ALTENKUNSTADT

Bei Großübung in Altenkunstadt beweisen sich die Wehrleute

Bei Großübung in Altenkunstadt beweisen sich die Wehrleute
Für die Personenrettung wurde das Dach des Personenwagens abgeschnitten. Foto: Dieter Radziej

Eine pfichtbewusste Mitbürgerin alarmierte die Retter: Schon begann die letzte Übung im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche in der Gemeinde Altenkunstadt. Das Szenario sah wie folgt aus: Ein Fahrradfahrer war auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Prügel und Altenkunstadt unterwegs, dann fuhr ihn ein Autofahrer an. Der Zweiradfahrer stürzte. Der Personenwagen schleuderte beim Ausweichmanöver von der Straße. Im völlig demolierten Auto befanden sich drei Insassen. Zum Glück informierte die Zeugin umgehend die Helfer.

Binnen kurzer Zeit waren dann die Ortswehren aus Maineck und Woffendorf zur Stelle. Sie verschafften sich zunächst einen Überblick vom Unfallgeschehen. Schnell konnte der Fahrradfahrer versorgt werden, wesentlich schwieriger gestalteten sich jedoch die Hilfeleistungen bei den Fahrzeuginsassen, wobei zu allem Unglück der Lenker des Autos noch unter Schock stand und gesucht werden musste.

Stützpunktwehr ist gefragt

Dem Einsatzleiter Andreas Fugmann arbeitete effektiv mit dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr von Woffendorf, Frank Manzer, zusammen. Schnell war klar, dass wegen der nötigen technischen Hilfeleistungen die Ortswehren an ihre Grenze stießen.

Bei Großübung in Altenkunstadt beweisen sich die Wehrleute
Nachdem sie ersten Fahrzeuginsassen gerettet hatten, versorgten sie die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden bis... Foto: Dieter Radziej

Daher folgte die Alarmierung der Stützpunktwehr von Altenkunstadt. Währenddessen sicherten die Feuerwehrkameraden das demolierte Auto, klemmten die Batterie ab und sorgten dafür, dass der Airbag nicht mehr auslösen konnte. Zugleich kümmerten sie sich um die verletzten und im Auto eingeklemmten Personen: eine Frau und ein Kind. Der andere Teil der Mannschaft begab sich auf die Suche nach dem Fahrer.

Als dann die Freiwillige Feuerwehr von Altenkunstadt mit dem Rettungssatz anrückte, kam die technische Hilfeleistung in Gang. Nachdem die Autoscheiben entfernt und das Dach abgeschnitten war, folgte die Personenrettung. Dies ging recht umsichtig vonstatten, da nicht abzusehen war, ob die Beifahrerin womöglich Rückenverletzungen erlitten hatte.

Mit Umsicht das Ziel der Übung erreicht

Damit war das Ziel des Einsatzes erreicht und der Kommandant der Stützpunktwehr von Altenkunstadt, Marco Weidner, nannte den Übungsablauf mit der Erkundung der Lage, dem Sichern der Unfallstelle und des Fahrzeuges sowie die anschließenden Rettungsaktionen als umsichtig.

Erster Bürgermeister Robert Hümmer sprach ebenfalls von einem Einsatz, der realistisch die Herausforderungen darstellte. Er dankte allen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden sowie dem Organisationsteam für ihren Einsatz.

 

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