ALTENKUNSTADT

Altenkunstadt investiert in Sanierung der Kathi-Baur-Kita

Altenkunstadt investiert in Sanierung der Kathi-Baur-Kita
In der Weismainer Straße werden die Kanäle und Wasserleitungen erneuert. Um festzustellen, ob es im Verlauf der Bauarbeiten zu Schäden an der Straßendecke gekommen ist, läuft derzeit ein Beweissicherungsverfahren, das eine Bayreuther Fachbüro ausführt. Foto: Stephan Stöckel

In der Kathi-Baur-Kindertagesstätte werden seit 2016 – jeweils in den Sommerferien – die Gruppenräume saniert. In diesem Jahr ist die Schmetterlingsgruppe an der Reihe. Der große Spielturm, der den Raum verdunkelt, wird in die Halle versetzt, wo er die gesamte Kita aufwerten soll. Als Ersatz erhalten die Schmetterlingskinder drei übereinander gebaute Podeste, die durch Treppen miteinander verbunden werden und für Helligkeit im Raum sorgen sollen. Ob Bauen, Rollenspiel oder Theater – mit dieser Lösung soll den Kleinen ein flexibleres Spielen über mehrere Ebenen ermöglicht werden.

Die Kosten für die Arbeiten, die noch bis zu Beginn des neuen Kindergartenjahres im September vorgenommen werden sollen, belaufen sich auf 16 243 Euro, wie Johannes Oppel von der Bauverwaltung im Bauausschuss am Dienstagabend mitteilte. Am 16. Juli hatte sich der Bauausschuss bei einem Besuch der Kita ein Bild von den bereits erfolgten und noch ausstehenden Sanierungsarbeiten gemacht. Im nichtöffentlichen Teil hatte er den Bau eines dreistöckigen Spielpodests an die Schesslitzer Schreinerei Kraus vergeben. In der wurde die Vergabe öffentlich bekanntgegeben.

Alle Jahre wieder prüft der Technische Überwachungsverein (TÜV), ob die Spielplätze noch in Ordnung sind. In Altenkunstadt müssen neue Spielgeräte und Ersatzteile im Wert von 4822 Euro angeschafft werden. Geliefert werden diese von „Spielgeräte Eibe“ aus dem unterfränkischen Röttingen.

Zehn neue Urnenstelen und ein Urnenfeld

Im Januar hatte das Gremium die Einrichtung weiterer Bestattungsmöglichkeiten beschlossen. Mit der Errichtung von zehn Urnenstelen wurde die Firma Hake aus Seligenstadt-Froschhausen für 15591 Euro beauftragt. Den Zuschlag für fünf Kissensteine für die Urnengemeinschaftsanlage in Erdbestattung erhielt der Burgkunstadter Steinmetzbetrieb Jakob für 2748 Euro. „Auf den Steinen können die Namen der Verstorbenen eingraviert werden“, erläuterte Oppel.

Alt- oder Neuschaden? Um diese Frage zu vermeiden, erfolgt vor Beginn von Straßenbauarbeiten eine Beweissicherung. Derzeit werden in der Weismainer Straße die Kanäle und Wasserleitungen erneuert, ehe im nächsten Jahr die Fahrbahn der Staatsstraße eine neue Asphaltdecke erhält. Das Büro für Beweissicherung im Bauwesen von Thomas Reinl aus Bayreuth wurde mit dieser Aufgabe betreut und erhält dafür 1717 Euro.

Ist die Baustelle richtig abgesichert? Liegen Stromkabel frei herum? Diese und weitere Fragen müssen in einer Sicherheits- und Gesundheitskoordination geklärt werden. Im Falle der Weismainer Straße übernimmt das das Bamberger Ingenieurbüro Strunz zum Preis von 6531 Euro.

Der Bauhof hat ein neues Gebäude mit Sozialtrakt erhalten. Das Burgkunstadter Unternehmen Konrad Weber & Sohn stattet es mit einer 2000 Euro teuren Schließanlage aus. Die Außenanlagen auf dem Bauhofareal werden neu gestaltet. Mit der Untersuchung des Erdaushubes auf mögliche Kontaminationen wurde Diplom-Geologe Stefan Bornschlegel von der Münchner Firma Mplan beauftragt. Die Kosten belaufen sich auf 1279 Euro.

Zeublitz bekommt einen 2046 Euro teuren Übergabeschacht für die Wasserversorgung von der G+T Automation GmbH aus Schwarzenbruck.

Zufahrt zum Spielplatz auf dem Kordigast nicht erlaubt

Stephanie Dittrich (Bündnisgrüne) wunderte sich über einen Zeitungsartikel, in dem behauptet worden war, unter der Woche könne der Abenteuerspielplatz „Spielwienix“ mit dem Auto angefahren werden. „Nur land- und forstwirtschaftlichem Verkehr ist eine Zufahrt zu ihren Grundstücken rund um das Spielareal erlaubt. Ein entsprechendes Schild verbietet anderen Verkehrsteilnehmern die Zufahrt“, stellte Oppel klar. Von Altenkunstadter Seite sei eine Zufahrt nur bis zum Parkplatz bei der Gaststätte „Waldfrieden“ möglich.

Die Nachbarkommune Lichtenfels schafft Wohnraum. Gegen die neuen Baugebiete „Gustav-Heinemann-Straße“ und „Lärchenweg“, die Oppel vorstellte, gibt es keine Einwände.

Diskussion um eine Zufahrt über öffentliche eine Grünfläche

Für Gesprächsstoff sorgte das Bauvorhaben von Eugen und Nadja Albrecht, die in der Langheimer Straße ein Wohnhaus mit Stellplätzen errichten wollen. Ihr Wunsch, eine Zufahrt auf das Anwesen über eine zwölf Quadratmeter große öffentliche Grünfläche zu errichten, sorgte für eine rege Diskussion.

„Am Ende ist alles krumm und schief und keiner erklärt sich für zuständig“, warnte Martina Mätzke (JWU). „Es darf keine Rieseneinfahrt werden“, mahnte Karl-Heinz Schuster (CSU). Auch die Frage, wer für die Kosten der Pflasterarbeiten aufkommen soll, sorgte für Gesprächsstoff. Das gemeindliche Einvernehmen wurde unter der Auflage gewährt, dass die Bauherren die Kosten tragen und für einen ordnungsgemäßen Zustand der Fläche sorgen. Mit den Pflasterarbeiten wird die Gemeinde eine Baufirma beauftragen.

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