BURGKUNSTADT

Bürgern das Schulberg-Konzept erklären

Ausstellung: Die Arbeiten der Preisträger des Ideenwettbewerbs zum Burgkunstadter Schulberg sind noch bis zum 28. Februar im Foyer des Rathauses zu sehen. Foto: Gerhard Herrmann

Beeindruckende Entwürfe für einen Ort des Lernens und der Gemeinschaft sind das Ergebnis des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs zum Schulberg, den die Stadt ausgeschrieben hatte, wie berichtet. Damit die Bürger die Möglichkeit haben, sich über die Vorschläge der vier Preisträger zu informieren, wurde die Ausstellung im Foyer des Rathauses bis Mittwoch, 28. Februar, zu den Verwaltungs-Öffnungszeiten verlängert. Auf Antrag des Bürgervereins diskutierte der Stadtrat am Dienstagabend über weitere Möglichkeiten zur Information über den Wettbewerb. Weil es bei den Schülern zu Irritationen über den Erhalt des Grundschul-Gebäudes gekommen war (Erhaltung und Sanierung waren Voraussetzung im Wettbewerb), hatte der Bürgerverein beantragt, bei einem Informationsabend das Ergebnis des Wettbewerbs vorzustellen. Da Rektorin Susi Krauß bereits angekündigt hat, mit ihren Schülern die Ausstellung im Rathaus zu besuchen, waren sich die Räte einig, dass ein Informationstag mit Fachleuten (Kosten: rund 1000 Euro) nicht erforderlich sei. Ergänzend sollen während der Laufzeit der Ausstellung einige Termine angeboten werden, zu denen die Besucher eingehendere Informationen bekommen.

Der Siegerentwurf soll in einem Rahmenplan genauer ausgearbeitet werden. Den Auftrag dazu soll der Stadtrat nach der Freigabe durch die Regierung von Oberfranken als Fördergeber in der nächsten Sitzung erteilen.

Kein Ausbaubeitrag in Kirchlein

Ein lange gehegter Wunsch der Bürger in Kirchlein ist die Dorferneuerung. Mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt (Lif 14) könnte die Aufwertung des Orts in diesem Jahr beginnen. Einstimmig hat der Stadtrat eine Vereinbarung mit dem Landkreis beschlossen, sich an den Kosten zu beteiligen.

Der Anteil für Gehwege liegt bei rund 34 000 Euro abzüglich 60 Prozent Förderung, für Kabel und Kanäle bei rund 10 000 Euro und für die Bauleitung bei weiteren 2500 Euro. Straßenausbaubeiträge würden auch ohne deren geplante Abschaffung nicht erhoben, da die Gehwege zu kurz dafür seien, erklärte geschäftsleitender Beamter Sven Dietel auf Anfrage von Alexander Hanna (Bürgerverein).

„Die Stadt hat eine

Vorbildfunktion, daher sollten wir Ökostrom bestellen.“

Thomas Müller, Stadtrat (Bürgerverein)

Um die Ausweisung von fünf Bauplätzen zu ermöglichen, haben die Räte die dritte Änderung des Bebauungsplans „Lerchenbühl“ bei einer Gegenstimme (Thomas Müller, Bürgerverein) beschlossen. Wenig Verständnis fand Müller für seine Kritik an der Möglichkeit, Bäume bis zu einer Baumfallgrenze von 25 Meter um die neuen Häuser zu fällen. „Wir suchen im ganzen Stadtgebiet Bauplätze, um jungen Familien die Möglichkeit zu bieten, nach Burgkunstadt zu ziehen, da sollte man die Schaffung von Bauland nicht erschweren“, gab Günter Knorr (CSU) zu bedenken. Außerdem sei am östlichen Rand des Baugebiets ein Grünstreifen mit Hecken vorgesehen. Auf das Argument Müllers, im Stadtgebiet seien rund 100 Bauplätze offen, konterte Wolfgang Sievert (SPD) mit dem Hinweis, dass diese im Privatbesitz seien und die Stadt keinen Zugriff habe. Auf ein Schreiben an die Besitzer hätten sich gerade mal drei gemeldet, ergänzte Sven Dietel. Im nächsten Amtsblatt soll daher an Grundbesitzer appelliert werden, freie Bauplätze zur Verfügung zu stellen.

Für Diskussionen sorgte die Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung, die die Stadt über den Gemeindetag vornehmen lässt, um günstigere Preise auszuhandeln.

