Leserforum: Altes Brauhaus aus Kostengründen dem Verfall preisgegeben

Zur Meldung „Sperrung des Gehweges Unterer Berg in Mainroth am Alten Brauhaus (OT vom 20.12.2014) erhielt die Redaktion folgenden Leserbrief:

Am Samstag wurde uns durch die Tagespresse mitgeteilt, dass der Gehweg am Alten Brauhaus auf unbestimmte Zeit gesperrt wird. Diese Maßnahme der Stadtverwaltung wird mit der schlechten Bausubstanz begründet.

Ich und die Bürger von Mainroth fragen uns: Musste es überhaupt so weit kommen?. Bereits 1991 erfolgte die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm. Im Mai 1994 wurde das Architekturbüro Lauer und Lebok mit der Durchführung beauftragt. Im Mai 1995 stimmten bei einer Befragung die Mainrother mit 54 Prozent für eine Sanierung des Alten Bräu- und Schulhauses. Im Juli 1995 wurden die entsprechenden Arbeitskreise gebildet. Am 18.12.1998 wurden die Kosten für die Sanierung auf 450 000 Mark geschätzt bei einer Bezuschussung von 225 000 Mark durch das Amt für Ländliche Entwicklung. Bei diesen Kosten war sogar die Neugestaltung des Kirchplatzes mit eingerechnet. Ebenfalls wurden unzählige Arbeitsstunden der Vereinsvorsitzenden, der Arbeitskreise, der Stadt Burgkunstadt und des Architekturbüros damit verbracht, ein Konzept für die Nutzung zu entwickeln.

Ich denke dies ist uns auch gelungen, obwohl die Stadt Burgkunstadt dies immer wieder von uns fordert. In Wirklichkeit scheitert es nach meiner Meinung nur an den Kosten und somit wurde das historische Gebäude einfach dem Verfall preisgegeben.

Passiert ist aber seitens der Stadt Burgkunstadt außer ein paar dringenden Sicherungsmaßnahmen nichts. Fakt ist, dass durch die Sperrung ein hoher Grad an Gefahr für die Fußgänger geschaffen wurde. Da sich der Weg genau auf der Dorfbergkuppe der stark befahrenen Bundesstraße befindet, die überquert werden muss. Selbst die Schulkinder müssen auf ihrem Weg zum Schulbus die Straße überqueren. Ebenfalls kann die Anschlagtafel durch die Sperrung nicht mehr erreicht werden. Des Weiteren befürchte ich, dass die Aussage „auf unbestimmte Zeit“, wahrscheinlich besser für immer heißen müsste.

Franz Ultsch

auch im Namen weiterer besorgter Bürger von Mainroth

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