BURGKUNSTADT

Gärtenrother Gruppe: Wassergebühr steigt auf 2,95 Euro

Gärtenrother Gruppe: Wassergebühr steigt auf 2,95 Euro
Das Wasserhaus in Gärtenroth. Weil die Trinkwassergebühren des Zweckverbands der Gärtenrother Gruppe nicht kostendeckend sind, wurden sie erhöht. Foto: Dieter Radziej

Der Wasserpreis im Zweckverband zur Wasserversorgung der Gärtenrother Gruppe wird zum 1. Juli erhöht. Die Grundgebühr wird auf 49 Euro (bisher 34 Euro) angehoben, der Wasserpreis auf 2,95 Euro (bisher 1,78 Euro) je Kubikmeter. Das hat die Verbandsversammlung am Mittwochabend im Rathaus beschlossen. Die bisherigen Wassergebühren waren nicht kostendeckend, wie berichtet.

Keine Mehrheit fand sich für die Alternativen, die Grundgebühr bei 34 Euro zu belassen und dafür den Wasserpreis auf 3,05 € je Kubikmeter zu erhöhen oder die Grundgebühr auf 60 Euro zu erhöhen und den Wasserpreis auf 2,88 Euro je Kubikmeter.

Drei Alternativen für die neue Gebührenkalkulation

Bürgermeisterin Christine Frieß erklärte, dass die vorige Gebührenkalkulation 2015 erfolgt war und die Kalkulation für 2016 bis 2019 ergeben habe, dass die Wassergebühr von 1,78 Euro auf 1,99 Euro pro Kubikmeter angehoben werden müsse, um die Kosten zu decken. Weil die finanzielle Situation des Zweckverbands sehr angespannt sei, wurde diese vorzeitige Neukalkulation vorgenommen. Die neuen Beiträge und Gebühren könnten bereits zum 1. Juli erhoben werden.

Für Diskussionen sorgte die neue Satzung für die Wasserversorgungsanlage, die einigen Zweckverbandsmitgliedern erst am Sitzungstag zugegangen war. Obwohl die Änderungen vor allem der aktuellen Rechtsprechung angepasst wurden, wie Geschäftsleiterin Stefanie Blüchel erläuterte, sahen sich die Verbandsräte überfordert, dies in der relativ kurzen Zeit zu entscheiden, wie Dr. Siegfried Münch und Edwin Bauersachs darlegten. Daher wurde der Beschluss mit 4:2 Stimmen vertagt. Regierungsamtsrat Georg Herold vom Landratsamt erläuterte Möglichkeiten, die neue Satzung dennoch zu verabschieden, da bei einer nochmaligen Beratung und im Rahmen einer Änderungssatzung ohnehin den Wünschen der Verbandsmitglieder Rechnung getragen werden könne.

Die Ableitung des Filterrückspülwassers in den Wildenrother Mühlbach sei zwischenzeitlich für 24 591 Euro saniert worden, teilt Bürgermeisterin Christine Frieß mit. Die Jahresrechnung 2017 mit mit 197 676 Euro im Verwaltungshaushalt und 120 516 Euro im Vermögenshaushalt legte Geschäftsleiterin Stefanie Blüchel vor. Für 2018 waren im Verwaltungshaushalt 207 598 Euro und im Vermögenshaushalt 116 205 Euro kalkuliert. Günter Knorr wunderte sich, dass trotz des trockenen Sommers die Kosten für den Wasserverbrauch von 129 000 Euro (2017) auf 105 000 Euro (2018) gesunken waren.

Nachfragen wegen des Kreditbedarfs von 50 000 Euro

Beschlossen wurde der Haushalt für 2019 mit 209 280 Euro im Verwaltungshaushalt und 65 055 Euro im Vermögenshaushalt. Die Zuführungen zum Vermögenshaushalt belaufen sich auf 12 555 Euro. Nachfragen gab's wegen des Kreditbedarfs von 50 000 Euro. Der Schuldenstand des Zweckverbandes betrug Ende 2018 insgesamt 138 999 Euro, wie die Geschäftsführerin auf Anfrage von Günter Knorr erklärte.

Beschlossen wurde, eine Sachversicherung für das Wasserhaus und den Hochbehälter für 197,54 Euro abzuschließen.

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