BURGKUNSTADT

Die Burgkunstadter Tafel versorgt 248 Bedürftige

Die Burgkunstadter Tafel versorgt 248 Bedürftige
Vertrauensbeweis: Gestärkt geht der Vorstand der Tafel Burgkunstadt in die nächste Runde (v. li.): 2. Vorsitzende Helga Mayer, Konrad Zapf, 1. Vorsitzender Herbert Mayer, Kassiererin Edith Hahn, Schriftführerin Ingrid Kohles, die verabschiedete Kassiererin Angelika Volk, Ursula W... Foto: Ingrid Kohles

Fast 60 ehrenamtlichen Helfer sorgen Woche für Woche dafür, dass die Bedürftigen aus der Region bei der Tafel Burgkunstadt gegen einen geringen Betrag Lebensmittel bekommen können. Ulrike Kuhn, die geschäftsführende Vorsitzende der Tafel, nutzte die Mitgliederversammlung, um ihnen für ihre uneigennützige Hilfsbereitschaft herzlich zu danken.

Kuhn berichtete, dass derzeit 95 Kundenausweise für 148 Erwachsene und 100 Kinder ausgegeben sind, darunter 34 Single-Haushalte und 16 Alleinerziehende. Insgesamt beträgt die Zahl der Ausweise für Flüchtlinge gut 50 Prozent. Die Tendenz ist im Moment wieder steigend, es wird ein starker Zuwachs aus russisch sprachigen Ländern verzeichnet.

Ein Flüchtling hilft beim Sortieren der Lebensmittel und als Dolmetscher

Sehr erfreulich ist, das aus den Reihen der Flüchtlinge ein junger Mann als Helfer wertvolle Dienste leistet und das nicht nur beim Vorsortieren, sondern auch als Dolmetscher, denn er spricht fünf arabische Sprachen und auch sehr gut deutsch. Die Ehrenamtlichen sind mittlerweile außer am Freitag und Sonntag jeden Tag auf Tour, um Lebensmittel von den Spenderfirmen einzufahren.

Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der ortsansässigen Banken, Stiftungen und vieler Einzelspenden von Vereinen und Privatpersonen steht der Verein wirtschaftlich auf gesunden Füßen und das ist angesichts der hohen Ausgaben für das Tafelfahrzeug, die notwendigen Versicherungen und vieles mehr sehr wichtig.

Viele großzügige Spender ermöglichen die Hilfe

Dankenswerter Weise bekam die Tafel im vergangenen Jahr auch wieder viele Sachspenden. Ulrike Kuhn dankte insbesondere der Hegler-Nothilfe-Stiftung, der Karin-Schöpf-Stiftung, der Koinor-Müller-Stiftung, dem Lions-Club, dem Lazarus Corps und der Soldatenkameradschaft Lettenreuth. Die Mitarbeiter von Baur-BFS und die Firma Nici übergaben eine Sonderspende, die Firma Reuther NetConsulting erfreute die Tafelkinder mit einer Osterspende und die Firma Coprint spendete Druckerzeugnisse. Der CSU-Ortsverband brachte Grundnahrungsmittel und Bürgermeisterin Christine Frieß spendierte Freibadkarten für die Tafelkunden. Die Bürgermeister der Kommunen aus der die Tafelkunden kommen, zeigten sich mit einer Geldspende solidarisch. Dank eines Spendenaufrufs vor Erntedank in der Pfarreigemeinde Marktzeuln kamen im Oktober Sachspenden von dort und auch viele Privatpersonen brachten größere und kleinere Gaben in der Tafel vorbei.

Die Spendenaufrufe von Rewe-Kolbe Altenkunstadt und Edeka-Werner Burgkunstadt wurden von deren Kunden sehr wohlwollend aufgenommen und die gespendeten Einkaufstüten mit Grundnahrungsmitteln waren in der Ausgabestelle hochwillkommen. Der Stand der Ehrenamtlichen beim Burgkunstadter Weihnachtsmarkt erfreute sich wieder großer Beliebtheit, der Einsatz hat sich gelohnt, konnte Kuhn zufrieden feststellen.

Im Juli kam die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner zu einem Gespräch, um sich über die Situation in der Tafel zu informieren, dies hat sie mit allen Tafeln in ihrem Wahlbezirk gemacht. Im Anschluss halfen sie und Christine Frieß auch bei der Ausgabe mit.

Weil der Gesetzgeber ein hohes Maß an die Aus- und Fortbildung legt, werden die Ehrenamtlichen hinsichtlich des Infektionsschutzes regelmäßig fortgebildet und die 2. Vorsitzende nahm an einem Sicherheitslehrgang teil. Bei der unangekündigten Lebensmittelkontrolle durch eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes wurde der Tafel attestiert, dass alle Vorschriften eingehalten werden, um gesundheitlich unbedenkliche und genießbare Lebensmittel auszugeben. Zum Standard der Tafel Burgkunstadt gehört es, dass Lebensmittel, die nicht mehr ausgegeben und aussortiert werden müssen, in sogenannten ReFood-Tonnen abgeholt entsorgt werden. Die Entsorgungsgebühren belaufen sich auf knapp 1 800 Euro, die die Tafel bezahlen muss.

„Wir können uns auf unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter verlassen und sind ein eingespieltes Team.“
Ulrike Kuhn, geschäftsführende Vorsitzende

„Wir können uns auf unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter verlassen und sind ein eingespieltes Team, nur so konnten wir die schwierige Zeit seit dem Rücktritt der ehemaligen Vorsitzenden gemeinsam meistern. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir heute bei der anstehenden Neuwahl alle vakanten Posten wieder besetzen können “, schloss Kuhn ihren Jahresbericht.

Das Protokoll verlas Schriftführerin Ingrid Kohles, einen Einblick in die Kassengeschäfte vermittelte Kassiererin Angelika Volk.

Die neue Führung

Bei der Vorstandswahl waren die Posten des 1. und 2. Vorsitzenden sowie des Vereinskassiers neu zu besetzen. Der Posten des 1. Vorsitzenden war seit Anfang 2018 vakant, die 2. Vorsitzende Ulrike Kuhn kandidierte aus privaten Gründen nicht mehr für das Amt, ebenso Kassiererin Angelika Volk. Einstimmig wurden gewählt: 1. Vorsitzender Herbert Mayer, 2. Vorsitzende Helga Mayer, Kassiererin Edith Hahn, Schriftführerin Ingrid Kohles, Beisitzer: Ulrike Kuhn (neu), Rita Kordylla, Konrad Krauß, Ursula Wagner und Konrad Zapf. Kassenprüfer Karlheinz Kohles und Rainer Schamel.

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