WEISMAIN/ARNSTEIN

Sie haben Respekt verdient: die Weismainer Feuerwehrleute

Ehrung für 40 Jahre Feuerwehrdienst (v. li.):sitzend Robert Müller, Manfred Späth, Helmut Reinlein, Hans Hopfenmüller, Wallter Schütz, Helmut Schmitt,stehend Bürgermeister Udo Dauer, stellvertretender Landrat Helmut Fischer, Harald Kolb, Anton Betz , Andreas Schmitt, Feuerwehrbea... Foto: Roland Dietz

Zum 13. zentralen Feuerwehrehrungsabend hatte die Stadt Weismain eingeladen, um verdienstvolle Feuerwehrmänner für ihren freiwilligen Dienst auszuzeichnen. Nach einem gemeinsamen Essen wurde betont, wie unverzichtbar die heimischen Wehren sind.

Das Ehrenamt „Feuerwehr“ sei mit anderen Ehrenämtern schwer zur vergleichen, meinte Bürgermeister Udo Dauer. Auch im vergangenen Jahr waren die Feuerwehrleute sehr aktiv. Sie engagierten sich etwa im Arbeitskreis zur Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans. In Kleinziegenfeld gründeten sie die Kinderfeuerwehr „Feuerflitzer“. Anlässlich ihres 140-jährigen Bestehens feierte die FFW Wunkendorf einen Floriansgottesdienst mit Segnung des Gerätehauses.

Ehrung für 25 Jahre Feuerwehrdienst (v. li.): Markus Herold, Beauftragte für Feuerwehrwesen in Weismain, Michaela Herold... Foto: Roland Dietz

Eine wichtige Funktion hat die Feuerwehr beim Sicherheitsdienst der radTOURpur im Stadtgebiet. Die Weismainer Feuerwehr hat ein neues Mehrwegfahrzeug sowie einen Rüstanhänger erhalten. Beim fränkischen Erwachsenenleistungsmarsch im unterfränkischen Glattbach stellte sie das Siegerteam.

150-Jahr-Feier der FFW Modschiedel der Höhepunkt des Feuerwehrjahres

Höhepunkt war jedoch die 150-Jahr-Feier der FFW Modschiedel mit Ausrichtung des Stadtfeuerwehrtages. Dort hat sich gezeigt, dass die Feuerwehrkameradinnen auch feiern können, meinte Dauer.

Es gehöre viel dazu, immer 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag für in Not geratene Menschen da zu sein. Sie leisten freiwillige Hilfe, die zum Pflichtaufgabenkatalog einer Kommune gehören. Könnten Feuerwehren dies nicht leisten, wäre die Kommune gezwungen, diese Pflichtaufgabe zu übernehmen, was unbezahlbar wäre. „In Weismain sind wir Gott sei Dank noch in der glücklichen Lage, dass wir die Feuerwehrarbeit ehrenamtlich leisten können“, betonte der Bürgermeister.

Herausforderungen für Einsatzkräfte werden immer komplexer

Der Erwartungshaltung der modernen Gesellschaft, die immer egoistischer zu werden scheine, gerecht zu werden, sei nicht leicht. Doch die Einsatzkräfte der Feuerwehren stellten sich immer wieder den komplexer werdenden Herausforderungen. Der Bürgermeister dankte den Feuerwehrleuten und bat diejenigen, die für 25 und 40 Jahre geehrt wurden, ihre Erfahrungen und Kenntnisse an die Jugend weiterzugeben.

Da zentrale Ehrungen von Feuerwehrleuten gehören zu den Aufgaben des Landkreises. Diese übernahm stellvertretender Landrat Helmut Fischer. „Wir bringen den Menschen, die im Bereich Rettung und Brandbekämpfung tätig sind, hohen Respekt entgegen“, betonte er, fügte aber an: „Dies ist leider nicht immer so, und die Respektlosigkeit nimmt immer mehr zu.“

Es könne nicht sei, dass, wenn sich jemand beschwert, wenn Feuerwehrleute, die zu einem Einsatz um 2.30 Uhr in der Frühe ausrücken müssen, das Martinshorn einschalten. Dies sei nur ein Beispiel, wie gedankenlos sich Menschen verhalten, wenn es um Hab und Gut beziehungsweise Lebensrettung geht. Wichtig sei es daher auch, die Jugendfeuerwehren zu stärken, sind sie es doch, die für die Sicherheit des Nächsten die Zukunft sind.

„Wir bringen den Menschen, die im Bereich Rettung und Brandbekämpfung tätig sind, hohen Respekt entgegen. Dies ist leider nicht immer so.“
Helmut Fischer, stellvertretender Landrat

Kreisbrandinspektor Thilo Kraus nannte die zu Ehrenden Vorbilder und Eckpfeiler in der Gesellschaft: Sie stünden für eine gelebte Mitverantwortung im öffentlichen Leben. Sie hätten eine Zeit erlebt, in der die Tätigkeit der Feuerwehrler immer komplexer wurde. Deshalb sei es wichtig, dass sie Nachwuchskräften ihr erlerntes Wissen näher bringen. Motivierter Nachwuchs sei genauso wichtig wie eine optimale Ausrüstung. Der Feuerwehrbedarfsplan werde weitergeschrieben, und dies trage inzwischen auch Früchte. Er dankte allen für die gute Zusammenarbeit.

Die Geehrten

Geehrt wurden folgende Feuerwehrleute:

Für 25 Jahre: Stefan Dittrich, Jürgen Herold, Matthias Herold (alle FFW Buckendorf), Markus Barnickel, Markus Herold (FFW Geutenreuth), Stefan Hazold (FFW Seubersdorf), Manfred Meixner, Michael Schütz (FFW Mosenberg-Wallersberg), Michael Dreiseitel (FFW Weismain) und Michael Tremel (FFW Wunkendorf).

Für 40 Jahre: Manfred Späth (FFW Altendorf-Siedamsdorf), Anton Betz, Helmut Reinlein (FFW Buckendorf), Erwin Knorr, Harald Kolb, Robert Müller, Walter Schütz (FFW Görau), Helmut Schmitt (FFW Großziegenfeld), Andreas Schmitt (FFW Modschiedel), Johann Freitag, Herbert Püls (FFW Wallersberg-Mosenberg) Herbert Beßlein, Manfred Volk (FFW Weiden) Erwin Düthorn und Hans Hopfenmüller (FFW Wunkendorf).

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