WEISMAIN

Club gibt die Schuld dem SCW Obermain

Hunderte Polizisten waren am Samstag beim Testspiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem Halleschen FC in Weismain im Einsatz. Der Grund: Die Partie, bei der der frischgebackene Bundesligist eigentlich seine Nähe zu den meist jugendlichen Fans zeigen wollte, wurde als Risikospiel ... Foto: Gunther Czepera

Der 1. FC Nürnberg hat die Verantwortung für die Randale beim Testspiel des Bundesligaaufsteigers gegen Halle am Samstag im Weismainer Waldstadion (diese Redaktion berichtete) dem gastgebenden SCW Obermain zugeschoben. Dies geht aus einer Antwort von Katharina Fritsch, der Leiterin Unternehmenskommunikation des Fußballvereins, auf eine Anfrage dieser Redaktion hervor.

Das Obermain-Tagblatt wollte wissen, was der FCN gegen aggressive Anhänger unternähme, die nicht nur für einen schlechten Ruf des Vereins sorgten, sondern auch gerade die jüngsten Anhänger wie in Weismain in Angst und Schrecken versetzen würden. Des Weiteren fragte diese Redaktion an, wieso der 1. FC Nürnberg nicht einen eigenen Sicherheitsdienst zu solchen Freundschaftsspielen mitbringe, um die Randalierer unter Kontrolle zu halten?

Katharina Fritsch antwortete: „Der 1. FC Nürnberg hat eine Risikobewertung für dieses Testspiel vorgenommen. Aufgrund der Einstufung als Risikospiel wurde das Spiel umfangreich vorbereitet und betreut.“ Im Vorfeld durch eine enge Abstimmung mit dem Veranstalter, den Verantwortlichen des Halleschen FC und der Polizei. Dazu habe es eine Betreuung des Spiels analog eines Bundesligaspiels mit drei Fanbetreuern, Fanprojekt und dem sicherheitsbeauftragten Veranstalter SC Weismain (Anm. d. Red.: SCW Obermain) gegeben.

Katharina Fritsch: „Dieser ist für die Sicherheit der Veranstaltung verantwortlich. Der Ordnungsdienst eines Gastvereins darf kein Hausrecht ausüben und kann daher nicht als Sicherheits- und Ordnungsdienst im eigentlich Sinn agieren; Gästeordner haben eine rein kommunikative Funktion, die in Bezug auf die Vorkommnisse keinen Einfluss gehabt hätten.“

Es habe sich in der Vergangenheit bewährt, so die FCN-Sprecherin weiter, Vorfälle im Nachgang mit allen Beteiligten zu analysieren und die Auswertung der Polizei abzuwarten. „Sobald uns Fakten vorliegen, werden wir geeignete Maßnahmen abstimmen.“

Die Frage, wieso der Bundesligist nicht mit einer Pressemitteilung oder auf der eigenen Homepage über die Ausschreitungen in Weismain berichtet hat, wurde nicht beantwortet.

Nach der Partie am Samstag hatten nach Spielende rund 60 FCN-Anhänger die Öffnung der Absperrung für Autogrammsuchende Kinder ausgenutzt und den Platz gestürmt.

Da nützt selbst das gute Zureden des Nürnberger Fanbetreuers Jürgen Bergmann nichts – dieser Mann ist auf Stunk aus. Wieso eine Person mit solch einem T-Shirt ins Stadion durfte, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.
Im Schwitzkasten!
Überwältigt. Nach Aussage eines Anwesenden hat sich diese Festnahme vor den Augen von sieben- bis elfjährigen Kindern abgespielt!
Nein, diese drei Beamten sind nicht auf dem Weg an die Front – sie müssen bei einem Freundschaftsspiel des 1. FC Nürnberg für Ruhe und Ordnung sorgen!