BURGKUNSTADT

Kein neuer Windpark bei Ebneth und Reuth

Windkraftanlagen im Landkreis Lichtenfels. Foto: Markus Drossel

Aufgrund gemachter Erfahrungen in der Vergangenheit und zum Schutz der Bürger hält die CSU-Fraktion des Stadtrates an ihrer Entscheidung fest, keinen Bebauungsplan für die geplante Errichtung von Windkraftanlagen auf den ausgewiesenen Vorrangflächen zwischen Hainweiher und Reuth sowie zwischen Ebneth, Burkersdorf und Oberlangenstadt aufzustellen und entsprechend den Flächennutzungsplan zu ändern, um die geltende 10-H-Regelung zu unterschreiten.

Dies schreibt die CSU-Fraktion in einer Pressemitteilung. Vorausgegangen war eine Fraktionssitzung mit Bürgermeisterin Christine Frieß. Hintergrund war der Vorstoß der Firma Terra X beim Fraktionsvorsitzenden Günter Knorr, erneut ihr Windkraftanlagenmodell vorzustellen.

Genügend Beratung und Diskussionsmöglichkeit zum Thema habe es in einer der Stadtratssitzung vorgeschalteten Ausschusssitzung gegeben; hier seien drei Vertreter der Firma iTerra energy anwesend gewesen und hätten ihre Firma sowie die Planung bezüglich des Windparks umfangreich vorgestellt und erläutert. Die Angelegenheit sei im Gremium umfassend diskutiert worden, und die Fraktionsvorsitzenden der SPD, FW und CSU seien sich einig, dass die 10-H-Regelung zum Schutz der Bürger eingehalten werden sollte.

Die bereits errichteten Anlagen sind ein großes Ärgernis

Bei der vorliegenden Planung werde der 10-H-Abstand zur nächsten Bebauung in sechs Fällen zum Teil sehr deutlich unterschritten, auch in Bezug auf die Nachbargemeinden Redwitz und Küps. Es habe nicht nachgewiesen werden können, dass die geplanten Anlagen wesentlich geringere Emissionen aussenden als bereits errichtete Windkraftanlagen, die zum Teil noch ein großes Ärgernis seien. Beim Windpark Hain/Gärtenroth gebe es bereits genügend Bürger, die wegen Schattenwurf, Schall und so weiter verärgert sind. Deshalb steht die CSU-Fraktion laut Pressemitteilung diesem Vorhaben weiterhin kritisch gegenüber. Ihre Mitglieder würden sich nur dann dafür aussprechen, wenn das von allen Anwohnern gewünscht würde. Es sei aber schwierig festzulegen, welche Bürger dies mitentscheiden sollten.

Final beschlossen in der jüngsten Sitzung die Stadträte aller Fraktionen einstimmig, dass kein Bebauungsplan für die geplante Errichtung von Windkraftanlagen aufgestellt und der Flächennutzungsplan auch nicht dahingehend geändert wird, dass die geltende 10-H-Regelung unterschritten wird. Der Schutz der Bürger war für alle Räte das greifende Argument.

Die CSU-Fraktion ist sich einig darin, dass dieser Beschluss nicht aufgeweicht werden sollte. Eine Bestätigung ihrer Haltung finden die Fraktionsmitglieder auch in den aktuellen Leserbriefen. (red)

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