ALTENKUNSTADT

Altenkunstadt trauert um Robert Fiedler

Der Unparteiische: Robert Fiedler mit der goldenen Schiedsrichterpfeife und einer Anerkennungsplakette, die ihm die SG Rothmain für 20 Jahre Einsatz als Schiedsrichter verliehen hat. Foto: Archiv-Gerhard Herrmann

Die Gemeinde Altenkunstadt trauert um Robert Fiedler. Der verdienter Mitbürger, der sich viele Jahre als Zweiter Bürgermeister und Gemeinderat engagiert hat, ist wenige Tage vor seinem 76. Geburtstag überraschend verstorben.

Zeitlebens hat sich Robert Fiedler im Gemeinde- und Vereinsleben engagiert. Als Polizeibeamter war er genauso geradlinig wie als Schiedsrichter und Gemeinderat. Er war bekannt für seine deutlichen Worte und sein Wort hatte Gewicht.

In Ebermannstadt wurde Robert Fiedler geboren und zog nach der Heirat seiner Mutter mit Josef Fiedler mit der Familie nach Baiersdorf. Er begann 1957 eine Lehre als Brauer und Mälzer im Familienbrauhaus Leikeim. 1963 verpflichtete er sich zum Bundesgrenzschutz, wo er in Nabburg und Coburg eingesetzt war, war Ausbilder und stellvertretender Zugführer. Nach einem Lehrgang für den mittleren Polizeivollzugsdienst wurde er in die Polizeiinspektion Lichtenfels versetzt, wo er ab 1972 als Dienstgruppenbeamter tätig war. Nach einem Studium zum Diplom-Verwaltungswirt war Robert Fiedler im gehobenen Dienst in Lichtenfels, Bad Staffelstein, Kulmbach und Bamberg, zuletzt als Leiter Einsatz bei der Polizeiinspektion Lichtenfels, tätig.

Ehrenamtlich hat sich Fiedler vielfältig engagiert. Seit 1974 war er Mitglied der Freien Wähler Altenkunstadt und von 1964 bis 2008 Vorsitzender der Freien Bürger der Ortsteile. 1984 wurde er in den Gemeinderats gewählt und wirkte in der Legislaturperiode von 1996 bis 2002 als Zweiter Bürgermeister. Er kam 2001 als Nachrücker in den Kreistag von Lichtenfels. Jeweils 2002 und 2008 wurde er erneut in den Kreistag gewählt. Für sein kommunales Engagement wurde er mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Altenkunstadt ausgezeichnet.

Seine Leidenschaft war der Sport, insbesondere der Fußballsport. Viele Jahre spielte er beim 1. FC Baiersdorf und beim 1. FC Mainroth. Seine Erfahrung brachte er ab 1975 als Schiedsrichter ein und war bis zur Landesliga im Einsatz. Außerdem fungierte er als Schiedsrichterassistent in der Fußball-Bayernliga, in den Schiedsrichtervereinigungen Lichtenfels und Kulmbach, sowie als Lehrwart. Von 2006 bis 2012 wirkte Robert Fiedler als Spielgruppenleiter der Kreis- und A-Klassen im Spielkreis 2 (Coburg-Kronach-Lichtenfels). Für seine Verdienste wurde ihm die silberne Verbandsehrennadel des Bayerischen Fußballverbandes verliehen.

Fiedler gehörte vielen Ortsvereinen an. Besonders engagiert hat er sich als Festleiter bei der 125-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Maineck. Auch im Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Strössendorf-Altenkunstadt hat sich Fiedler engagiert.

Der Trauergottesdienst für Robert Fiedler findet am Freitag, 19. Juli, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Katharina in Strössendorf.

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