ZEUBLITZ

Bürgerversammlung Zeublitz: „Grundschulsanierung war Mehrheitsentscheidung“

Eine Eingrünung der neu errichteten Kleinkläranlage in Zeulitz regten die Bürger an. Foto: Dieter Radziej

Mit dem Bau der Kläranlage und der Kanalisation in Zeublitz wurden die Bauarbeiten jüngst mit der Asphaltierung der Ortsdurchfahrt abgeschlossen. Das Großprojekt stand neben der Sanierung der Grundschule im Mittelpunkt der Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus.

Die geplante Generalsanierung der Grundschule sprach Gerlind Schmitt in der Diskussion an. „Warum muss diese Maßnahme immer von Neuem in Frage gestellt werden, wenn sich die Schulleitung, das Lehrerkollegium und der Elternbeirat dafür ausgesprochen haben?“, fragte sie.

Zweiter Bürgermeister Georg Deuerling erklärte, dass die Regierung von Oberfranken dieses Vorhaben eingehend geprüft habe. „Wenn auch die Regierung eine Generalsanierung als wirtschaftlich einschätzt, dann sollte dem auch Glauben geschenkt werden“, appellierte er.

Die Sanierung des Gebäudekomplexes sei mit Kosten von 8,78 Millionen Euro veranschlagt, wobei die Gemeinde eine Förderung von 5,004 Millionen Euro erhalte, erklärte Bürgermeister Robert Hümmer. Die Regierung habe das Vorhaben als eine wirtschaftliche Lösung beurteilt. Drei Mal habe der Gemeinderat mehrheitlich dieser Generalsanierung zugestimmt. „Es zeugt nach meiner Auffassung schon von einem eigenartigen Demokratieverständnis, trotz alledem sich immer noch nicht mit diesen Mehrheitsentscheidungen abfinden zu wollen“, kritisierte er.

„Wenn auch die Regierung eine Generalsanierung als wirtschaftlich einschätzt, dann sollte dem auch Glauben geschenkt werden.“
Georg Deuerling, Zweiter Bürgermeister

Bürgerbegehren seien durchaus legitim, nur frage er sich, warum diese Möglichkeit nicht schon vor drei Jahren aufgegriffen wurde. Außerdem sei die Grundschulsanierung schon seit mehr als einem Jahrzehnt in der Diskussion.

Tempo 30 auch nach Straßenausbau

Hümmer sprach auch den Anschluss an die SBR-Kleinkläranlage und den Straßenausbau an. Einige Arbeiten an Bordsteinen und Ausbesserungen an landwirtschaftlichen Wegen, die während der Bauphase beschädigt wurden, seien noch erforderlich. Josef Schmitt regte an, das Umfeld der Kleinkläranlage, insbesondere den Schaltkasten, zu begrünen, was der Bürgermeister zusagte.

So schön die Ortsdurchfahrt auch geworden sei, sollte Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer eingehalten werden, appellierte eine Einwohnerin an die Autofahrer. Zweiter Bürgermeister Georg Deuerling empfahl, die Oberflächen der Land- und forstwirtschaftlichen Wege abzufräsen und zu stabilisieren.

Bürgermeister Hümmer wies auf einen Sprechtag der Telekom zum „Highspeed-Netz“ am 28. November, von 14 bis 17.30 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses hin.

Marode ist die Fahrbahn dieses Feldwegs bei Zeublitz. Foto: Dieter Radziej