WEISMAIN

Im Einsatz für ihre Stadt: Ehrung für Weismainer Bürger

Nach der Ehrung mit Ehepartnern (v. li.):Bürgermeister Udo Dauer, Lucia und Johannes Dauer, Dritter Bürgermeister Michael Dreiseitel, Franz und Barbara Besold, Elsbeth und Andreas Düthorn und Zweiter Bürgermeister Hans Schott. Foto: Roland Dietz

Im Rahmen der Jahresabschlusssitzung des Stadtrats wurden drei verdiente Bürgerinnen und Bürger der Jurastadt ausgezeichnet. Das Gremium hatte beschlossen, neben den silbernen und goldenen Ehrenmedaillen ab sofort für langjähriges ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Stadt, von Vereinen oder anderen Gesellschaftsgruppen eine „Ehrennadel“ zu verleihen.

Diese Ehrennadel sei eine sinnvolle Auszeichnung, die das Ehrenamt stärkt, meinte dazu Roland Säum. Bürgermeister Udo Dauer erklärte, dass die drei zu Ehrenden sich in verschiedensten Bereichen Verdienste für die Allgemeinheit erworben haben. Sie setzten sich für das Wohl der Stadt und ihrer Mitbürger mit viel Herzblut, Freude und Engagement ein. „Wir freuen uns über Mitbürger, die ihre Kompetenz und ihre Zeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen“, betonte Dauer.

Motor der „Naturfreunde Görauer Anger“: Elsbeth Düthorn

Die erste Trägerin der „Ehrennadel“ ist Elsbeth Düthorn. Sie ist Gründungsmitglied, das Gesicht und der Motor der „Naturfreunde Görauer Anger“, die 1992 ins Leben gerufen wurden. Wenn es um Ortsverschönerung innerhalb und außerhalb von Görau geht, begeistert sie alle anderen Mitstreiter zum Mitmachen, würdigte sie Udo Dauer in seiner Laudatio.

Gezeigt habe sich dies bei zahlreichen Wettbewerben. Der Sieg auf Kreisebene 2103 bei „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“ sei dabei sicherlich der Höhepunkt gewesen. Mit viel Sensibilität und Gespür für Gestaltung, Verträglichkeit, Ökologie, Umwelt und Natur habe sie mit ihrem Verein aus dem Stadtteil Görau einen blühenden und erlebenswerten Ort gemacht.

Kommandant und Vorsitzender des Kapellenvereins: Johannes Dauer

Der zweite Träger der „Ehrennadel“ ist Johannes Dauer. Seit seinem 18. Lebensjahr ist er aktiv in der FFW Wallersberg-Mosenberg. Fast 25 Jahre war er als 1. Kommandant tätig. Weiterbildungen, Schulungen, die Gründung einer Damenfeuerwehr, eine hervorragende Jugendarbeit und damit eine hohe Qualifizierung der Wehr seien für ihn selbstverständlich gewesen. Aber auch bei der Erweiterung und Renovierung des Feuerwehrhauses und dem unvergessenen Jubiläumsfest 2009 war er federführend.

Auch habe er vor zehn Jahren den Kapellenerhaltungsverein für das kleine Gotteshaus Sankt Katherina oberhalb von Wallersberg mit gegründet. Hier fungiert er als 1. Vorsitzender. Ohne ihn und seine Mitstreiter wäre die Renovierung, die 2018 abgeschlossen wurde, für die Stadt Weismain finanziell nicht möglich gewesen.

Konditor und der „Till“ von Weismain: Franz Besold

Mit der silbernen Ehrenmedaille wurde Franz Besold bedacht. Sein Engagement wurde zuletzt mit der Verleihung des Frankenwürfels durch den mittelfränkischen Regierungspräsidenten von hoher Stelle gewürdigt. 1984 trat Besold als „Till“ beim Weismainer Fasching erstmals in die Bütt. Im bunten Narrengewand bekommen seitdem jedes Jahr Bürgermeister, Politiker und lokale Geschehnisse ihr Fett weg.

Den Weismainer Fasching würde es ohne ihn in dieser Form nicht geben, zeigte sich Udo Dauer sicher. Ob bei der Organisation des Gaudiwurms, dem Sturm der närrischen Weiber auf das Rathaus und dem Kaulhaaznfieber im Rathauskeller – der „Till“ ist immer dabei. „Wegen dir kommen Tausende zum Fasching nach Weismain“, hob Dauer an Franz Besold gewandt hervor.

„Wegen dir kommen Tausende zum Fasching nach Weismain.“
Bürgermeister Udo Dauer zu Franz Besold

Mittlerweile habe er den Namen der Jurastadt auch über Franken hinaus bekannt gemacht. Wie er seine Faschingsauftritte in Mainz, Veitshöchheim und Weismain mit seinem Beruf als Konditor in Einklang bringt, weiß nur er selbst. Dadurch kommen aber auch immer wieder Prominente nach Weismain: Der Kabarettist Michl Müller oder der Bauchredner Sebastian Reich oder der ehemalige Fastnachts-Präsident von Veitshöchheim, Bernhardt Schlereth, geben sich in Weismain gern die Ehre. Mit den Erzeugnissen seiner Konditorei ist er außerdem in Franken und bei deutschen Prominenten längst ein Genussbotschafter für Weismain geworden.

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