WEISMAIN

Frühlingssingen ist ein Erlebnis für Jung und Alt

Ehrungen beim Sängerkranz Weismain: (hinten, v. li.) Vorsitzender Wilfried Gülden, Werner Schneider, Alfred Ladisley, Hans Schäfer, Schriftführer Georg Trinkwalter und 2. Vorsitzender Ferdinand Humbert, (sitzend, v. li.) Betty Graßmann, Varinia Schmidt und Leni Pachter. Foto: Roland Dietz

Es ist nicht leicht für einen Verein wie den Sängerkranz Weismain, mit nur noch 16 Sängerinnen und Sängern den Singbetrieb aufrecht zu erhalten. Das erklärte der Vorsitzende Wilfried Gülden bei der Jahreshauptversammlung.

„Wenn mal zwei oder drei Sänger ausfallen, ist es nicht möglich, dies zu kompensieren“, bedauerte er. Nur mit einem festen Zusammenhalt der verbliebenen Aktiven sei es möglich gewesen, allen Anforderungen eines Chors gerecht zu werden. „Die Arbeit und der Gesang machen Spaß, und mit Aureliano Zattoni haben wir einen hervorragenden Chorleiter“, betonte Gülden. „Wir haben Werbung für neue Sängerinnen und Sänger betrieben, aber leider ist niemand bereit, den ältesten Verein in Weismain zu unterstützen.“

„Die Arbeit und der Gesang machen Spaß, und mit Aureliano Zattoni haben wir einen hervorragenden Chorleiter.“
Wilfried Gülden, Vorsitzender

Wesentlich positiver war der Bericht von Schriftführer Georg Trinkwalter. So nahm der Verein an der Gruppenversammlung und dem Kreissängertag in Burgkunstadt teil. Ebenso beim Gruppensingen in Mainroth. Der musikalische Höhepunkt war das Singen am Kantatensonntag in der evangelischen Christuskirche. Zusammen mit dem Kirchenchor St. Martin und einigen Musikern der Weismainer Blasmusik und dem Organisten Alexander Kallwies wurde anspruchsvolle geistliche Chormusik gesungen. Die intensiven Chorproben mit Aureliano Zattoni hatten sich gelohnt. Viel Beifall erhielten die Sänger dafür auch bei einem weiteren ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin. Zum Highlight des Jahres habe sich das Frühlingssingen im ASB-Pflege- und Seniorenheim entwickelt. So unterhielt der Chor die Senioren an einem Nachmittag mit Chormusik und klassischen Werken, die Aureliano Zattoni auf dem Klavier interpretierte, bei Kaffee und Kuchen. Die Veranstaltung soll auch in diesem Jahr als willkommene Abwechslung für die Bewohner stattfinden. Bei der Auszeichnung des „Hauses der Kinder“ in Modschiedel war der Sängerkranz Weismain dabei. Die Initiative des deutschen Chorverbands soll Kindertagesstätten darin zu bestärken, das gemeinsame Singen in ihrer täglichen Arbeit zu verankern. Gemeinsam mit dem Kirchenchor wurde die Gedenkfeier zum Volkstrauertag ebenso ausgestaltet wie das Weismainer Adventseinläuten.

Auch im gesellschaftlichen Leben war der Sängerkranz aktiv. Fünf Mitgliedern wurden mit einem Ständchen zum Geburtstag gratuliert. Mit einer Mannschaft haben die Sänger an der Stadtmeisterschaft der Schützengesellschaft teilgenommen und mit einer größeren Abordnung beim Schützenfest-Umzug. Ein Gemeinschaftserlebnis war eine Ausflugsfahrt in den Thüringer Wald. Schon obligatorisch sind ein Besuch der Kirchweih und die Weihnachtsfeier.

Sänger und Spender gesucht

Dem Sängerkranz gehören 16 aktive und 61 passive Mitglieder an. Schatzmeisterin Monika Ruckdeschel bemerkte dass der Verein auf Spenden von Gönnern und Mitgliedern angewiesen ist, da die Kosten im Singbetrieb immer höher werden. „Die Ausgaben sind schon seit mehreren Jahren wesentlich höher als die Einnahmen“, mahnte Monika Ruckdeschel.

Chorleiter Aureliano Zattoni freute sich über die Leistungen des kleinen Chores. Dies zeige, dass die Aktiven mit großer Begeisterung dabei sind. Der Vorsitzende der Sängergruppe Kordigast Roland Dietz ermutigte die Sänger, öfter mit Nachbarchören und mit dem Kirchenchor zusammenzuarbeiten, da sich das sehr positiv auswirke.

Ehrungen

Für langjährige Treue zum Sängerkranz ehrten Gruppenvorsitzender Roland Dietz und 2. Vorsitzender Ferdinand Humbert zahlreiche Mitglieder: Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurde Andreas Rehe ausgezeichnet, für 15 Jahre Sandra Will-Hatzold, für 20 Jahre Werner Schneider und Georg Keilholz, für 25 Jahre Thomas Klammert, Alfred Ladisley, Robert Müller und Renate Will. Seit 30 Jahren Mitglied sind Betty Graßmann und Hans Schäfer, seit 35 Jahren Rudolf Knauer, Leni Pachter und Harald Reitwießner und seit 65 Jahren Resi Halbhuber. Für zehn Jahre Singen im Chor wurden Inge Hartmann und Varinia Schmidt geehrt.