MAINECK

Drei Radler-„Oscars“ für den RV Concordia

In Altenkunstadt wird gerne und viel geradelt. Mit 200 Teilnehmern und 8650 geradelten Kilometern wurde der RV Concordia... Foto: Stephan Stöckel/Archiv

Der Radsportbezirk Oberfranken im Bayerischen Radsport-Verband ehrt alle Jahre wieder die besten Vereine im Radwandern. In diesem Jahr war der Radfahrerverein Concordia (RVC) Altenkunstadt bei der Veranstaltung am Samstagnachmittag im Radlerheim des RV Viktoria Maineck der große Gewinner, der gleich drei der begehrten Trophäen absahnte. Mit 200 Teilnehmern und 8650 geradelten Kilometern wurden die Pedalritter vom Obermain Bezirksmeister im Radwandern.

Auch die Altenkunstadter Jugend hatte 2016 tüchtig mitgeradelt. Der Mühe Lohn: Der Preis für das erfolgreichste Jugendteam ging zum vierten Mal hintereinander an den heimischen RVC Altenkunstadt, der mit 39 Jugendlichen an sieben Bezirkswanderfahrten teilgenommen hatte. Und schließlich erzielte der Verein mit 8 930 Kilometern in der Klasse 3 der Bayernwertung einen hervorragenden dritten Platz.

Wie motiviert man groß und klein, sich auf den Drahtesel zu schwingen? Stellvertretende Wanderwartin Tanja Kerling vom RV Concordia Altenkunstadt, die den Jugendpokal stolz in den Händen hielt, schwärmte: „Der Verein ist eine erweiterte Familie, in die man von klein auf hineinwächst.“ „In dieser herrscht ein ganz besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Wo man sich wie unter Freunden fühlt, ist es eine Selbstverständlichkeit, in die Pedale zu treten“, ergänzte Vorsitzender Hans-Werner Schuster, der zugleich Bezirksvorsitzender ist.

Beim Radwandern empfindet die junge Dame aus Strössendorf Ruhe. Bei dieser Art des Radfahrens gehe es nicht um Geschwindigkeit. „Es ist ein entspannendes Fahren. Man kommt beim Radeln mit Gleichgesinnten ins Gespräch und genießt die Landschaft“, sagte sie.

Die Vereine aus dem Landkreis Lichtenfels sind in Oberfranken im Radwandern Spitze: Sie belegten 2016 vier der ersten fünf Plätze und sorgten für die vier teilnehmerstärksten Veranstaltungen.

„Der Verein ist eine erweiterte Familie, in die man von klein auf hineinwächst.“
Tanja Kerling, stellvertretende RVC-Radwanderwartin

Mit Lukas Kohl aus Kirchehrenbach im Landkreis Forchheim hat der Bezirk auch einen Weltmeister im Einer-Kunstradfahren in seinen Reihen. In einem Herzschlagfinale mit Happy End hatte sich der junge Mann, der für den RV Concordia Kirchehrenbach startet, im Dezember vergangenen Jahres in Stuttgart auf den WM-Thron balanciert. Doch damit der Ehre nicht genug: Kohl wurde 2016 auch noch bayerischer und deutscher Meister. Bezirksvorsitzender Hans-Werner Schuster überreichte dem erfolgreichen Athleten ein Geldgeschenk.

„Das vergangenen Jahr war aus sportlicher Sicht das bislang erfolgreichste im Kunstradsport“, bilanzierte Daniela Meixner vom RV Concordia Kirchehrenbach, die im Radsportbezirk Fachwartin für den Bereich Kunstradsport ist.

Radball-Fachwart Edgar Geißer vom Turn- und Sportverein Hof freute sich darüber, dass der RVC Burgkunstadt mit Holger Schmitt und Florian Wehrfritz den Aufstieg in die Bayernliga geschafft hat. Am Samstag, 4. März, findet um 15 Uhr in der Burgkunstadter Stadthalle der fünfte Spieltag der Bayernliga-Elite statt. Matthias Kraft vom ATS Kulmbach, der für den Straßenradsport zuständige Fachwart, blickte auf die sportlichen Veranstaltungen des Vorjahres zurück.

Jetschina legt sein Amt nieder

Mit Bedauern nahm Schuster zur Kenntnis, dass Mathias Jetschina aus Altenkunstadt sein Amt als Bezirksjugendleiter aus persönlichen Gründen niederlegen wird. In seinem Rechenschaftsbericht hatte Schuster die Vereine dazu aufgerufen, die Jugend für den Radsport zu begeistern. Zudem ermunterte er sie, Präsenz in den Schulen zu zeigen. Konkret schweben ihm Übungsstunden im Nachmittagsunterricht vor.

Vizepräsident Karl Wellnhofer vom Bayerischen Radsportverband aus Amberg, der für den Breiten- und Freizeitsport zuständig ist, schlug vor, Klassen dazu einzuladen, in den Ferien das Radsportabzeichen abzulegen. Zugleich warnte er vor überzogenen Erwartungen, was die Marketingaktion anbetrifft: „Man darf nicht enttäuscht sein, wenn von den 25 Schülern einer Klasse nur ein kleiner Teil Mitglied im Verein wird. Es ist schon etwas gewonnen, wenn ein paar mitmachen.“

Die besten Radwanderteams

Oberfränkische Meisterschaft: 1. RV Concordia Altenkunstadt (200 Teilnehmer/8650 Kilometer), 2. RVC Merkendorf (Landkreis Bamberg/66/5240), 3. RVC Schwürbitz (112/4988), 4. RVC Birkach (Landkreis Lichtenfels/72/4470), 5. RV Viktoria Maineck (102/4436).

Teilnehmerstärkste Bezirkswanderfahrten nach: 1. Stetten (131/5716), 2. Schwürzbitz (130/6190), 3. Maineck (109/4638), 4. Klosterlangheim (107/4181), 5. Kulmbach (103/5852).

Bayernwertung: Klasse 2: 3. RVC Schwürbitz (13782 Kilometer); Klasse 3: 2. RVC Birkach (11920), 3. RVC Altenkunstadt (8930); Klasse 4: 3. RVC Elsendorf (Landkreis Bamberg/10696), 4. RVC Klosterlangheim (3004), 5. ATS Kulmbach (1485); Klasse 5: 2. RSC Oberhaid (5345), 4. RMSVC Hallstadt (1354).

Jahreswertung Bund Deutscher Radfahrer (BDR): Klasse 3: 19. Platz RVC Altenkunstadt (8930 Kilometer); Klasse 5: 14. RSC Oberhaid (5345), 17. ATS Kulmbach (1485).

Die erfolgreichsten Teams im Radwandern wurden von Bezirkswanderwart Ingo Sesselmann (3. v. re.) mit Pokalen geehrt. Von... Foto: Stephan Stöckel

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