MAINROTH

Hat sich Mainroth beim Jubiläum verrechnet?

Einen furiosen Auftritt boten (v.li.) Michael Gärtlein, Margit Gärtlein und Benjamin Kraus als „Die drei Tenöre“. Foto: Ingrid Kohles

Mit dem Narhalla-Marsch hielt die fünfte Jahreszeit Einzug ins Jugendhaus St. Heinrich. Mit lustigen Gstanzl stimmte Marianne Fiedler die Senioren auf die närrische Zeit ein. Unter das Publikum hatten sich auch Pater Josef Gibus, Diakon Herbert Mayer und Eva-Maria Horn, die Seniorenbeauftragte der Stadt Burgkunstadt, gemischt.

„Wir feiern 900 Jahre Mainroth, da muss doch ein Festbaum her“, platzte Helmut Fiedler in die Begrüßung von Margret Krause und brachte einen ausgedienten Christbaum auf die Bühne, den er mit bunten Luftballons und Luftschlangen verzierte.

Nach dem Kaffeetrinken nahm das Faschingstreiben richtig Fahrt auf. Beim Sketch „Die 900 Jahr Feier von Mainroth“ hatten Margret Krause, Margit und Michael Gärtlein, Benjamin Kraus und Helmut Fiedler die Lacher auf ihrer Seite, als sie feststellten, dass die Mainröther ein Jahr zu früh feiern. Schließlich feiere man den ersten Geburtstag eines Kindes auch erst nach dem ersten Lebensjahr. Sie schlugen vor, die kürzlich erschiene Ortschronik umzuschreiben in „901 Jahre Mainroth“.

Wie schreckt man Nudeln ab, fragt sich die Pfarrköchin

Mit großem Tamtam zog Edwin Jungkunz, bekannt als der „Baschdörfer“, als Wahlkandidat ein. Als der „Kandidat Edi“ beim Erstellen der Liste gefragt wurde, welchen Platz er denn auf der Liste haben wolle, erklärte er, dass ihm das egal sei. Aber Platz 52 war ihm doch zu schlecht. Schließlich sei er seit Jahren der stellvertretenden Kassenprüfer des Karnickelzuchtvereins und stelle somit etwas dar im öffentlichen Leben.

Über sein Leben mit dem „Kunnerla“ berichtete Helmut Fiedler als „Ko(r)l“. Margit Gärtlein legte einen vielbelachten Auftritt als Bewerberin um die Stelle einer Pfarrköchin hin. „Wie bitteschön, schreckt man Nudeln ab, wenn die einfach nicht erschrecken wollen?“, fragte sie das Publikum. „Und binden Sie mal eine Sauce, mit meiner Schnur hat das nicht geklappt, obwohl ich es stundenlang versucht habe.“ Die Zuhörer lachten Tränen. Einen Heiterkeitserfolg erzielte auch Marianne Fiedler mit dem gespielten Witz „Die schwerhörige Oma beim Arzt“, die statt der Diagnose „Sie haben eine Thrombose, die muss man operieren, das kostet viel Geld“ des Arztes Helmut Fiedler verstand, sie habe einen Traumbusen, den müsste man fotografieren und dann bekäme sie viel Geld.

Was eine schwerhörige Oma beim Arzt versteht

Marianne Fiedler kündigte an „Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut und nach langen Verhandlungen ist es gelungen, die „Drei Tenöre“ zu verpflichten. Passend zum Lied „Aber dich gibt?s nur einmal für mich“ legten Margit und Michael Gärtlein und Benjamin Kraus einen furiosen Auftritt hin. Die Zuschauer kamen aus dem Lachen nicht heraus und forderten lautstark eine Zugabe. Zwischen den Sketchen sorgte Edwin Jungkunz mit wohlbekannten Weisen, bei den alle kräftig mitsangen, für Heiterkeit und Frohsinn. Dazwischen streute er immer mal wieder einen Witz ein und unterhielt sein Publikum vortrefflich.

„Das Geschenk zur 900-Jahr-Feier nehme ich wieder mit“, sagte Aufsicht Helmut Fiedler, „weil ihr euch verrechnet habt.“ Foto: Ingrid Kohles
Lustige Gstanzl sang Marianne Fiedler zum Auftakt. Und die bunt kostümierte Helferschar schunkelte kräftig mit. Foto: Ingrid Kohles
Als stellvertretender Kassenprüfer des Karnickelzuchtvereins wollte der Kandidat Edi einen der vordersten Plätze auf der... Foto: Ingrid Kohles

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