BURGKUNSTADT

Der Netto-Markt zieht um

Dieses Gebäude (der frühere Aldi-Markt) soll demnächst abgerissen werden und einem Neubau eines Netto-Einkaufsmarktes weichen. Der Stadtrat hat hierzu die entsprechenden Entscheidungen getroffen.FOTO: Dieter Radziej Foto: Dieter Radziej

Es war zwar nur ein Punkt, der diesmal auf der Tagesordnung stand, dennoch vollzogen die Mitglieder des Stadtrates von Burgkunstadt eine wichtige Entscheidung, indem sie für die Umsiedlung des Netto-Einkaufsmarktes den Weg freimachten. Dieser soll auf dem Gelände des früheren Aldi-Marktes gebaut werden, in dem aktuell das Modegeschäft KIK beheimatet ist. Dieses Gebäude wird abgerissen, da es nur 800 Quadratmeter Grundfläche bietet, neue Märkte aber mindestens 1000 Quadratmeter groß sein müssen.

Breiten Raum in den Beratungen des Stadtrates nahm diesmal die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Grundstück Auwiese 6 der Gemarkung Burgkunstadt ein. Erste Bürgermeisterin Christine Frieß erinnerte einleitend daran, dass der Stadtrat in seiner Sitzung vom 7. März 2017 bereits beschlossen habe, für das vorbezeichnete Grundstück einen Bebauungsplan „Sondergebiet großflächiger Lebensmittelhandel“ aufzustellen.

Inzwischen wurde vom Nürnberger Teambüro Markert (Stadtplaner und Landschaftsarchitekten) ein Bebauungsplanentwurf gefertigt. Entsprechende Unterlagen waren vorab allen Stadtratsmitgliedern zugegangen.

Als erster Redner ergriff Wolfgang Sievert (SPD) das Wort. Er befürwortete das Vorhaben, da sich nach seiner Ansicht ein Lebensmittelmarkt in Burgkunstadt erfreulicherweise wieder in Richtung Altstadt bewege. Joachim Ruß (CSU) sah in der Verlagerung des Einkaufsmarktes ebenfalls eine Bereicherung für die Stadt. Vor allem den älteren Mitbürgern dürfte es zugute kommen, dass sie zum Einkaufen künftig nicht mehr die viel befahrene Bundesstraße überqueren müssen.

Bei der Verwirklichung des Vorhabens, so Alexander Hanna vom Bürgerverein, sollte darauf geachtet werden, dass im Umfeld auch etwas für die Gestaltung, vielleicht mit mehr „Grün“, getan wird. Ob für eine Begrünung ein nochmaliger Bebauungsplan aufgestellt werden müsste, erkundigte sich Günter Knorr (CSU). Hilmar Fuß vom städtischen Bauamt erklärte dazu, dass dieses Umfeld bislang als Mischgebiet ausgewiesen war und künftig dann ein Sondergebiet sei.

Ergänzend dazu erklärten Bürgermeisterin Christine Frieß und Geschäftsleiter Sven Dietel, dass schon im Vorfeld verschiedene Gespräche mit den Planern stattgefunden haben, die deren Bebauungsplanentwurf sowohl die städtebaulichen Ziele eingeflossen seien als auch der Flächennutzungsplan der Stadt berücksichtigt worden sei. Frieß hierzu: „Die Wünsche der Stadt wurden vom Planer erfüllt.“ Unabhängig davon sah die Bürgermeisterin mit dem Umzug des Netto-Marktes eine gewisse Aufwertung der Stadt gegeben.

Vom Stadtrat wurden anschließend einstimmig beschlossen, den vom Teambüro Markert gefertigten Bebauungsplanentwurf zu billigen. Gleichzeitig ging an die Stadtverwaltung der Auftrag, das Verfahren beschleunigt zu behandeln und den Flächennutzungsplan entsprechend anzupassen.