WEISMAIN

Schüler greifen zum Spaten

Angepackt haben die Kinder bei der Pflanzaktion zum Baum des Jahres in Weismain. Kreisfachberater Michael Strohmer (Mitt... Foto: Roland Dietz

Fast wäre die Pflanzung des Baumes des Jahres buchstäblich ins Wasser gefallen. Doch am Ende hatte der Wettergott doch ein Einsehen und die Schüler der Abt-Knauer-Grundschule ergänzten die Baumreihe an der Heinrichshöhe um eine Flatterulme.

Die Pflanzung hat Tradition. Seit 25 Jahren setzen die Grundschüler entlang des Spazierweges an der Heinrichshöhe den Baum des Jahres. Damit haben sie nicht nur einen Beitrag zur Umweltbildung geleistet, sondern für die Spaziergänger auch schon eine kleine Allee geschaffen.

„Durch die Pflanzung werden die Schüler dafür sensibilisiert, wie wichtig Bäume sind.“
Udo Dauer, Bürgermeister

Über den Regen, wegen dem die Aktion kurz unterbrochen werden musste, freute sich der Kreisfachberater für Gartenbau Michael Stromer. „Wir brauchen für das Wachstum und das ökologische Gleichgewicht in der Natur nach dem trockenen Sommer 2018 dringend Regen“, erklärte er den Kindern. Bäume wie die Fichte, die vor zwei Jahren Baum des Jahres war, haben unter der Dürre und dem Borkenkäfer extrem zu leiden.

Dank der alljährlichen Pflanzung kennen sich die Schüler mit Baumarten gut aus. Im Nu hatten sie 20 Arten – von Esche über Eiche und Birke bis zur Kastanie aufgezählt.

„Der Baum des Jahres 2019 ist die Flatterulme, und sie zeigt uns sehr gut, dass es Arten gibt, die mehr oder weniger aussterben“, erklärte Stromer. So seien Ulmenunterarten vom Ulmensplintkäfer und einem Pilz befallen worden, was ein Artensterben zur Folge hatte. Wenn Arten verschwunden sind, dauere es sehr lange, bis sie sich wieder nachbilden. Die Flatterulme wachse oft auf feuchten Böden und an Bächen, da sie sehr feuchtigkeitsliebend ist. In Wäldern tauche sie seltener auf. Die Flatterulme wird etwa zehn bis zwölf Meter hoch, einige Exemplare sogar über 30 Meter. Hauptverbreitungsgebiet ist das kontinentalere Osteuropa, in Deutschland vorwiegend in den nordöstlichen Bundesländern.

Schüler packen kräftig mit an

„Durch die Pflanzung werden die Schüler dafür sensibilisiert, wie wichtig Bäume sind“, sagte Bürgermeister Udo Dauer. Sie produzieren Sauerstoff, liefern Holz und spenden in Gärten und Parks Schatten. Zum Tag des Baumes erfreuten die Flötenspieler der 3. und 4. Klassen unter Leitung von Ute Chapple die Teilnehmer mit Frühlingsliedern.

Danach packten die Schüler bei der Pflanzung tatkräftig mit an. Nach dem Entfernen des Geflechtes um den Wurzelballen ließen sie die Flatterulme in die ausgehobene Kuhle und gossen sie mit Wasser an. Am Schluss wurde sie an Baumstützen festgebunden. Schulleiterin Heike Witzgall dankte Kreisfachberater Michael Stromer und Bürgermeister Udo Dauer für die lehrreiche Aktion.

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