BURGKUNSTADT

Burgkunstadt mit Baugebieten und Bad aufwerten

Burgkunstadt verliert weiterhin Einwohner, wie Bürgermeisterin Christine Frieß in ihrem Rechenschaftsbericht bei der Bürgerversammlung feststellte. Waren es 2011 noch 6581 Einwohner, sank die Zahl bis Ende 2014 auf 6421 Personen. Einen leichten Anstieg verzeichneten gegenüber 2013 die Ortsteile Gärtenroth (plus vier), Kirchlein (drei), Ebneth (vier), Hainweiher (einer), Reuth (einer) und Lopphof (drei).

Unter den Einwohnern Burgkunstadts befinden sich 381 Bürger aus 52 Nationen, wobei die russischen Mitbürger mit 89 Personen die stärkste Gruppe stellen, gefolgt von den Kasachen mit 75 Personen, 34 Polen und 17 Türken. Positiv entwickelte sich im vorigen Jahr die Geburtenrate, die sich gegenüber 2013 gut verdoppelte auf 53 Babys. Leicht gestiegen ist allerdings auch die Zahl der Sterbefälle von 89 (2013) auf 102.

Sinkende Einwohnerzahlen führen auch zu niedrigeren Steuereinnahmen und einer ganzen Reihe weiterer Problemen. Um dem entgegenzuwirken, möchte die Stadt neue Baugebiete für junge Familien ausweisen, ohne dabei die Leerstände in der Kernstadt aus den Augen zu verlieren. Außerdem würde sich Bürgermeisterin Frieß wünschen, dass es gelingt, Asylbewerber ebenso in die Bevölkerung zu integrieren, wie es vor Jahren mit den Russlanddeutschen gelungen sei. Allerdings müsse auch der Wille zur Integration vorhanden sein.

„Das Bad würde dem strukturellen Ausbluten der Region entgegenwirken.“
Christine Frieß Bürgermeisterin

Einen weiteren Ansatzpunkt zur Steigerung der Attraktivität der Stadt sieht die Rathauschefin im Bau der lang ersehnten Skateranlage und eines Lehrschwimmbeckens. „Das Bad würde dem strukturellen Ausbluten der Region entgegenwirken“, ist Frieß überzeugt. Ein weiterer Schwerpunkt zukunftsorientierter Arbeit sei die kommunale Zusammenarbeit mit Altenkunstadt und Weismain. So solle im jährlichen Wechsel eine Technik- und Automobilmesse in den drei Kommunen stattfinden.

Steigende Schulden

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist 2014 das Realsteuereinkommen von 2,85 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro leicht zurückgegangen. Für das laufende Jahr erwartet die Stadt wieder eine Schlüsselzuweisung. Der Schuldenstand habe sich von 10,61 Millionen Euro (2013) auf 11,288 Millionen Euro erhöht. Rund 1,57 Millionen Euro investierte die Stadt im vorigen Jahr. Größter Posten war mit 257 228 Euro die Erneuerung der Fernwirkanlage für die Wasserversorgung, gefolgt von der Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges für 244 790 Euro und der Sanierung des Pumpwerks und des Hochbehälters Meuselsberg für 210 976 Euro.

Schlagworte