WEISMAIN

Beim „Fränkischen Wind“ schunkeln alle

Einen wunderschönen Nachmittag und eine große Freude bereitete der Sängerkranz Weismain den Senioren im ASB-Pflegeheim. Mit ihrem kleinen aber feinen Chor schafften es die Sängerinnen und Sänger, den Bewohnern eine Abwechslung vom Alltag zu bieten.

Mit dem Lied „Singt mit Freuden“ begrüßte der Chor unter Regie von Chorleiter Aureliano Zattoni das Publikum im Saal des Pflegheims. Das „Freundschaftslied“ war den ehemaligen Sängern und Mitgliedern, die jetzt im Pflegeheim leben, gewidmet, wie 2. Vorsitzender Ferdinand Humbert erklärte. „Es möge sich bewähren die Freundschaft immer fort“, sangen die Aktiven. Sängerkranz-Ehrenmitglied Resi Halbhuber, die ans Bett gefesselt ist, überraschte der Chor sogar mit einem Ständchen auf ihrer Station.

„Das 'Freundschaftslied' ist den ehemaligen Sängern und Mitgliedern, die jetzt im Pflegeheim leben, gewidmet.“
Ferdinand Humbert, 2. Vorsitzender

Um das Miteinander im Leben ging es im Lied „Freunde, die ihr gekommen seid.“ Eine Hommage an die Jahreszeit war „Im Frühling“ von Roman Zybal nach einer Komposition von Mozart. In schöner flüssiger Singbewegung vorgetragen, gefiel dies den Zuhöreren. Beim „Fränkischen Wind“ nahm der Chor die Zuhörer mit in die fränkische Heimat und alle schunkelten im Dreiviertel-Takt mit. Bei Kaffee, Kuchen und Torten ließen sich Bewohner und Gäste auch den zweiten Auftritt des Sängerkranzes munden.

Mit der Hymne an den Gesang von Valentin Rathgeber „Mein Stimme klinge“ wurde der Text „Lasset alle Sorgen sein, stimmet in den Jubel ein, alles was ein Herz erfreuen kann“ sehr gut musikalisch umgewandelt. Ein Kleinod ist das alte Volkslied „Nun leb wohl, du kleine Gasse“, das die Sänger sehr anmutig und gefühlvoll interpretierten. Ein Lob an die Schöpfung war der moderne gesetzte Chorsatz „Schau auf die Welt“. Das vom zeitgenössischen Komponisten John Rutter geschriebene Lied ist wie ein Dank an die Schöpfung für den Planeten, für dessen Schutz sicher jeder einsetzen sollte. Etwas wehmütig klang der Chorsatz „Glocken der Heimat“, der die Senioren an ihre Jugendzeit erinnerte.

Ein schöner Abschluss des mehrstimmigen Gesangs war denn die fränkische Humoreske „Jula ist das schönste Kind.“ Es beschreibt eine fränkische Hausfrau, die nicht kochen kann. „Das gibt es doch eigentlich gar nicht“, meinte dazu ein Zuhörer schmunzelnd.

Wenn Anton Beßlein zum Akkordeon greift, steigt die Stimmung

Hatte im letzten Jahr noch der Chorleiter Aureliano Zattoni die Zuhörer mit seinem brillanten Klavierspiel begeistert, so hatten sich die Sänger in diesem Jahr etwas anderes ausgedacht. Mit seinem Schifferklavier ausgestattet zog Sänger-Urgestein Anton Beßlein die Bewohner des ASB-Pflegeheims und ihre Gäste in das Singen mit ein. Bei den Volksliedern „Im grünen Wald“ und „Hohe Tannen“, einem Schunkelpotpourri, sangen und wippten alle begeistert mit. Romantisch dann der Abschluss mit dem „Träumen aus der Kinderzeit“. Der Beifall zeigte, dass der kurzweilige Nachmittag allen gefallen hatte.