WEISMAIN

Bummeln und Genießen beim Weismainer Martinimarkt

Bummeln und Genießen beim Weismainer Martinimarkt
Reges Treiben herrschte beim Martinmarkt. Gefragt war auch Adventsschmuck. Foto: Roland Dietz

Wer am Nachmittag den Martinimarkt in Weismain besuchen wollten, musste erstmal ein Stück zu Fuß gehen, denn wegen des großen Andrangs parkten die Kunden bis hinter die Tankstelle. Der beliebte Markt hat sich zu einem gesellschaftlichen Ereignis entwickelt. Viele Bummeln durch die Altstadt, plaudern mit Bekannten und genießen die verführerischen Düfte von Popcorn, Gewürzen, gebrannten Mandeln, Glühwein und Bratwürsten.

Bummeln und Genießen beim Weismainer Martinimarkt
Ein Verkaufsschlager ist der „Weismainer Mäddesweck.“ Foto: Roland Dietz

Während für die einen ein paar Bratwürste der höchste Genuss sind, waren sie für Heinrich Ehrsam der Ersatz für „Saure Fleck“, da er in der Gastwirtschaft keinen Platz mehr fand. Viel Spaß hat so die Familie Rudkowski, die auf dem Marktplatz nach einer Besichtigung der Krippenausstellung bei Punsch und Kaffee verweilt.

„Bereits früh ab 6 Uhr ging es los, weil jeder Fierant einen guten Platz im Zentrum ergattern will.“
Matthias Eck, Händler aus Schwarzenbach am Wald
Bummeln und Genießen beim Weismainer Martinimarkt
„Unser Weismainer“ heißt der Leberkäs, den beim Martinimarkt (li.) Bürgermeister Udo Dauer, Ladenbesitzerin Christel Dau... Foto: Roland Dietz

„Bereits früh ab 6 Uhr ging es los, weil jeder Fierant einen guten Platz im Zentrum ergattern will“, berichtet Matthias Eck aus Schwarzenbach am Wald. Mit seinem Stand für Strümpfe, Schals, Handschuhe und Mützen hat er einen Platz an der St. Martins-Kirche gefunden. Und angesichts der Novemberkälte werden die Strickwaren gerne gekauft.

Knapp 100 Fieranten bieten ihre Waren vom Marktplatz bis zur Häfnergasse und im Kastenhof an. Attraktiv machen den Markt auch immer wieder neue Angebote. So hat Metzger Günter Pfändner aus Wonsees, der den Laden von Christl Dauer beliefert, einen Leberkäse mit zehn Prozent Weismainer Püls-Bräu unter dem Namen „Unser Weismainer“ kreiert. Da langten Christl Dauer, Bürgermeister Udo Dauer und Johannes Püls von der Brauerei gerne zu. Gefragt sind auch die Adventskränze und Gestecke der Firma Sesselmann aus Presseck. Die meisten Abnehmer sind inzwischen Stammkunden.

Bummeln und Genießen beim Weismainer Martinimarkt
Plausch bei Kaffee und Glühwein am Stand des Missionskreises Sankt Martin. Foto: Roland Dietz

Schon in der dritten Generation ist die Familie von Sabine Blenk mit ihrem Gewürzstand in Weismain vertreten. „Der Martini-Markt ist schon etwas Besonderes, weil die vielen Aussteller auch mehr Besucher anlocken“, berichtet sie. Auch der Stand mit Haushaltsartikeln wie Schneebesen und Kochlöffeln ist von Kunden umlagert. Gefragt sind vor allem Ausstechformen für Weihnachtsplätzchen in vielfältigen Formen vom Entchen über Blumen bis zu Traktoren.

Die „Mäddeswecken“ sind der Verkaufsschlager

Bummeln und Genießen beim Weismainer Martinimarkt
Gefragt waren beim Martinimarkt Ausstechformen für Weihnachtsplätzchen. Foto: Roland Dietz

„Der Renner sind jedes Jahr die Mäddeswecken, von denen wird etwa 2000 verkaufen, berichtet Bäckermeister Jochen Schäfer. Auch wenn viele nur zum Bummeln und Anschauen kommen, bietet Marktveteran Gerhard Fischer aus Mainroth alljährlich gerne seine selbstgefertigten weihnachtlichen Holzfiguren an.

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Für die Kleinen gibt es Kinderpunsch beim gemütlichen Markttreiben. Foto: Roland Dietz

Zur Mittagszeit kehren viele Besucher im Ratskeller bei der Weismainer Blasmusik ein. Auch die Gastronomen, die gekochte Haxen, saure Fleck und Koteletts anbieten, sind angesichts der vollbesetzten Lokale zufrieden.

Bummeln und Genießen beim Weismainer Martinimarkt
Alles für die Weihnachtsbäckerei: der Bamberger-Gewürzstand gehört zu einem Markt in Weismain einfach dazu. Foto: Roland Dietz
Bummeln und Genießen beim Weismainer Martinimarkt
Viele nehmen "Mäddeswecken" mit nach Hause. Foto: Roland Dietz
Bummeln und Genießen beim Weismainer Martinimarkt
Auch Würste und Schinken waren gefragt. Foto: Roland Dietz

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