BURGKUNSTADT

Musikserenade: Bei „Wir Musikanten“ klatschen alle mit

Musikserenade: Bei „Wir Musikanten“ klatschen alle mit
Die Flügelhornspieler und Trompeter des Burgkunstadter Musikvereins begeisterten bei der Musikserenade in Burgkunstadt. Foto: Roland Dietz

Blasmusik der Extraklasse in einer Veranstaltung der besonderen Art bot die Musikserenade am Obermain. Einen stimmungsvollen Nachmittag bereiteten die Gruppe der historischen Zeitreise in Weismain, die Blaskapellen aus Burgkunstadt, Weismain und Altenkunstadt zusammen mit der Stadt Burgkunstadt.

„Warum werden hier nicht öfter Veranstaltungen abgehalten?“, fragte sich so mancher Besucher angesichts des stimmungsvollen Ambientes auf dem Regens-Wagner-Platz. Bei herrlichem Frühlingswetter waren über 500 Besucher gekommen, um den Vorträgen zu lauschen und ein paar schöne Stunden zu verbringen. Darüber freute sich auch Bürgermeisterin Christine Frieß . „Die Musikserenade ist ein tolles Projekt, in dem die Vereine und Mitbürger über die Grenzen der Kommunen hinweg gemeinsam anpacken, um so etwas Besonderes zu schaffen“, erklärte sie. Die Stadtverwaltung werde derartige Veranstaltungen gerne unterstützen, seien sie doch ein Aushängeschild für die ganze Region.

Musikserenade: Bei „Wir Musikanten“ klatschen alle mit
Für ein besonderes Klangerlebnis sorgten insgesamt 70 Musiker aus drei Kapellen zum Abschluss der Musikserenade. Foto: Roland Dietz

Über den Besucherandrang freute sich auch die Kapellen mit den jungen Vorsitzenden Simon Löffler, Jörg Daschner und Sebastian Kremer. „Es macht einfach Spaß, locker vor einem großen Publikum zu musizieren“, betonte Sebastian Kremer vom Musikverein Burgkunstadt. Er dankte der Organisatorin Simone Seidel, die wieder den Hauptpart der Organisation zusammen mit Monika Petterich von der Stadtverwaltung übernommen hatte, Sabine Schuberth die mit Regens-Wagner die Veranstaltung großartig unterstützt hatte, sowie allen Helfern. Simone Seidel war in die Rolle der Künstlerin Heidi Montag geschlüpft und verteilte Serenade-Pralinen unter den Besuchern.

Von „Kannst du Knödel kochen?“ bis zum mitreißenden „Brazil“

Mit konzertanter, moderner und volkstümlicher Blasmusik zeigten sich die drei Kapellen von ihrer besten Seite. Mit ihrem Auftritt gelang es den Musikern, die Zuhörer zu erfreuen und gleichzeitig für sich zu werben. Mit dem Traditionsmarsch „Gruß an Kiel“ machte die Kapelle des Musikvereins Burgkunstadt unter der Leitung von Thomas Besand den Anfang. Sehr routiniert zeigten sich die Musiker bei den Konzert-Potpourris „Sonniges Spanien und „Dankeschön Bert Kaempfert“, was von die Zuhörer mit viel Beifall belohnten.

Musikserenade: Bei „Wir Musikanten“ klatschen alle mit
Musikserenadepralinen verteilten Organisatorin Simone Seidel alias Heidi Montag mit Mario und Christian.

Auf den Anlass richtig zugeschnitten waren die Polka „Ein Sonntag in Böhmen“, „Kannst du Knödel kochen?“ oder „Die Hexe“ aus dem Repertoire der Egerländer Blasmusik, die die Weismainer Blasmusik unter der Leitung von Marion Müller Eitzenberger schwungvoll interpretierte. Dass die Weismainer aber auch modern spielen können, zeigten sie mit lateinamerikanischen Melodien wie „Oye como va“ und „Brazil“.

Mit dem „Marsch die Sonne geht auf“ von Rudi Fischer glänzten die Altenkunstadter Musikanten. Sehr anmutig spielten sie die Polka „Fernweh“ der Scherzachtaler Musikanten. „Das Beste kommt zum Schluss“, hatten sich die drei Kapellen gedacht und sich am Ende zu einem fulminanten Orchester mit 70 Musikern zusammengeschlossen. Bei der Blasmusikhymne „Böhmischer Traum“ klatschten alle begeistert mit. Ebenso bei „Wir Musikanten“. So gab es als Zugabe für die begeisterten Zuhörer den „Frankenliedmarsch“ als Finale nach fast drei Stunden hervorragender Blasmusik.

„Das müsst ihr wieder mal machen.“
Ein Besucher
Musikserenade: Bei „Wir Musikanten“ klatschen alle mit
Die Altenkunstadter Musikanten spielten groß auf.

„Das müsst ihr wieder mal machen“, war von einigen Besuchern zu hören. Erstklassige Blasmusik, leckerere Bratwürste, süffiges Bier und gebackene Notenschlüssel statt Brezen kamen bei allen gut an. Einziger Wermutstropfen war das stürmische Frühlingswetter, wegen dem die Serenade etwas abgekürzt werden musste.

 

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