STRÖSSENDORF

Georg Deuerling für Befragung zum Lehrschwimmbecken

Wahlschein
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Bodo Schackow (ZB)

Bürgernah, unabhängig und sachbezogen, so sehen sich die Freien Wählergemeinschaft und die Freien Bürger der Ortsteile von Altenkunstadt. Zum Wahlkampfauftakt in der in der Gastwirtschaft Reichstein in Strössendorf stellten sich Bürgermeisterkandidat Georg Deuerling und die Bewerber für die Gemeinderatslisten vor.

Gemeinderat Ludwig Winkler erklärte, dass für die Freien Wähler die Zukunft der Region und die Bürgernähe wichtig seien. Die Gemeindepolitik solle unabhängig, auch mit dem Mut zu eigenen Entscheidungen sein. Ebenso sachbezogen und mit der Bereitschaft, vernünftige und gute Vorschläge von anderen Gruppierungen zu unterstützen. Er sprach sich für Transparenz und die frühzeitig Einbeziehung der bei allen Entscheidungen aus.

Bauherrenausschuss zur Grundschule sollte öfter tagen

Der Bürgermeisterkandidat Georg Deuerling habe als amtierender Zweiter Bürgermeister sowohl seine Fachkompetenz in baulichen Fragen als auch bei der Wahrnehmung von Führungsaufgaben bewiesen, sagte Winkler. Deuerling erläuterte die Beweggründe für seine Kandidatur. Bei der Grundschulsanierung hätte er gegen ein Bürgerbegehren nichts einzuwenden gehabt, nur sei der gewählte Zeitpunkt denkbar schlecht gewesen. Der Bauherrenausschuss habe bisher nur dreimal getagt, wodurch die Chance verschenkt worden sei, den Sachverstand der Gemeinderäte zu nutzen. „Beim Gewerbegebiet in Woffendorf wird es Zeit, etwas damit anzufangen und mit der Wirtschaft, Unternehmen oder Handwerkern konkrete Gespräche zu führen“, forderte Deuerling.

Der Bau des Kinderspielplatzes auf dem Kordigast sei erfreulich, doch sei dabei eine ordentliche Zufahrt vergessen worden. Seit langem forderten die Freien Wähler diese, auch mit Blick auf die Zufahrt von Rettungsfahrzeugen bei einem Notfall.

Der Bürgermeisterkandidat ging auf das vereinfachte Dorferneuerungsverfahren in Baiersdorf ein und sprach sich für die Installierung von Solaranlagen auf Hausdächern statt in der Landschaft wie in Wolfsloch aus. Kritisch äußerte er sich auch über das Vorgehen bei der Erschließung. Beim geplanten Lehrschwimmbecken gehe Bürgermeister Hümmer von einem 90-prozentigen Zuschuss aus, obwohl bedacht werden müsste, dass die Förderung in ähnlichen Fällen nur 70 Prozent betrage. Wäre dies der Fall müsste die Gemeinde bei geschätzten Kosten von rund sieben Millionen Euro einen Anteil von 2,7 Millionen Euro aufbringen – zusätzlich zum Unterhalt. „Unter diesen Voraussetzungen wäre es sinnvoll mit einem Bürger- oder Ratsbegehren die Einwohner nach ihrer Meinung bei dieser Entscheidung zu befragen“, sagte Deuerling.

Ladestation für Elektroautos und Online-Übertragung von Ratssitzungen

Bei der Aussprache forderten Bürger eine Geschwindigkeitsbeschränkung in der Zeublitzer Straße. Obwohl sie das vor Monaten beantragt hätten, habe die Gemeindeverwaltung nicht reagiert. Gemeinderatssitzungen sollten unter Beachtung des Datenschutzes im Internet übertragen werden, damit die Jugend am Gemeindegeschehen teilnehmen kann, wurde angeregt. Eine Ladestation für Elektrofahrzeuge war ein weiterer Wunsch. (red)

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