Während SPD, Freie Wähler und Bürgerverein sich für die Bestellung von Ökostrom (ohne Neuanlagenquote) aussprachen, stimmte die CSU für die Bestellung von „Normalstrom“ und Verwendung des dadurch gesparten Gelds (rund 1400 Euro) für Energiesparlampen in der Grundschule oder ein pädagogisches Projekt zum Energiesparen zur Verfügung zu stellen. Auch Normalstrom enthalte einen Anteil von Ökostrom, meinte Günter Knorr und Benedikt Vonbrunn ergänzte, Stromsparen wäre sinnvoller.

„Die Stadt hat eine Vorbildfunktion“, konterte Thomas Müller. Und Wolfgang Sievert verwies darauf, dass es keinen Sinn mache, Wind- und Solarstrom zu erzeugen, ihn aber in Deutschland nicht zu nutzen. Die Stadt setze beim Austausch von Leuchtkörpern ohnehin auf energiesparende Technik, ergänzte Kämmerin Heike Eber. Angesichts der geplanten Sanierung der Grundschule sei es fraglich, ob ein Austausch von Lampen sinnvoll sei.

Aus dem Stadtrat: Eichenstamm für Projekt mit Migranten gesucht

Ein Spielgerät für den neuen evangelischen Kindergarten möchte der Arbeitskreis Pro Integration Kunstadt zusammen mit Migranten bauen, wie Integrationsbeauftragte Veronika Flierl mitteilte. Dazu bittet Projektleiter Ernst Müller (Tel. 09572 4491) aus Altenkunstadt um die Spende eines Eichenstamms. Außerdem sucht der Arbeitskreis dringend Wohnungen für Migranten.

Die Ersatzbeschaffung einer Tragkraftspritze für die Freiwillige Feuerwehr Ebneth-Hainweiher für rund 15 000 Euro hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Die Reparatur der bisherigen Pumpe wäre unwesentlich billiger und als Ersatz steht nur eine alte Spritze der ehemaligen Ebnether Wehr von 1965 zur Verfügung.

Der Anbau einer Stahltreppe an das Feuerwehrhaus in Kirchlein wurde für 16 889 Euro an die Firma Hofmann GmbH in Wallenfells vergeben (Schätzpreis: 20 825 Euro).

Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, dem Stadtrat eine Kostenaufstellung zu Bauprojekten vorzulegen, über deren Ende und Kostenabweichungen zu informieren. Auch bei Sitzungsvorlagen soll angegeben werden, ob die Vorhaben den Haushalt belasten. Den Hinweis, das werde bereits so gehandhabt, ließ Finanzausschuss-Vorsitzender Christian Macion (CSU) nicht gelten.

Der Versorgungsbetrieb der städtischen Einrichtungen (Wasserversorgung, Photovoltaikanlagen) sowie Stadthalle, Freibad und Eigenjagd schließt mit einem Verlust von 40 739 Euro bei einer Bilanzsumme von 2,84 Millionen Euro ab.

Die Stadt solle sich um das Angebot historischer Stadtführungen, wie in Weismain und Altenkunstadt, bemühen, regte Dieter Schmiedel (SPD). Bürgermeisterin Christine Frieß verwies auf die Stadtführungen von Rudi Fetzer und Karlheinz Goldfuß und einen Aufruf an Interessierte im Amtsblatt.

Ob es für Gärtenroth und Mainklein eine Möglichkeit gebe, im Zuge des Breitbandausbaus Glasfaser bis ins Haus zu verlegen, wollte Ortssprecher Edwin Bauersachs wissen. Glasfaser sei nicht im Förderprogramm vorgesehen und nach Problemen mit einem Anbieter habe die Telekom als Zwischenlösung VDSL-Anschlüsse mit bis zu 16 Mbit in Aussicht gestellt, erklärte geschäftsleitender Beamter Sven Dietel. Chancen bestünden bei einem neuen Ausschreibungsverfahren, allerdings könnte der Ausbau drei bis vier Jahre lang dauern.

Die geplante Stromtankstelle für Elektroautos wird nicht mit einer Schnellladestation ausgestattet, da diese zu teuer wäre und viele Autos die Technik nicht nutzen könnten, teilte Sven Dietel auf Anfrage von Thomas Müller mit.

Außerdem mahnte Müller die Vorlage des Haushaltsplans für 2018 an, nachdem Kommunen wie Kulmbach, Ebensfeld und Hochstadt diesen bereits verabschiedet hätten.