BURGKUNSTADT

Luna und kichernde Gespenster beim Schulfest

Ums Lesen und dabei Träumen ging es auch beim dies jährigen Schulfest der Friedrich-Baur-Grundschule in Burgkunstadt, wie hier die Kinder nach ihrem Einmarsch zeigen. Foto: Roland Dietz

Einen großen Zuspruch fand in diesem Jahr wieder das Schulfest der Friedrich-Baur-Grundschule. Es war zugleich Höhepunkt der Projektwoche zum Thema „Lesen“. Mit der Schlagwerkmusik von Cajuns zogen die Kinder auf den Pausenhof ein.

Mit zusammengefügten Buchstaben machten die Kinder auf das Projekt aufmerksam. „Wer will fleißige Leser seh'n, der muss in die Grundschule nach Burgkunstadt geh'n“, trällerten die Kinder. Schulleiterin Susi Krauß sprach in ihrer Begrüßung von einer ereignis- und arbeitsreichen Woche.

Deshalb sei es schön, dass sie viele Gäste begrüßen konnte. Die Schulleiterin erklärte: „Lesen ist ein großes Wunder“. „Was hast du vor dir, wenn du ein Buch aufschlägst? Kleine, schwarze Zeichen auf hellem Grunde. Du siehst sie an, und sie verwandeln sich über den Kopf in klingende Worte, die erzählen, schildern oder belehren“, zitierte sie Marie von Eber-Eschenbach.

Nicole Dorsch mit ihrer vierbeinigen Begleiterin, dem „Lesehund“ Luna. Foto: Roland Dietz

Lesen eröffne neue Horizonte. Lesen höre nicht bei Fertigkeiten auf. Das Wichtige sei die Sinnentnahme von Texten und ein damit verbundener kreativer Umgang. Was ist wichtig? Was ist nebensächlich? Was ist wahr oder falsch? Die Fähigkeit zur Beurteilung zu erlernen, sollte im Mittelpunkt stehen. Dies war ein Grund, als Projekt-Thema in diesem Jahr das Lesen zu wählen.

Nicole Dorsch kam eigens mit ihrer vierbeinigen Begleiterin Luna. Die Kinder durften der Hündin vorlesen, deren ruhiges Wesen schnell auf die Kinder wirkte. In den Klassenzimmern lebte die Lesekunst. So gab es eine Sprachwerkstatt mit künstlerischer Literatur. In der Märchenstube wurden Märchen vorgelesen und teils sogar gespielt. So brachte die Geschichte von Rapunzel für die Kinder ein richtiges Abenteuer.

Der faule Rabe

Die Jungen und Mädchen, die die Grusellesung bestritten. Foto: Roland Dietz

Ebenso war es mit dem Raben Socke im Kasperltheater. Er war richtig faul. So ließ er Arbeiten wie Wasserschleppen gerne anderen wie dem Schaf Wolle machen. Dann rettete er doch noch die Erdbeerpflanzen vor dem Vertrocknen und gewinnt damit eine tolle Wette.

Welche Blätter und Bäume gibt es im Wald? Erfragt und gelernt beim Waldquiz. Foto: Roland Dietz

Ganz prima gemacht waren die Klanggeschichten. Dort las die Klasse 3B eine Geschichte über die Geister in der Gespensterschule vor und lies diese durch Geräusche lebendig werden. Das schaurige „Uh, uh, uh“ der Gespenster wurde mit dem unheimlichen Pfeifen des Windes umrahmt, nach dem die Glocke zu Mitternacht geschlagen hatte. Bedrohliche Schritte und Stampfen, unerklärliches Gemurmel und Gekicher sorgten für Spannung, die sich erst wieder legte, als die Glocke ein Uhr schlug.

Sehr interessant waren die Fragen die gestellt wurden. So gab es an jeder Station für das Enträtseln und Beantworten einer Frage einen Stempeldruck für die Kinder. Wer sechs erhielt, nahm am Schluss an einer großen Verlosung teil. Am interessantesten war dabei sicherlich das Thema „Umwelt und Natur“ mit einem Waldquiz.

Das königliche Abc

Auch künstlerische Aktionen gab es zu bestaunen. So das königliche Abc, bei dem Buchstaben auf großen Leinwänden erschienen. Oder die Ausstellung von gebastelten Litfaßsäulen mit Verkauf von Kinderbüchern der Kinderbuchautorin Judith Allert, die die Projektwoche begleitet hatte.

In der Märchenlesestube. Foto: Roland Dietz

Weil der Gang durch das Grundschulgebäude hungrig und durstig machte, gab es bei der alkoholfreien Veranstaltungen Limonaden und leckere Cocktails, frische Grillspezialitäten sowie Kaffee und Kuchen.

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