BURGKUNSTADT

Stadtrat Burgkunstadt: Ausbau der Bergstraße für 415 000 Euro

Holperpiste: Marode ist die Fahrbahn der Bergstraße in Burgkunstadt. Die Sanierung für rund 415000 Euro hat der Stadtrat beschlossen. Foto: Archiv-Gerhard Herrmann

Schlaglöcher, Risse und Senkungen machen die Fahrbahn der Bergstraße zu einer Holperpiste. Die Sanierung für rund 415 000 Euro hat der Stadtrat am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Wegen eines unerwarteten Rückgangs bei den Gewerbesteuereinnahmen wurde die ebenfalls geplante Sanierung der Brunnengasse in Mainroth bis zu den Haushaltsberatungen verschoben.

Saniert werden soll die Bergstraße vom Berglein bis zum Haus Nummer 5, erläuterte Manuel Kellner vom Planungsbüro Kellner, Bad Staffelstein. Die Fahrbahn wird fünf Meter breit ausgebaut mit einem Gehweg auf der von gesehen linken Seite (Breite: ein bis 1,50 Meter) bis zum Kesselweg und einem Hochbord auf der rechten Seite. Im oberen Bereich ist kein Platz mehr für Gehweg. Während der Kanal mit Inlinern (Reparaturschlauch) saniert wird, muss die Wasserleitung auf den ersten 75 Metern bis zur Leite erneuert werden.

Auf Anregung von Wolfgang Sievert (SPD) wird geprüft, ob eine Sanierung der Treppe zum Hainweiherer Berg notwendig ist. Über die geplanten Arbeiten sollen die Anwohner bei einem Informationsabend im Januar informiert werden, kündigte Bürgermeisterin Christine Frieß an. Die Arbeiten seien dringend erforderlich und sollen im nächsten Jahr erfolgen, betonte sie.

Zugang zum Friedhof verbessern

Ein lange gehegter Wunsch vieler Mainrother ist die Sanierung der Brunnengasse und die Verbesserung des Zugangs zum Friedhof. Wann der Ausbau bis zur Einmündung der Wagnersgasse erfolgen wird, entscheidet der Stadtrat bei den Haushaltsberatungen. Vorgesehen ist die Erneuerung der Fahrbahn (bisher 2,80 bis drei Meter breit) auf 3,50 Meter Breite. Am Friedhof sollen fünf Parkplätze längs der Straße gebaut und der Zugangsweg umgestaltet werden, erklärte Anne Kleylein vom Planungsbüro HTS, Kronach. Auf rund 365 000 Euro bezifferte sie die Baukosten, davon 45 000 Euro für die Erneuerung von Kanal und Wasserleitungen.

Wegen der Verbreiterung der Fahrbahn müssen die Böschungen zum Teil mit Gabionen und Mauern gestützt werden. Um den vorderen Zugang zum Friedhof zu verbessern, wird eine Aufschüttung um 50 Zentimeter vorgenommen, so dass sich die Steigung von 16 auf 13 Prozent verringert. Der hintere Zugang wäre mit 25 Prozent Steigung nur schwer umzubauen. „Wir wollen Barrierefreiheit, da sind 13 Prozent Steigung zu viel“, gab Marco Hennemann zu bedenken. Durch eine lange Rampe wäre ein leichte Verbesserung möglich, doch stünde der Aufwand in keinem Verhältnis zur Verbesserung, erklärte die Planerin.

Auf die Frage von Benedikt Vonbrunn (CSU) nach einer Förderung meinte Geschäftsleitender Beamter Sven Dietel, der Freistaat werden wohl einen Ausgleich für die gestrichenen Straßenausbaubeiträge leisten, doch seien weder die Höhe noch der Zeitpunkt absehbar.

