BURGKUNSTADT

Bürgerverein Burgkunstadt will Budgets für die Stadtteile

Wahlen
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Bernd Weissbrod (dpa)

Den Fragen der Gärtenrother Bürger stellte sich der Bürgerverein Burgkunstadt in seiner Wahlveranstaltung am 16. Januar im Restaurant das rot”. In einer gut besuchten lebhaften Runde diskutierten die Stadtratskandidaten mit ihren Gästen aktuelle Probleme. Der Gärtenrother Stadtratskandidat Tino Motschmann moderierte den Abend. Es stellten sich ferner die Kandidaten Dr. Ulrike Dinglreiter, Filips Callens, Otto Scheid, Melanie See, Markus Erhardt, Reinhard Englert und Dr. Marcus Dinglreiter vor.

Landwirte bei der Nutzung erneuerbarer Energie unterstützen

Die Spitzenkandidatin Dr. Ulrike Dinglreiter erklärte, was den Bürgerverein als überparteiliche Wählervereinigung von anderen Gruppierungen im Stadtrat unterscheide. Sie stellte das Konzept der Budgets für die Wahrnehmung der freiwilligen Aufgaben der Stadtteile vor. Dabei sollten die Dorfgemeinschaften ein Mitspracherecht bei der Mittelverwendung bekommen. Außerdem sprach sich Ulrike Dinglreiter dafür aus, die Landwirte dabei zu unterstützen, ihr Einkommen auch durch die Produktion von erneuerbaren Energien zu sichern. Hier wären Bürgerbeteiligungskonzepte möglich – was einem der Hauptthemen des Bürgervereins, nämlich die stärkere Beteiligung der Bürger an der Entwicklung der Stadt – entspreche. Wirtschaftsförderung für die über 300 kleinen und mittleren Unternehmen, Klimaneutralität sowie ein Sozialkonzept wurden ebenfalls angesprochen.

An erster Stelle der die Gärtenrother bewegenden Themen stand der Unmut über die aus Sicht der Anwesenden unzureichende Information und Bürgerbeteiligung bei der Frage der zukünftigen Wasserversorgung in der Gärtenrother Gruppe. Die Wasserleitungen stammen aus dem Jahr 1972 und bedürfen einer grundlegenden Sanierung. Tino Motschmann sagte zu, sich der Anregung einer Bürgerversammlung zu dem Thema anzunehmen.

Wunsch nach Bürgerversammlungen in den Stadtteilen

Ein Bürger regte jährliche Bürgerversammlungen in den Stadtteilen an, um die Kommunikation zu verbessern. Außerdem solle die Stadt Burgkunstadt transparenter machen, wie sich die Investitionen in einer Amtsperiode auf die Stadtteile verteilen und dazu eine Pro-Kopf-Statistik veröffentlichen. Die Gärtenrother seien zwar grundsätzlich mit ihrer Situation zufrieden, so der allgemeine Tenor, dennoch hätten sie mit dem Problem zu kämpfen, dass immer weniger junge Leute in die Dörfer ziehen würden. Man merke dies auch in der Vereinsarbeit. Die Stadt solle daher ein abgestimmtes Konzept für Baugebiete entwickeln, das auch die Stadtsteile einbeziehe.

Mehr Ideen für die kommunale Zusammenarbeit zu entwickeln, schlug ein Teilnehmer vor. So könne man die Fuhrparks zusammenlegen und anstatt Millionen für Architekten- und Ingenieurhonorare auszugeben, zwei bis drei Ingenieure fest anstellen. Diese sollten vor allem die Wasser- und Abwasserplanungen für die Kommunen übernehmen, um damit den Haushalt zu entlasten.

Marcus Dinglreiter stellte klar, dass der Bürgerverein aus haushaltsrechtlichen Gründen gegen die Straße in Eben gestimmt habe, nicht weil er gegen die Straße gewesen sei.

Die Bürger diskutierten auch rege über Klimapolitik und den anstehenden Leitfaden für Photovoltaik-Freiflächen. „Mit den angedachten Leitlinien für Freiflächen-Photovoltaik befindet sich der Stadtrat auf einem guten Weg. Wir unterstützen ausdrücklich die auch von der CSU vorgebrachte Forderung nach Bürgerbeteiligung und gehen davon aus, dass Bürgerbeteiligung bei Freiflächen-Photovoltaik auf eine breite Zustimmung im Stadtrat stoßen könnte“, sagte Marcus Dinglreiter.

Weitere Artikel zur Kommunalwahl am 15. März finden Sie unter www.obermain.de/kommunalwahlen.

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