WEISMAIN

Adventseinläuten verzaubert Groß und Klein

Allerliebst spielte die Flötengruppe der Grundschule beim Adventseinläuten. Foto: Roland Dietz

Rund 250 Erwachsene und Kinder ließen sich zum Beginn der „Staaden Zeit“ beim traditionellen ökumenischen Adventseinläuten vor dem Rathaus verzaubern. Mit dem alten Adventschoral „Macht hoch die Tür“ eröffnete der Posaunenchor Buchau-Weismain die kleine Feier.

„Die läutenden Glocken haben uns gesagt, es kommt die Weihnachtszeit. Gott kommt zu uns in diesen Tagen, um uns seine Gnade zu zeigen“, sagte Pfarrerin Claudia Jobst. Da stelle sich die Frage, wie jeder sich auf die Geburt Christi vorbereite. Stille und Ruhe seien in der Adventszeit selten geworden. „Stille heißt in diesen Tagen auch Respekt vor den Mitmenschen und vor Gott“, betonte sie.

„Es ist nicht von Bedeutung, ob ein Essen opulent oder klein ist. Wichtig ist, dass man an einem Tisch gemeinsam sitzt.“
Gerhard Möckel, Stadtpfarrer

„Adventsgedanken“ hieß sinniger Weise das erste Lied, das die Flötengruppe der Abt-Knauer-Grundschule spielte. Auch das Lied „Seht die gute Zeit ist nah“ passte ins Bild der etwas anderen Adventsbegegnung. Vor dem Weihnachtskonsum mit Hektik, Kaufrausch, und Stress warnte auch Stadtpfarrer Gerhard Möckel. Vor lauter Werbung und Reizüberflutung werde oft vergessen, worum es eigentlich im Advent geht: „Es ist nicht wichtig wie groß das Päckchen für den sogenannten Gabentisch ist. Es ist nicht von Bedeutung, ob ein Essen opulent oder klein ist. Wichtig ist, dass man an einem Tisch gemeinsam sitzt.“ Advent werde durch gegenseitigen Respekt eine Zeit der Besinnung, der Vergebung eine Zeit der Liebe. Dadurch werde schließlich auch die Geburt Christi in Frieden und Freude erlebbar.

Mit dem Lied „Öffnet die Tore weit“ unterstrich die Chorgemeinschaft von Kirchenchor und Sängerkranz die Ausführungen des Pfarrers. Claudia Jobst bat um Gottes Segen für die nötige Ruhe zur Vorbereitung auf Weihnachten. Mit einem stimmungsvollen Tanz unter dem Titel „Mein Weihnachtsstern, der leuchtet weit“ verzauberten die Kinder des St.-Anna-Kindergartens.

Spannung beim Einschalten des Christbaums

„Die gemeinsame Freude auf das Weihnachtsfest ist mit dem Adventseinläuten ein schöner Brauch geworden“, sagte Bürgermeister Udo Dauer. Gerade für die Kinder habe das ganze einen hohen Stellenwert. Was dann nicht auf Anhieb klappte, war des Einschalten der Beleuchtung des Christbaums vor dem Rathaus. „Es ist klar, dass wir als Stadt wenig Geld haben. Aber, dass jetzt auch der Strom abgedreht worden ist?“, scherzte er. Umso begeisterter riefen Jung und Alt „Oh“ und „Ah“, als das kleine Malheur behoben war und die Lichter strahlten. Mit Chorälen des Posaunenchors klang die stimmungsvolle Adventsfeier aus.

Besinnliche Weisen spielte der Posaunenchor Buchau-Weismain. Foto: Roland Dietz
Mit einem Sternentanz bezauberten die Kids des Kindergartens St. Anna. Foto: Roland Dietz
Ein Gemeinschaftchor sang "Öffnet die Tore weit." Foto: Roland Dietz

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