BURGKUNSTADT

Kultursonntage: Klingendes Salonflair des alten Wiens

Kultursonntage: Klingendes Salonflair des alten Wiens
Salonmusik der zwanziger und dreißiger Jahre spielt David Frühwirth (Violine) in der Alten Vogtei. Foto: WILDUNDLEISE.DE

Ein Abend voller Geschichten erwartet Interessenten am Sonntag, 10. Februar, 17 Uhr, bei den Kultursonntagen in der Alten Vogtei. Fantasievoll und gekonnt erweckt David Frühwirth (Violine) das „Goldene Zeitalter“ der zwanziger und dreißiger Jahre zu neuem Leben. Mit seinem Spiel kreiert er die Salonatmosphäre jener Jahre, das Flair des alten Wien, aber auch das New Yorks und Berlins.

Begleitet wird er von der Pianistin Milana Chernyavska, die den Vogtei-Besuchern durch ihre Auftritte, unter anderem mit Yamei Yu, in guter Erinne-rung sein dürfte. Zusammen mit seinem Freund Enrico Caruso war er einer der Superstars der frühen Grammophon-Ära und bis heute zählen seine typisch Wiener Melodien zu den absoluten Highlights in der klassischen Musikszene: Fritz Kreisler.

Mit 13 Jahren steht er auf den Konzertpodien Europas und der USA und wird in einer einzigartigen Karriere für Jahrzehnte zum bewunderten Virtuosen, zum Liebling des Publikums auf allen Kontinenten. Sein „Liebesleid” oder „Schön Rosmarien“ sind durch ihren wunderbaren melodischen Charme bis heute beliebt. Kreisler komponierte nah am Puls seiner Zeit – oft unter fantasievollen Pseudonymen.

Selten länger als drei Minuten

Passend zur damaligen Schallplattentechnik schrieb er Stücke, die selten länger als drei Minuten dauerten. Dennoch gehören sie bis heute zum unvergänglichen Repertoire aller Geiger und begeistern Musiker und Publikum in aller Welt.

Der in Salzburg geborene Violinist David Frühwirth absolvierte sein Studium am Mozarteum Salzburg, der Musikhochschule Lübeck und an der Manhattan School of Music in New York. Er spielt regelmäßig Solo- und Kammermusik Konzerte in bekannten Konzertsälen und Festivals weltweit. „Als vielfacher Preisträger bei Wettbewerben ist er auf dem besten Wege, sich in die Spitze der internationalen Musikszene zu spielen“, urteilt der Münchner Merkur.

Renommierte Musiker

Milana Chernyavska wurde mit sieben Jahren in die renommierte Musikschule für begabte Kinder des Tschaikowsky Konservatoriums in ihrer Heimatstadt Kiew aufgenommen. Nach verschiedenen Meisterkursen wurden ihre künstlerischen Leistungen durch zahlreiche Preise bei internationalen und nationalen Wettbewerben anerkannt. Seit 1988 spielt Milana Chernyavska als Solistin mit verschiedenen Orchestern, aber auch kammermusikalisch ist sie weltweit unterwegs. (red)

Karten gibt es im Büromarkt Schulze in Burgkunstadt, der Tourist-Info Lichtenfels oder unter www.baur-stiftung.de.

Kultursonntage: Klingendes Salonflair des alten Wiens
Die Pianistin Milana Chernyavska wird beim nächsten Kultursonntag auftreten. Foto: Julia Wesely