BURGKUNSTADT

Bürgerverein: Für Offenheit und Toleranz

„Eine Demokratie ist nur so lange stabil, wie die Bürger aktiv für sie eintreten“, meinte Vorsitzende Edith Berg beim Sommerfest des Bürgervereins. Anlass für diese Aussage war die Besichtigung des Judenfriedhofs. Die Mitglieder des Bürgervereins hatten sich hier getroffen, um mehr über die Geschichte und Kultur der Juden in Burgkunstadt zu erfahren.

Aufgrund der aktuellen Tendenzen zu Ausgrenzung von Minderheiten mussten die Bürgervereinsmitglieder auch einen Bezug zur Gegenwart herstellen. Alle waren sich einig, dass jeder die Verantwortung dafür trägt, dass unsere Gesellschaft offen, tolerant und vielfältig bleibt. In diesem Zusammenhang diskutierten die Anwesenden den Umgang mit neuen Bürgern, die in Burgkunstadt von der Stadträtin Vroni Flierl als Flüchtlingsbeauftragte unterstützt werden. Über das Engagement vieler Burgkunstadter Bürger zeigten sich die Mitglieder des Bürgervereins sehr erfreut.

Im Anschluss an die Besichtigung des Judenfriedhofs wanderten die Mitglieder nach Ebneth, wo sie vom 2. Vorsitzenden Filips Callens eine Führung durch die historischen Felsenkeller erhielten. Später stand das Thema Schulberg im Mittelpunkt der Gespräche. Die Mitglieder erhoffen sich von der Neugestaltung des Schulbergs mit Grundschule, Kindertagesstätte und Stadthalle einen Ort, an dem sich die Vielfalt der Bürgerschaft widerspiegelt. Dazu gehören behinderte und nicht behinderte Menschen, Junge und Alte, sowie Menschen, die schon vor langer Zeit oder auch erst seit kurzem aus vielen Kontinenten zu uns gekommen sind.