann bat darum, bei der Kommunalwahl auch jungen Kandidaten eine Chance zu geben. Nur so könnten sie die Region am Obermain und dem Jura mitgestalten. (red)

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