BURGKUNSTADT

Die seltene Eichen-Konfirmation begangen

Mit Hannelore Schiffauer (vorne re.) durfte Pfarrer Heinz Geyer eine Burgkunstadterin in der Christuskirche begrüßen, die das seltene Fest der „Eichen-Konfirmation“ (80 Jahre) beging. Vor 75 Jahren wurde Gretchen Pühlhorn (2. v. re.) konfirmiert. Mit auf dem Foto sind auch die Ju... Foto: Matthias Schneider

„Ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein!“ Mit dieser Verszeile des bekannten Chorals „Tu mir auf die schöne Pforte“ eröffneten die Gottesdienstbesucher am vergangenen Sonntag den Festgottesdienst zur Jubelkonfirmation und besangen somit ihre „Rückkehr“ in die Christuskirche in dem Gedächtnis an den Tag ihrer Konfirmation in eben jenem Gotteshaus.

Pfarrer Heinz Geyer durfte neben den Jubelkonfirmanden, die vor 25 Jahren (silberne Konfirmation), 50 Jahren (goldene Konfirmation) und 60 Jahren (diamantene Konfirmation) zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gegangen waren, auch die Christen begrüßen, die die eiserne Konfirmation (65 Jahre) und die Gnaden-Konfirmation (70 Jahre) begingen.

Vor 80 Jahren Konfirmation gefeiert

Vor 60 beziehungsweise 65 Jahren feierten die diesjährigen diamantenen und eisernen Konfirmanden ihre Konfirmation in de...

Gretchen Pühlhorn feierte am Sonntag „Jubilate“ die Kronjuwelen-Konfirmation (75 Jahre), und Hannelore Schiffauer sorgte für ein nicht alltägliches Jubiläum: Als bisher zweite Christin in der Gemeinde feierte sie das seltene Fest der Eichen-Konfirmation und erinnerte somit an den Tag, als sie vor 80 Jahren zum ersten Mal zum Tisch des Herren ging.

Unter dem Glockengeläut und den festlichen Klängen des Posaunenchores zogen die Jubelkonfirmanden feierlich in die Christuskirche ein. Sie wurden dabei nicht nur vom Kirchenvorstand sondern auch von den diesjährigen Konfirmanden begleitet. Dies vermittelte auf eindrucksvolle Art und Weise die Verbundenheit im christlichen Glauben über alle Generationen hinweg. Im Mittelpunkt der Predigt von Pfarrer Geyer stand das biblische Gleichnis vom Weinstock und den Reben. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“, rief Pfarrer Geyer den Jubilaren und der Festgemeinde zu und erinnerte dabei an das Versprechen Gottes, das dieser den damals Jugendlichen im Rahmen ihrer Konfirmation zugesichert hatte.

Vergleichsweise überschaubar war die Größe der silbernen Konfirmanden (25 Jahre), die Pfarrer Geyer am Sonntag „Jubilate...

„Gottes Botschaft ,Ich bin bei dir? begleitete Sie in den letzten Jahrzehnten auf Ihrem Lebensweg. Und auch wenn Sie im Lauf der Zeit neben Freuden auch Lasten zu tragen hatten, so galt immer Gottes Wort: ,Ich bin an deiner Seite und halte dich!?“, erklärte Pfarrer Geyer und betonte dabei auch, dass Christen sich immer auf diesem Weg befänden und somit jeden Tag in ihren Glauben hineinwachsen müssten.

Gerade hinsichtlich dieser Botschaft war die gemeinsame Feier des Abendmahls ein weiterer Höhepunkt des Gottesdienstes, da Pfarrer Geyer dieses zuvor als „Wegzehrung auf diesem Weg mit Gott“ bezeichnet hatte. Beim Konfirmationsgedächtnis wurden die Jubilare einzeln genannt und versammelten sich im Altarraum der Christuskirche. Dabei stellte nicht nur der Pfarrer fest, dass sich selten zuvor derart viele Jubelkonfirmanden in der Christuskirche eingefunden hatten. Ein ganz besonderer Tag war die Jubelkonfirmation für die Familie Pühlhorn/Detsch, deren Mitglieder an diesem Tag sowohl die Silberne, die Goldene als auch die Kronjuwelen-Konfirmation begingen.

Die größte Gruppe der diesjährigen Jubelkonfirmation stellten die goldenen Konfirmanden (50 Jahre).

In den abschließenden Fürbitten gedachten die Jubelkonfirmanden den bereits Verstorbenen der verschiedenen Jahrgänge und denjenigen, die aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht dem Gottesdienst in der Christuskirche beiwohnen konnten. Eine gute Gelegenheit zum Austausch gemeinsamer Erinnerungen bot am Nachmittag die von der Kirchengemeinde organisierte „Begegnungskaffeerunde“ im Gemeindehaus.

 

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