BURGKUNSTADT

Stadtrat Burgkunstadt: Zweite Urnenanlage für den Friedhof

Der Trend zur Urnenbestattung hält an: Neben der Urnenanlage auf dem Burgkunstadter Friedhof soll im Frühjahr eine zweite errichtet werden. Foto: Gerhard Herrmann/Archiv

Die Nachfrage nach Urnengräbern auf dem Burgkunstadter Friedhof steigt. Rund fünf Jahre, nachdem die dreiflügelige Urnenanlage errichtet wurde, ist ein Großteil der 54 Urnenkammern belegt. Daher hat der Stadtrat beschlossen, eine zweite Anlage daneben zu errichten. Mit den Arbeiten für das Fundament und den Umgriff wurde die Firma Vogt Garten- und Landschaftsbau aus Kirchlein für 25 662 Euro beauftragt. Die Arbeiten sollen in diesem Frühjahr beginnen.

Einbruch bei der Gewerbesteuer

Die Spanne der Angebote reichte bis zu 44 999 Euro, wie Bürgermeisterin Christine Frieß berichtete. Weil die Lieferzeit für die Urnenanlage sehr lang ist, hatte der Stadtrat den Auftrag dafür bereits im vergangenen Jahr an die Firma Kronimus für rund 82 650 Euro vergeben. Wegen eines unerwarteten Einbruchs bei den Gewerbesteuereinnahmen werde die Finanzierung jetzt nicht einfach, räumte die Bürgermeisterin ein. Das Landratsamt habe eine rechtsaufsichtliche Genehmigung in Aussicht gestellt, weil der Friedhofsbetrieb eine hoheitliche Aufgabe der Stadt ist.

Neues Museumskonzept gewünscht

Eine Einbeziehungssatzung für Mainklein, die einem Bauunternehmer die Einrichtung einer Maschinenhalle neben der Gemeinschaftshalle ermöglichen soll, wurde bei einer Gegenstimme (Thomas Müller, Bürgerverein) beschlossen. Die vorhandenen Feld- und Waldwege dürfen nicht aufgeschüttet werden und die neue Zufahrt das Geländeniveau nicht überschreiten, weil die Fläche im Überschwemmungsgebiet liegt, wie das Landratsamt fordert. Außerdem solle auf eine fünf Meter breite Hecke im Überflutungsbereich verzichtet werden. Die Kritik des Bund Naturschutz, der das Vorhaben ablehnt, werde nicht berücksichtigt, da das Wasserwirtschaftsamt keine Beeinträchtigung des Hochwasserschutzes sehe, erklärte die Bürgermeisterin.

Die Umbauarbeiten im Deutschen Schustermuseum, die unter anderem der Barrierefreiheit dienen, haben sich wegen Problemen bei der Ausschreibung verzögert. Um weiteren Verzug zu vermeiden, ermächtigte der Stadtrat die Bürgermeisterin, Aufträge für die beiden Gewerke, deren Kosten voraussichtlich über 10 000 Euro liegen werden, zu erteilen. Auf Wunsch von Michael Doppel (FW) werden die Räte jeweils per E-Mail darüber informiert. An die gewünschte Modernisierung des pädagogischen Konzepts erinnerte Alexander Hanna (Bürgerverein).

Aus dem Stadtrat

Die Ampelschaltung an der Kreuzung der Bahnhofstraße und der Bundesstraße 289 wird in diesem Frühjahr vom Straßenbauamt überprüft, teilte Bürgermeisterin Christine Frieß mit. Die langen Wartezeiten (bis zu vier Minuten) auf dem Weg zum Bahnhof hatte Michael Doppel (FW) bemängelt. Nicht vorgesehen sei ein Abschalten der Ampel an Sonntagen, so Frieß.

Größere Arbeiten sind zur Reparatur eines eingebrochenen Kanals am Hainweiherer Berg erforderlich, weil der Kanalverlauf nicht bekannt ist, erklärte Geschäftsleiter Sven Dietel auf Anfrage von Wolfgang Sievert (SPD).

Über die Ausschreibungen für den Rahmenplan zur Umgestaltung des Schulbergs werde die Stadtverwaltung mit der Regierung sprechen, sobald der Haushaltsplan beschlossen sei, sagte Dietel auf Anfrage von Thomas Müller (Bürgerverein).

Der Balkon an der Stadthalle wird zurzeit wegen Einsturzgefahr abgetragen, teilte er auf Anfrage von Müller mit. Die Arbeiten mussten sofort erfolgen.

Einen Anbau der Bäckerei Willascheck am Plan mit einem größeren Eingangsbereich und einer kleinen Theke hat der Bauausschuss genehmigt.

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