Kampfhund kostet 615 Euro

Die Erhöhung der Hundesteuer von 31 auf 35 Euro im Jahr haben die Räte einstimmig beschlossen. Für Kampfhunde werden künftig 615 Euro (bisher 613 Euro) fällig. Nur fünf Hunde im Stadtgebiet gehören zu Kampfhund-Rassen, doch wegen einer Bescheinigung, dass sie nicht aggressiv sind, zahlen die Halter nur die niedrigere Steuer. Von der Steuer befreit sind Blinden- und Hilfshunde für Behinderte, Hüte- und Hirtenhunde. Ermäßigungen gibt es bei der Übernahme eines Hunds aus dem Tierheim, beim Absolvieren eines Hundeführerscheins und für Therapiehunde. Auf Antrag von Thomas Müller (Bürgerverein) wurde die Steuerbefreiung für Hunde, die beruflich eingesetzt werden, gestrichen.

Aus dem Stadtrat: Zuschuss zu Begegnungsstätte für Flüchtlinge und Bürger

Als Begegnungsstätte für Flüchtlinge und Bürger will die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde ein Begegnungscafé einrichten. Ein solch zwangloser Treffpunkt sei eine der besten Möglichkeiten zum Abbau von Hemmschwellen und zur Integration von Flüchtlingen, erläuterte Bürgermeisterin Christine Frieß. „Die Ehrenamtlichen, die sich für die Flüchtlinge engagieren, sie bei Behördengängen und der Jobsuche unterstützen, nehmen der Stadt viel Arbeit ab“, betonte auch Integrationsbeauftragte Veronika Flierl (Bürgerverein). Einstimmig beschlossen die Räte, die Kirchengemeinde mit einem Zuschuss von 6000 Euro bei der Finanzierung zu unterstützen.

Einen Zuschuss von 711 000 Euro zum Breitbandausbau erhält Burgkunstadt vom Freistaat (90 Prozent von insgesamt 790 000 Euro), wie Zweiter Bürgermeister Manfred Hofmann mitteilte.

Angesichts zunehmender Naturkatastrophen erwägt die Stadtverwaltung den Abschluss einer Elementarversicherung für die städtischen Einrichtungen. Hintergrund ist, dass der Freistaat ab Juli 2019 keine Soforthilfen mehr gewähren will, wenn die beschädigten Gebäude versicherbar gewesen wären. Eine Elementarversicherung deckt Schäden bei Überschwemmungen (Starkregen), Schneedruck (Dächer), Erdsenkung, Erdrutsch und Erdbeben ab, wie Sadik Can Aydin von der Bayerischen Versichertenkammer informierte. Für die rund 100 städtischen Gebäude würden die Kosten je nach Höhe der Eigenbeteiligung zwischen 15 000 und 22 700 Euro im Jahr betragen. „Wir können als Stadt nicht das Risiko tragen, wenn der Staat sich zurückzieht“, warnte Günter Knorr (CSU). An die zweimalige Überschwemmung des Freibads durch den Gartenbach erinnerte Kämmerin Heike Eber.

Mit Bohrungen zur Bodenuntersuchung für den Hochwasserschutz beauftragte der Stadtrat die Firma Behringer + Dittmann Borgesellschaft für 65 395 Euro. Die Bohrungen erfolgen nur auf öffentlichem Grund, versicherte Sven Dietel auf Nachfrage von Thomas Müller (Bürgerverein).

Beschlossen wurde die Anschaffung von 22 neuen PC-Arbeitsplätzen von der Firma Medialine Euro Trade AG, Weismain, für 14 346 Euro. Die bisherigen Geräte sind nach sieben Jahren veraltet und nicht mehr leistungsfähig genug, wie die Bürgermeisterin erläuterte.

Die Ausstellung „13 Führerscheine – 13 jüdische Schicksale“ wird ab 19. Januar im Rathaus gezeigt.

Die Ausschreibung für die geplante Ladesäule für Elektroautos hat begonnen, nachdem die Regierung die Förderung zugesagt hat, teilte Geschäftsleitender Beamter Sven Dietel auf Anfrage von Wolfgang Sievert (SPD) mit.