ALTENKUNSTADT

Hochzeiten auf dem Kordigast nur für Fußgänger

20 barrierefreie Wohnungen im Altenkunstadter Apfelgarten
Auf dem Kordigast sind zukünftig Trauungen mit einem Priester oder freien Redner möglich. Zudem wird eine Panoramatafel (Standort: roter Kreis) aufgestellt. Foto: red

Sich das Ja-Wort geben und den Blick über das obere Maintal bis hinüber zum Staffelberg schweifen lassen – ein Beschluss des Altenkunstadter Bauausschusses macht es möglich. Immer wieder hatten Bürger beim Standesamt, wegen einer Trauung auf dem Kordigast angefragt. Nun machte das Gremium den Weg frei. Allerdings nicht für standesamtliche Trauungen. „Sie müssen laut Gesetz in geschlossenen Räumen stattfinden“, stellte Johannes Oppel von der Bauverwaltung klar. Trauungen mit Priestern oder freien Rednern hingegen könnten jederzeit in freier Natur stattfinden.

Ein Paar hat beantragt, Mitte nächsten Jahres auf dem Kordigast zu heiraten. Die Hochzeitsgesellschaft möchte Bänke mitbringen, was einige Räte befürchten lässt, sie würden mit Autos zum Gipfel transportiert. Stephanie Dittrich (Bündnisgrüne) begrüßte als Naturliebhaberin den Wunsch nach einer Trauung im Freien. Es gelte ebenso wie für den Spielplatz ein Fahrverbot für Autos. Die Bänke müssten hochgetragen werden, so Dittrich.

Keine Zufahrt mit dem Auto auf das Plateau

Diese Meinung vertrat auch Ludwig Winkler (FBO), der daran erinnerte, dass man das Plateau von Rummel freihalten wolle. Bislang gebe es nur eine Ausnahmegenehmigung für die evangelische Kirchengemeinde, die dort Christi Himmelfahrt feiere. Er warte vor einem Präzedenzfall. Ebenso wie Almut Schuhmannn (SPD) und Norbert Schnapp (JWU) stimmte er dagegen. Die Mehrheit folgte dem Vorschlag von Bürgermeister Robert Hümmer (CSU), der eine Genehmigung mit drei Auflagen verband. Zur Hochzeit darf nicht hochgefahren werden. Stühle und Bänke müssen hochgetragen werden und im Anschluss muss für Sauberkeit gesorgt werden.

Der Kordigast soll attraktiver werden. Auf den Bau des Spielplatzes „Spielwinix“ folgt nun die Errichtung einer Panoramatafel aus Stahl ähnlich der auf dem Ebensfelder Ansberg. Den Kanzeldurchmesser bezifferte Bürgermeister Robert Hümmer auf 2,5 Meter. Die Pfosten sollen im Fels verankert werden. „Innen ist das Panorama-Bild angebracht, das es dem Betrachter ermöglicht, Orte in der Umgebung, den auf dem Foto gekennzeichneten Dörfern und Städten zuzuordnen“, erläuterte der Bürgermeister. Von dem Standort, den Kreisfachberater Michael Stromer ausgewählt hatte, seien der Staffelberg und Kloster Banz zu sehen. „Einstimmig votierte man für die Aufstellung der Panoramatafel, die aus Mitteln des EU-Programms Leader finanziert wird, während den Unterhalt die drei Kommunen Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain tragen. Die bestehenden Hinweistafeln aus Stein sollen stehen bleiben. Stephanie Dittrich regte an, diese wieder herzurichten. Zwischen Weismain und dem Kordigast werden außerdem 16 Naturlehrpfadtafeln aufgestellt.

Die drei Werbetafeln auf dem Gelände des Fahrzeugcenters Hawe in der Weismainer Straße werden durch eine einzige ersetzt (Höhe: 5,30 Meter, insgesamt 9,36 Quadratmeter).

Hümmer teilte mit, dass die Firma Kanal Trüpe aus Bretzfeld mit Kanalinspektionen in der Mainbrücke und der Bürgermeister-Schöps-Straße beauftragt wurde (Kosten: 5500 Euro). Die Überprüfung der Brücke in der Langheimer Straße durch das Ingenieurbüro Christian Hofmann kostet 800 Euro. (stö)

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