BURGKUNSTADT/BURKERSDORF

Wolfgang Kalb: Zu den Wurzeln des Blues

Wolfgang Kalb: Zu den Wurzeln des Blues
Vollblutmusiker aus Hirschaid: Wolfgang Kalb mit seiner Dobro-Gitarre. Diese erklingt auf Einladung des Burgkunstadter Kleinkunstvereins „TECnet Obermain“ am 26. Januar im „TECnet Zentrum“ in Burkersdorf. Foto: Stephan Stöckel

Wolfgang Kalb aus Hirschaid ist eines der Bluesurgesteine Frankens. Er spürt den Wurzeln dieser Musikrichtung nach und gräbt Songs aus, die bereits 80 oder mehr Jahre auf dem Buckel haben. Am Samstag, 26. Januar, können sich die heimischen Bluesliebhaber ab 20 Uhr gemeinsam mit ihm auf die Suche nach längst vergessenen Bluesperlen machen. Der Burgkunstadter Kleinkunstverein „TECnet Obermain“ lädt dazu in sein „TECnet Zentrum“ in Burkersdorf ein. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

Kalb beherrscht die Spieltechnik des Fingerpicking. Bei seinen Auftritten erweist er sich als versierter Spieler auf der Dobro-Gitarre aus Stahl, die einst von tschechischen Einwanderern in den USA entwickelt wurde, damit die Bluesgitarristen am Straßenrand gegen den Verkehrslärm ankämpfen konnten.

Ob akustisch oder stählern – vor dem geistigen Auge der Zuhörer werden bei seinen Konzerten Geschichten lebendig, die von legendären Künstlern wie Robert Johnson, Mississippi John Hurt oder Muddy Waters vor fast 100 Jahren niedergeschrieben wurden. Hinterhof- und Gossenlyrik, Mörderballaden, Drogenstorys und Eifersuchtsdramen bilden Kalbs Konzertprogramm. Er weiß bei seinen Konzerten viel zu erzählen, denn er ist ein viel belesener Blueskenner, der 2006 in New York die beiden Bluesveteranen Honeyboy Edwards und Robert Lockwood Jr. besucht hat.