ALTENKUNSTADT

Mehr Transparenz bei Altenkunstader Schulsanierung

Die Grundschule wird saniert. Mitarbeiter der Firma Dechant bauen eine Heizzentrale für die Hackschnitzelheizung. Derzeit werden die Wände eingeschalt, bewehrt und einbetoniert. Foto: Stephan Stöckel

Die Bauarbeiten für die Generalsanierung der Grundschule sind in vollem Gange. Derzeit ist das Weismainer Bauunternehmen Dechant damit beschäftigt, die Heizzentrale für die Hackschnitzelheizung zu bauen, die Ende März nächsten Jahres fertiggestellt sein soll.

Der Gemeinderat beschäftigte sich in seiner Jahresabschlusssitzung am Dienstagabend mit der finanziellen Seite der Sanierungsmaßnahme. Einstimmig beschloss der Gemeinderat auf Antrag der Jungen Wähler Union (JWU) in seiner Jahresschlusssitzung die Aufstellung eines monatlichen Soll/Ist-Vergleiches zur Generalsanierung der Grundschule Altenkunstadt. Die in den verschiedenen Gewerken angefallenen Kosten werden den veranschlagten Kosten gegenübergestellt. Das soll zu Kostentransparenz führen. Mit dem einstimmigen Votum für eine solche Aufstellung ging ein langgehegter Wunsch der Wählervereinigung in Erfüllung.

Grünes Licht gab es für die Einrichtung eines interkommunalen Jugendparlamentes der Nachbarkommunen Alten- und Burgkunstadt sowie Weismain. Ein entsprechendes Konzept hatten die drei Jugendbeauftragten Stephanie Dittrich (Bündnisgrüne/Altenkunstadt), Janine Brunecker (Gemeinschaft Unabhängiger Bürger/Weismain) und Marco Hennemann (CSU/Burgkunstadt) ausgearbeitet (unsere Redaktion berichtete). Die Mitglieder des Jugendparlaments sollen in der Woche vor der Kommunalwahl am 15. März 2020 gewählt werden.

Interkommunales Jugendparlament

Ludwig Winkler von den Freien Bürger der Ortsteile (FBO) fragte sich, ob die Wahlvorbereitungen angesichts der engen Zeitschiene überhaupt zu schultern seien. Dittrich erwiderte, dass man den Zeitpunkt mit Bedacht gewählt habe. „Im zweijährigen Turnus soll das Gremium seinen Standort wechseln. Außerdem sitzt jeweils ein Jugendsprecher im Gemeinde- beziehungsweise Stadtrat der drei Kommunen. Da bietet sich eine sechsjährige Legislaturperiode geradezu an“, lautete ihre Begründung.

Zudem sei es auch eine Wertschätzung gegenüber den Kindern und Jugendlichen fast zeitgleich mit den Erwachsenen wählen zu dürfen.

Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) informierte das Gremium darüber, dass die Geschäftsstellenleiter der drei Kommunen wegen des Jugendparlaments bereits in Kontakt stünden. Zudem erfolge eine Prüfung mit der Rechtsaufsichtsbehörde, dem Landratsamt.

Thorsten J. Schmidtke von den Jungen Bürgern (JB), der persönlich nicht anwesend war, legt aus privaten Gründen sein Gemeinderatsmandat nieder. Listennachfolger ist Alexander Jung, der für ihn in das Gremium nachrücken könnte. Bürgermeister Robert Hümmer wird ihn diesbezüglich anschreiben.

Bürgermeister Robert Hümmer zog in seinem Jahresrückblick eine positive Bilanz. Man habe viele Maßnahmen, angefangen von der Generalsanierung der Grundschule über die Gestaltung der neuen Mitte bis hin zum Mühlrad für die Neue Mühle, dessen Ausschreibung gerade laufe, auf den Weg gebracht. Seinen Stellvertretern Georg Deuerling von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) und Almut Schuhmann (SPD) dankte er für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit

Lob für Rathaus-Angestellte

„Ein Häuptling ist nur so gut wie seine Indianer“, lobte Deuerling die Arbeit der Rathausangestellten. Dem Bürgermeister riet er, die Fraktionen noch stärker einzubinden und mitzunehmen. Mit Blick auf die Kommunalwahl am 15. März 2020 warb er für eine faire und sachliche Wahlwerbung.

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