Burgkunstadter Schüler verdienen eine Eins in Umweltschutz

BURGKUNSTADT

Burgkunstadter Schüler verdienen eine Eins in Umweltschutz

Auch wenn die Burgkunstadter Schulen an der Klima-Demonstration „Borkuschter for future“ nicht teilnehmen durften, liegt Schülern und Lehrern der Umweltschutz am Herzen. Das wurde jetzt bei einer Projektwoche deutlich. In der Friedrich-Baur-Grundschule wurde rund um das Thema Klima und Umweltschutz viel erklärt und in die Tat umgesetzt. So wurde den Schülern deutlich, dass jeder seinen Beitrag zu Müllvermeidung und Müllbeseitigung leisten kann.

Schon vor der Projektwoche wurden die Klassen jede Woche dazu befragt, um eine gewisse Nachhaltigkeit zu gewähren. Meist kommen die Impulse dann von den Kindern selbst. „'Wir lassen nicht locker' ist ein Slogan geworden“ freut Schulleiterin Susi Krauß. Schülersprecher haben Ideen weitergegeben, die nach Möglichkeit auch umgesetzt worden sind. Dabei wurde zum Beispiel erreicht, dass in den Toiletten das Toilettenpapier und Tücher in eigens aufgestellte Eimer entsorgt wurden.

Anreize zu Mülltrennung und Wiederverwertung

Zusammen mit der Stadt und dem Landkreis wurden außerdem auf dem Pausenhof gelbe Abfalltonnen für Plastikmüll aufgestellt, braune für Biomüll, grüne für Papiermüll und eine blaue Tonne für Restmüll. Nun wurden als Konsequenz Mülleimer hergestellt, die von den Kindern liebevoll „Müllmonster“ genannt werden.

Eine kleine Ethikgruppe hat Beispiele für den Naturschutz ausgearbeitet und sie den anderen Kindern szenisch vermittelte. Ein weiterer Bereich war Altglasentsorgung in die dafür auf Plätzen im Stadtgebiet aufgestellten Restglascontainer zum Recycling. Neben der Wiederverwertung lernten die Schüler, dass Mehrweggetränkeflaschen aus Glas bis zu 40 Mal wieder verwendet werden können, eine Plastikflasche aber nur einmal. Daher wäre es wichtig, Glas- statt Plastiktrinkflaschen zu kaufen, waren sich die Kids einig.

Viel Freude hatten die Schüler auch beim Bemalen von 50 Jutebeuteln, die der Burgkunstadter Edeka-Markt zur Verfügung stellte. Schnell hatten die verkaufstüchtigen Drittklässler die Einkaufstaschen im Supermarkt verkauft. „Der Umwelt zuliebe – Stoff statt Plastik“ lautete die Devise der Aktion. Auch Marina und Sebastian Werner vom Edeka-Markt freuten sich über die gelungene Aktion und belohnten jedes Kind mit einem Apfel. Demnächst werde dort eine Verkaufsveranstaltung stattfinden, bei der Kunden, die Mehrwegnetze kaufen eine Stempelkarte bekommen. Wenn diese voll ist werde der Markt dafür einen Baum pflanzen, kündigte Sebastian Werner an.

Erstaunt waren die Schüler der ersten Klassen, die bei einer kleinen Müllsammelaktion in Burgkunstadt sieben Müllbeutel voll mit Unrat sammelten. Besonders ärgerten sie sich über viele weggeworfene Zigarettenkippen und -schachteln sowie Scherben zerbrochener Glasflaschen. „Auch, dass vom letzten Trödelmarkt alte Sonnenschirme, Kartons und sogar ein alter Klappstuhl liegen geblieben waren, machte die Kinder doch sehr nachdenklich“, erklärte stellvertretende Schulleiterin Birgit Rupp.

Schüler säubern jede Woche den Pausenhof und kompostieren

Einmal in der Woche säubern die Schüler auch den Pausenhof von Unrat, Laub und Unkraut. Eine Umwelt AG wurde außerdem in der Realschule gegründet. So wurde jetzt ein Kompostierkübel angeschafft, um Laub, Unkraut und Obstreste sinnvoll zu entsorgen. „Die Kinder freuen sich regelrecht darauf, hier aktiv zu werden“, meinte Birgit Rupp. Deutlich wird, dass die Kinder sehr engagiert für den Natur- und Klimaschutz sind.

Kompost- und Hochbeete wurden in der Realschule angelegt. „Wir werden Mülltrennsysteme thematisieren und Möglichkeiten des Einzelnen, nachhaltig und umweltbewusst zu leben und zu handeln, besprechen“, sagte Realschulleiterin Monika Geiger. Auf Anregung der Ganztagsschüler wurden Mehrwegflaschen für den Wasserspender angeschafft. In Zusammenarbeit mit den anderen Schulen in Burgkunstadt werde dieses wichtige Thema weiterverfolgt.