ALTENKUNSTADT

Mobilfunk: Abbau des ersten Sendemasts in Altenkunstadt

Mobilfunk: Abbau des ersten Sendemasts in Altenkunstadt
Vor einigen Tagen stand noch der Sendemast mit seinen sechs Antennen auf dem BMF-Gebäude. Foto: Picasa

Mancher Bewohner des Wohngebiets in der Altenkunstadter Neuwiese wird aufatmen, nachdem jetzt der Mobilfunksendemast auf dem BMF-Gebäude mit seinen sechs Sendeanlagen vom Mobilfunkanbieter beseitigt wurde. Der Bürgerinitiative Mobilfunkstandort Altenkunstadt (BI), die sich seit bald fünf Jahren für eine strahlenminimierte Umwelt engagiert, war der Abbau dieser Sendeanlagen sehr wichtig, auch wenn sie schon seit zwei Jahren abgeschaltet waren, teilt die BI in einer Pressemitteilung mit.

Sie sehen den Abbau als wichtigen Schritt Schritt hin zu einem strahlenminimierten Mobilfunk. In Altenkunstadt sei viel erreicht worden, so die BI. So habe der Gemeinderat die Erweiterung der Mobilfunkantenne auf dem Hochhaus in der Woffendorfer Straße abgelehnt, Immissionsgutachten beauftragt. Es seien niedrigstrahlende DECT-Telefone in den Kindergärten installiert und in der Grundschule Kabelverbindungen statt WLAN installiert worden. Der Beschluss des Gemeinderats, Mobilfunkanlagen in Wohngebieten nicht zuzulassen, gelte auch für WLAN-Hot-Spots.

Minimale Strahlung das Ziel

Zukünftig soll das Gemeindegebiet strahlenminimiert durch einen außerhalb der Wohnbebauung stehenden Mobilfunkmast versorgt werden. „In Zeiten, in denen letzte Funklöcher ohne tatsächliche Risikoprüfung gestopft werden, geht Altenkunstadt, wie auch andere Gemeinden und Städte in Deutschland, einen anderen Weg“, betont BI-Sprecher Dietmar Schubert. Auch in Altenkunstadt würden Funklöcher beseitigt, dies aber strahlenminimiert, so Schubert. Mit dem Bau des Alternativstandortes auf dem Gemeindeberg solle eine sinnvolle Versorgung bei minimaler Belastung erreicht werden. Auch Baiersdorf, Pfaffendorf und Burkheim sollen dadurch guten Mobilfunkempfang erhalten. Dafür hätten sich die Gemeinderäte, Bürgermeister Robert Hümmer und Geschäftsleitender Beamter Alexander Pfaff in Zusammenarbeit mit der BI eingesetzt. Zu einer Verzögerung führe die Insolvenz des Masten- und Stützenherstellers Europoles aus Neumarkt aufgrund eines geplatzten Großauftrages. Der Geschäftsbetrieb laufe jedoch weiter. Laut Gemeinde soll noch in den Wintermonaten mit Abholzarbeiten auf dem Gemeindeberg begonnen werden. Auch soll in den nächsten Wochen mit der Verlegung der Elektroleitungen zum Alternativstandort begonnen werden. Die BI hofft, dass der Mast spätestens im Frühjahr installiert wird.

Antenne auf Hochhaus abbauen

Nach dem Bau des Alternativstandortes sollen die dann überflüssigen Sendeanlagen auf dem Wohnhochhaus abgebaut werden, fordert die BI. Außerdem solle geprüft werden, wie stark die Mittelschule in Altenkunstadt mit WLAN bestrahlt wird. Grundsätzlich ist aus Sicht der BI keine Funkversorgung der Schule notwendig, weil ein Glasfaseranschluss vorbeiführe. Außerdem solle der Baiersdorfer Richtfunkmast abgebaut werden, wie 80 Prozent der Wahlberechtigten es mit ihrer Unterschrift gefordert hätten.

Informationen gibt die BI per Mail: schuberth.d@gmx.de.