ALTENKUNSTADT

Was Oma und Opa als Kinder spielten

Gaudi ganz analog: Dass man auch ohne Computer und aufwändige Technik Spaß haben kann, merkten die Kids beim Kästchenhüp... Foto: Bernd Kleinert

„Was haben ältere Leute denn früher so gespielt?“ wollen Hanna und Janina wissen, als sie – einen voll beladenen Handwagen hinter sich herziehend – mit vielen anderen Kindern in Richtung Ortsmitte marschieren. „Das können euch Senioren gleich selbst erzählen“, vertrösten sie Regionaljugendreferentin Damaris Kühner und Kids-Club-Leiterin Sabine Krausche, die mit einigen Helferinnen die Mädchen und Jungs begleiten. Der Generationennachmittag der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Altenkunstadt/Strössendorf und des Caritas-Modellpro-jekts „In der Heimat wohnen“ zum Thema „Spielen früher und heute“ wurde für Jung und Alt zu einem aufregenden Erlebnis.

Mit einem fröhlichen „Hallo“ begrüßte eine Schar gut gelaunter Senioren im Gemeinschaftsraum des Projekt-Stützpunkts in der Theodor-Heuss-Straße die jungen Besucher. „Für unterhaltsame Spiele brauchte man früher keinen großen Materialaufwand“, erzählt Sabine Krausche. „Die Leute hier sind alle nach dem Krieg aufgewachsen, wo man wenig Geld hatte.“ Doch auch für Kids des digitalen Zeitalters sei es durchaus interessant mal zu sehen, wie man mit wenigen und einfachen Sachen toll spielen kann: „Das ist vor allem für den Urlaub wichtig, wenn ihr keine Spiele dabei habt.“

„Während heute die Technik im Vordergrund steht, beschäftigten sich die Menschen früher mit sich, brachten dabei ihre Fantasie ein und machten beispielsweise Rollenspiele.“
Angela Lohmüller Quartiersmanagerin

„Während heute die Technik im Vordergrund steht, beschäftigten sich die Menschen früher mit sich, brachten dabei ihre Fantasie ein und machten beispielsweise Rollenspiele. Damit vertrieb man sich nicht nur die Zeit; es stärkte auch den Gemeinschaftsgeist und die sozialen Kontakte“, ergänzte Angela Lohmüller vom Caritasverband für den Landkreis Lichtenfels. Die Diplom-Sozialpädagogin ist Quartiersmanagerin des „In der Heimat wohnen“-Projekts, das sich für die älteren Bürger der Gemeinde Altenkunstadt engagiert.

Mit dem flotten Lied „Uns geht’s gut, wir haben keine Sorgen“ eröffneten Mitarbeiter des Projektteams den Generationennachmittag. Kinder bereicherten die musikalische Einstimmung mit dazu passenden Vorführungen. Jung und Alt waren gespannt, was da wohl auf sie zukommt. Die Mädchen und Jungen lernten Spiele kennen, von denen sie noch nie gehört hatten. Umgekehrt auch die Senioren. „Wir haben schon mal ein bisschen ,Bop It‘ geübt. Man muss ja mitreden können“, schmunzelt Margarete Schnapp. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene war das gemeinsame Spielerlebnis eine Riesengaudi. Im Gemeinschaftsraum spielten sie Schnauz, Jenga und den Klassiker „Mensch ärgere dich nicht“. Auf dem Außengelände des Stützpunkts ließ man Murmeln rollen, hüpfte von Kästchen zu Kästchen und jagte mit einer „Peitsche“ einen hölzernen Kreisel über den Boden.

Wer sich gern kreativ betätigt, bastelte Papier-Segelflieger. Ihre Flugtauglichkeit testete man am Ende des vergnüglichen Nachmittags. Egal, wie weit die Flieger auch flogen, für jeden „Flugzeugbauer“ gab es einen „süßen“ Preis. „So was müssen wir unbedingt wieder mal machen“, waren sich Kinder und Senioren beim Abschied einig.

Spannung mit dem Spieleklassiker: Bei jungen wie auch älteren Menschen beliebt ist das „Mensch ärgere dich nicht“. Das B...

Schlagworte