ALTENKUNSTADT/BURGKUNSTADT/WEISMAIN

Naturgenuss auf zwei Rädern

Das Erfolgsrezept von Baur Triathlon und „RadTOURpur“ klingt einfach: Man versteht sich, man mag sich, man arbeitet gern zusammen. Und gemessen an der gut gelaunten, entspannten und doch motivierten Runde aus Vertretern des Organisationsteams, der beteiligten Kommunen sowie Sponsoren bei der Veranstaltungsvorstellung am Mittwoch im Weismainer Rathaus, lässt sich das als Paradebeispiel für gelungene interkommunale Zusammenarbeit zweifelsfrei bestätigen.

„Es hat sich eingebürgert, wir haben fast schon Routine“, meint Weismains Zweiter Bürgermeister Hans Schott über Planung und Ablauf zum Baur Triathlon, der am Pfingstsonntag, 20. Mai, bereits in 18. Auflage stattfindet. Trotzdem sei die Veranstaltung kein Selbstläufer. „So etwas gibt es nicht“, erklärt Organisationsleiter Helmut Dorsch. Im Vorfeld werde stets akribisch geplant und gearbeitet, Alternativstrecken per Fuß abgelaufen – und auch ein bisschen gehofft. Nämlich auf gutes Wetter.

In den vergangenen zwei Jahren haben Kälte und Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht, den Triathlon zum Duathlon werden lassen. „Erst zu kaltes Wasser, dann Treibgut im Main. Aus Sicherheitsgründen habe ich 2017 die Wettkampfrichter überstimmt und das Schwimmen kurzfristig gestrichen“, erinnert sich Helmut Dorsch. In diesen Fällen machten sich die gute Planung und Zusammenarbeit bezahlt. „In einer halben Stunden wurde umdisponiert, Sperrungen umgebaut.“ Alle packten an, sodass es reibungslos weitergehen konnte. „Der Einsatz und die Spontanität der ehrenamtlichen Helfer kann nicht zu hoch gelobt werden.“

„Es wird immer schwieriger, sich gegen kommerzielle Veranstaltungen zu behaupten.“
Helmut Dorsch, Organisationsleiter

Helmut Dorsch ist stolz, dass sich jedes Jahr bis zu 200 Freiwillige aus Verbänden und Vereinen neu der Herausforderung stellen, und wie selbstverständlich dazu beitragen, das ehrenamtlich organisierte Event auf die Beine zu stellen. „Es wird immer schwieriger, sich gegen kommerzielle Veranstaltungen zu behaupten“, weiß Dorsch. „Es freut mich deshalb umso mehr, dass Sponsoren und Helfer seit Jahr und Tag mit vollem Engagement dabei sind.“ Auch Burgkunstadts Bürgermeisterin Christine Frieß schätzt diese Einsatzbereitschaft und fügt zu: „Die Veranstaltung ist ein Aushängeschild für unser kleines Mittelzentrum geworden.“ Den Organisatoren sei vor 18. Jahren „der große Wurf gelungen“, der die Region bereichert und attraktiver macht.

Glaubt man dem 100-jährigen Kalender von Abt Mauritius Kauer, den Weismains Verkehrsamtsleiterin Andrea Göldner traditionsgemäß befragte, dann gibt es zu Pfingsten heuer schönes Wetter. „Anfang Mai Gewitter, Sturm und Hagel, ab dem 24. raue Luft“, zitiert sie. Doch die Wetter-Prognose für die Mitte stimme positiv. „Da sollten sich viele Zuschauer an die Strecken trauen“, meint Altenkunstadts Bürgermeister Robert Hümmer. Anfeuern und Motivieren steigere die Attraktivität des Events für die Athleten, die dann gerne wieder kämen.

Streckenverlauf und die drei Wettkämpfe des Baur-Triathlon haben sich bewährt und bleiben gleich den Vorjahren: Die Triathlon-Kurzdistanz „Olympische Disziplin“ erfordert 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen und ist auch als Staffel zu absolvieren. Zeitgleich finden die bayerischen Paratriathlon Meisterschaften statt, die den gehandicapten Sportlern die gleichen Distanzen abfordern wie der Volkstriathlon, der als Einzel sowie als Staffel absolviert werden kann: 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und sieben Kilometer Laufen.

Der Startschuss fällt um 13 Uhr am Bootshaus in Altenkunstadt für den Volkstriathlon, die Paratriathleten sowie die dazugehörigen Staffeln. Die olympische Disziplin startet ab 13.30 Uhr. Zieleinlauf ist am Marktplatz in Weismain.

Der Rundkurs der Radstrecke zwischen Altenkunstadt nach Weismain über Baiersdorf und Prügel wird aus Sicherheitsgründen zwischen 13 und 17.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. Die Zufahrt zum Hotel „Fränkischer Hof“ ist vor und während des Wettkampfs nur über die Gemeindeverbindungsstraße Woffendorf-Baiersdorf möglich.

„Von Autos keine Spur“

Ein Jubiläum feiert heuer die „RadTOURpur“. Bereits zum 20. Mal heißt es am Pfingstmontag, 21. Mai, „Von Autos keine Spur“. Wie immer wird an diesem Tag die Staatsstraße 2191 zwischen Weismain und Kleinziegenfeld für den Autoverkehr gesperrt. Auch die Nebenstrecken über Wohnsig, Wunkendorf und Modschiedel nach Weiden sowie die Straßen nach Großziegenfeld, Arnstein und Erlach stehen von 9 Uhr bis 17 Uhr ausschließlich den Radlern und Wanderern zur Verfügung.

Im Gemeindebereich von Altenkunstadt ist die Strecke von Weismain kommend über Baiersdorf, Prügel und Maineck bis Burgkunstadt für Radler und Fußgänger frei. Der Streckenverlauf im Burgkunstadter Stadtgebiet führt von Burgkunstadt aus durch die nordöstlichen Stadtteile. Die Straßen werden jedoch nicht für den Verkehr gesperrt. Autofahrer werden aber gebeten, verstärkt Rücksicht auf Radler zu nehmen.

Ausnahmegenehmigungen für gesperrte Strecken können beantragt werden. Es wird jedoch appelliert, die gesperrten Strecken nur wenn notwendig und im Notfall zu befahren.

Tipps und Anmeldung

Informationen zur „RadTOURpur“ (Parkmöglichkeiten, Sperrungen und Zeitplan) gibt es unter: www.stadt-weismain.de.

Anmeldemöglichkeit, Startbedingungen, Wettkampfstrecken und Zeitpläne sind im Internet unter www.baur-triathlon.de zu finden. Bei freien Startplätzen ist eine Nachmeldung bis eine Stunde vor Beginn möglich.