MAINROTH

Bürgerstammtisch der Freien Wähler in Mainroth

Wahlkabine
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: A3929/_Julian Stratenschulte (dpa)

„Die Bürgerstammtische der Freien Wähler erhalten immer größeren Zuspruch“, stellte Stadträtin Ingrid Kohles bei der Begrüßung der zahlreich erschienenen Bürger in Mainroth fest. Im Mittelpunkt des Interesses stand die FW-Bürgermeisterkandidatin, Susanne Bock von Wülfingen.

„Warum tun sie sich eine Kandidatur für dieses Amt an, wenn sie doch noch vom Vater her wissen, dass das sehr zeitaufwändig und aufreibend ist?“, war eine der Fragen. Ihre Antwort kam ohne Zögern: „Ich habe das Gefühl, dass wir in den letzten Jahren nur verwaltet wurden, diesen Dornröschenschlaf möchte ich beenden.“ Susanne Bock von Wülfingen versicherte, dass sie im Falle ihrer Wahl zur Bürgermeisterin über Parteigrenzen hinweg zusammen arbeiten wolle. „Wir Freien Wähler wollen das Zusammengehörigkeitsgefühl, das in den Ortsteilen noch stark ausgeprägt ist, wieder in die Stadt bringen. Es gilt, für alle Generationen zu arbeiten, Wohnraum für alle zu schaffen, damit die älteren Mitbürger nicht gezwungen sind wegzuziehen." Man müsse Investoren suchen, um ein Generationenwohnen zu ermöglichen.

Die Kindergärten seien derzeit recht gut aufgestellt, aber übervoll, auch da müsse für die Zukunft Vorsorge getroffen werden. Zu befürchten sei, dass in drei bis vier Jahren nicht genug Platz in der Grundschule für die Kinder ist, die derzeit in den Kitas sind.

„Mir fehlen die klaren Ziele, die für die Zukunft formuliert werden, um unsere Stadt attraktiver zu machen“, so die Bürgermeisterkandidatin. „Ich weiß aus meiner derzeitigen Tätigkeit bei der Firma Baur, dass viele unserer von auswärts kommenden Dienstleister keine Wohnung hier finden. Sie sind gezwungen auswärts zu wohnen, das schwächt die Kaufkraft und die Wirtschaft, das müssen wir ändern.“ Die Frage, wie die Meinung der Freien Wähler zur Mainrother Umgehung ist, zeigte, dass dieses Thema den lärmgeplagten Einwohnern auf den Nägeln brennt. „Mainroth braucht die Umgehung“, betonte Susanne Bock von Wülfingen. Im Moment befindet sich das Projekt in der Planfeststellung, ergänzte Ingrid Kohles. Die FW unterstützten den Wunsch der Mainrother, dass die dringend benötige Umgehung endlich gebaut wird.

Hilfe bei der Erschließung von Bauplätzen in Mainroth

Bei der Forderung nach Bauplätzen in Mainroth versprach die Bürgermeisterkandidatin Hilfe. Allerdings kosteten Verhandlungen mit Grundstückseigentümern Zeit und Geduld. Damit die Dörfer nicht ausbluten, müsse auch in den Ortsteilen Bauland geschaffen werden. Sie denke hierbei vor allem an den Uni-Campus in Kulmbach. Mainroth sei für Menschen, die gerne im Grünen wohnen, eine anziehende Alternative.

Die FW seien offen für Klimaalternativen, allerdings müsse darauf geachtet werden, dass die Menschen, die hier leben, nicht über Gebühr belastet werden. Weil im Stadtrat über die Nutzung des „Büttner-Hauses“, schlicht „Akropolis“ genannt, berichtet wurde, forderte ein Bürger Auskunft darüber. Ulf Müller verwies darauf, dass die Stadt das marode Gebäude vor Jahren gekauft hatte, um es abzureißen und ein kleines Parkhaus dort zu errichten. In der jüngsten Sitzung wurde eine Studie vorgestellt, wonach es in der Ober- und Unterstadt ausreichend Parkplätze gibt und daher keine weiteren gebraucht würden. Diese Aussagen werden von den Stadträten angezweifelt. Die Stadtentwicklungsplaner haben klargestellt, dass von der Regierung nur bei einer Sanierung des Gebäudes Zuschüsse zu erwarten sind. Die Planer wollen die Kosten der vorgestellten drei Varianten ermitteln, dann gelte zu prüfen, wer das finanzieren könne.

Zum alten Brauhaus fand im Dezember eine Besprechung mit Architekt Schilling statt. Dieser erhielt den Auftrag, die Kosten für den angestrebten Umbau zu ermitteln.

Weitere Artikel zur Kommunalwahl am 15. März finden Sie unter www.obermain.de/kommunalwahlen.

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