BURKHEIM

Das Golddorf Burkheim öffnet seine Gärten

Die Ehrung treuer Mitglieder stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Gartenbauvereins Burkheim. Vorsitzende Walburga Kraus (re.), Kreisfachberater Michael Stromer (2. v. li.) und Bürgermeister Robert Hümmer (2. v. re.) gratulierten. Foto: Bernd Kleinert

Burkheim und Tauschendorf sind am Sonntag, 28. Juni, Schauplatz des jährlichen „Tags der offenen Gartentür“ des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege. Der Gartenbauverein Burkheim wird ihn ausrichten. Darauf verständigten sich die Mitglieder bei ihrer Jahresversammlung im Saal des Landgasthofs Fiedler.

„Wenn im Landkreis Gartentüren geöffnet werden, stößt dies auf großes Interesse“, erklärte Kreisfachberater Michael Stromer. Er appellierte an die Mitglieder, ihre Gärten so zu präsentieren wie sie sind, ohne sie extra groß herauszuputzen. Dem Kreisverband gehe es um das Ländliche, Traditionelle und gerade im „Golddorf“ Burkheim habe man „klasse Gärten“. „Sieben, acht Privatgärten sollten an diesem Tag schon besichtigt werden können. Sind es weniger, ist es auch okay“, sagte Stromer. Was die Verköstigung der Besucher anbelangt, sei es dem Gartenbauverein überlassen, ob er eine Bewirtung organisieren möchte. Der „Tag der offenen Gartentür“ beginnt um 10 Uhr und endet gegen 17 Uhr.

„Zum Glück gibt?s im Gartenbauverein fleißige Rentner. Ihr seid nicht mit Geld zu bezahlen.“
Walburga Kraus, Vorsitzende

Vorsitzende Walburga Kraus ließ das Vereinsjahr Revue passieren. Ihre Ausführungen machten deutlich, dass neben informativen und geselligen Veranstaltungen auch die Ortsverschönerung nicht zu kurz gekommen ist. Hervorragende Arbeit wurde in der Jugendgruppe „Grashüpfer“ geleistet. Kraus erinnerte an die Vorträge über Tomaten und naturnahe Gärten, den kulinarischen Abend zum Thema „Wir feiern ein Herbstfest“ in der Lehrküche der Altenkunstadter Mittelschule und an den Kordigast-Filmabend mit Andreas Kerner aus Oberlangheim. „Füreinander da sein“ lautete das Motto der von Mitglied Johanna Baier gestalteten Maiandacht in der Tauschendorfer Kapelle mit anschließendem Grillfest. Die Hälfte des Erlöses kommt dem kleinen Gotteshaus zugute.

Schöne Gemeinschaftserlebnisse waren Kraus zufolge die von Hans Ahles organisierte Winterwanderung nach Spiesberg und der Jahresausflug nach Schwabach. Mit vier Mannschaften hätten sich die Gartenfreunde an den Ortsmeisterschaften der Altenkunstadter Zimmerstutzen-Schützengesellschaft beteiligt und dabei hervorragende Ergebnisse erzielt.

Auch im Bereich der Ortsverschönerung waren die Hobbygärtner aktiv. Die Vorsitzende berichtete von zahlreichen Arbeitseinsätzen in Burkheim und Tauschendorf. So habe man bei einem „Frühjahrsputz“ den Spielplatz auf Vordermann gebracht, für das „Golddorf“ einen Osterbrunnen gestaltet, Obstbäume geschnitten und öffentliche Grünflächen gepflegt. „Zum Glück gibt?s im Gartenbauverein fleißige Rentner. Ihr seid nicht mit Geld zu bezahlen“, lobte die Vorsitzende.

Der Gartenbauverein zählt 213 Mitglieder. Es wurden eine Neuaufnahme, zwei Todesfälle und drei Austritte registriert. Kraus dankte allen, die mitgeholfen hätten, Burkheim lebens- und liebenswert zu erhalten. Dank galt ebenso der Geschäftswelt, der Gemeinde Altenkunstadt für die Überlassung des Vereinsraums und die finanziellen Zuwendungen, dem Bauhof, der stets zur Stelle sei, sowie dem Obstkelterei-Team und allen Spendern.

Auch die Jugendgruppe „Grashüpfer“ war recht aktiv. Gabi Rinker, die zusammen mit Anja Nüßlein, Simone Gräbner und Martina Mirwald den Vereinsnachwuchs betreut, berichtete von 14 Veranstaltungen, die durchwegs große Resonanz gefunden hätten. Highlights waren ihren Worten zufolge die Kürbisfete, die Töpfer-Aktion in der Umweltstation Weismain und das Wochenend-Zeltlager. Man habe Muttertagsgeschenke gebastelt und bei einem Ausflug nach Prächting unter fachkundiger Anleitung Insektenhotels gebaut. „Wir haben Vogelnistkästen geleert, eine Osternestersuche organisiert, Gemüsekisten angelegt und beim Einflechten des Weidentunnels geholfen“, berichtete Rinker. Sie dankte allen, die für die Anliegen des Vereinsnachwuchses immer ein offenes Ohr hätten, sowie allen Helfern. Der Kassenbericht von Schatzmeisterin Beate Schreck verdeutlichte, dass der Gartenbauverein über eine solide Finanzbasis verfügt.

Robert Hümmer: Burkheim macht seinem Namen als Golddorf Ehre

„An Arbeit hat es euch im letzten Jahr wirklich nicht gemangelt“, stellte Bürgermeister Robert Hümmer fest. Dem Einsatz der Gartenfreunde sei es zu verdanken, dass Burkheim seinem Beinamen „Golddorf“ nach wie vor alle Ehre mache, und auch die kleine Ortschaft Tauschendorf könne sich sehen lassen. „Dank der rührigen Jugendarbeit muss uns um die Zukunft des Vereins nicht bange sein“, sagte Hümmer.

Walburga Kraus informierte über das Jahresprogramm des Kreisverbandes. Sie lud zu einem Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder am 25. Februar um 19 Uhr in die Burkheimer Heilig-Kreuz-Kapelle ein. Im Anschluss zeigte Hans-Jürgen Köstner schöne Bilder von den Aktivitäten der Gartenfreunde und vom Burkheimer Dorfgeschehen.

Ehrungen

Die Ehrung treuer Mitglieder stand im Mittelpunkt der Versammlung. Vorsitzende Walburga Kraus, Kreisfachberater Michael Stromer und Bürgermeister Robert Hümmer überreichten Urkunden sowie Ehrennadeln des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege. 25 Jahre Mitgliedschaft: Anja Nüßlein und Hans-Joachim Nüßlein. 15 Jahre: Katrin Kolb, Ute Schreck, Jonathan Rinker, Florian Zapf, Corinna Schnapp, Christian Schnapp, Trudel Bunkenburg und Wolfgang Kupitz.

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